Bundesgerichtshof bestätigt lebenslange Haft für Polizistenmörder von Herborn

29. August 2017 um 9:55 Uhr

Bundesgerichtshof bestätigt lebenslange Haft für Polizistenmörder von Herborn“Damit hat die Gerechtigkeit gesiegt”

Nun es ist offiziell, der Polizistenmörder von Herborn bleibt lebenslang in Haft.

Am 24.12.2015 hatte Patrick S. auf Kollege Christoph Rehm sieben Mal eingestochen. Fünf Stiche davon waren tödlich. Der zweite Kollege wurde schwer verletzt. Christoph hinterließ eine Frau und vier Kinder.

Patrick S. randalierte in der Regionalbahn von Frankfurt nach Siegen. Der Zugführer rief die Polizei. Christoph und sein Streifenpartner betraten am Herborner Hauptbahnhof den Zug und wurden direkt mit einem Messer von dem Täter attackiert. Der Beamte konnte noch zwei Schüsse abgeben und verletzte Patrick S.

Gerichtsurteil zu Tattoos: Polizei muss “gesellschaftlichen Wandel” berücksichtigen

27. August 2017 um 9:24 Uhr

Gerichtsurteil zu Tattoos: Polizei muss "gesellschaftlichen Wandel" berücksichtigen

Bild: Steve Remesch

Tattoos bei Polizisten, zudem auch noch dann, wenn sie unter der Uniform heraus schauen? Das ist in Deutschland immer noch kaum vorstellbar und wir reden hier nicht von Tattoos, die fragwürdig in ihrer Aussage sind. Überwiegend gilt in den Ländern und beim Bund, dass ein Tattoo akzeptiert wird, wenn es durch die Uniform verdeckt wird.

Vor einiger Zeit hatten wir unsere Leser auch dazu befragt und der weitaus überwiegende Teil hatte kein Problem damit, wenn Polizisten im Dienst Tattoos im sichtbaren Bereich zeigen. Unser Bild zeigt, dass es z.B. in Luxemburg kein Problem ist, öffentlich und in Uniform Tattoos zu zeigen.

Die Vorstellung, Tätowierungen gehörten zu Seefahrern und Kriminellen scheint heutzutage überholt. Tatsächlich?

Flüchtender schleift Polizisten mit, verletzt ihn schwer und bekommt Bewährungsstrafe

20. August 2017 um 15:38 Uhr

Flüchtender schleift Polizisten mit, verletzt ihn schwer und bekommt Bewährungsstrafe“Allerletzte Chance” für polizeibekannten Straftäter

Auch hier haben wir wieder ein Beispiel, wie gefährlich alltägliche dienstliche Situation sein können. Was als ein Streit unter Ex-Partnern angefangen hat, endete mit schweren Verletzungen für einen der Polizisten. Jetzt wurde der Täter zur “Verantwortung” gezogen, wenn man das so nennen kann.

Es war Mittwoch der 29. März dieses Jahres. Die 18-jährige Ex-Freundin des Straftäters hatte bei der Polizei in Marl (Nordrhein-Westfalen) eine Anzeige wegen Bedrohung und Nachstellung gegen ihren Ex-Freund erstattet. Bei einer Gefährderansprache wurde dem 23-jährigen Marler durch die Polizisten klar gemacht, dass er sich seiner Ex-Freundin nicht mehr zu nähern habe.

Bei Hubschrauberabsturz schwer verletzt: Polizistin bekommt für Amputation kein Schmerzensgeld

10. August 2017 um 21:11 Uhr

Bei Hubschrauberabsturz schwer verletzt: Polizistin bekommt für Amputation kein SchmerzensgeldEinige von euch können sich sicher noch an den Hubschrauberabsturz vor vier Jahren erinnern. Die Bundespolizei führte am 21. März 2013 eine Übung durch, bei der mehrere Hubschrauber auf dem Maifeld am Berliner Olympia Stadion landen und Einsatzkräfte absetzen sollten.

Am Boden befand sich Schnee und als die ersten beiden Hubschrauber gelandet waren verschwand der dritte Helikopter in einer aufgewirbelten Schneewolke. Danach kam es zum Kontakt zwischen dem ersten gelandeten Hubschrauber (einer EC155) und dem dritten (einer Super Puma) im Landeanflug. Der 40-jährige Pilot im ersten Hubschrauber war ums Leben gekommen und es gab neun zum Teil schwer Verletzte.

Polizist bei Einbrecherverfolgung geblitzt: Strafbefehl erhalten

4. August 2017 um 12:21 Uhr

Polizist bei Einbrecherverfolgung geblitzt: Strafbefehl erhaltenSo ist Polizeiarbeit nicht möglich!

Es ist klar, dass sich das Recht von Staat zu Staat unterscheidet, da Gesetzgebung und Rechtsprechung unterschiedlich arbeiten und verschiedenen politischen Einflüssen unterliegen. Doch über die folgende Angelegenheit kann man in den meisten Ländern außerhalb der Schweiz nur den Kopf schütteln. Denn sie erschwert die Polizeiarbeit auf fahrlässige Weise ganz enorm!

Im November 2015 hatte eine Einbrecherbande einen Bankomaten in Genf (Schweiz) geknackt und war anschließend in Richtung französische Grenze geflüchtet. Die Polizei wurde alarmiert und mehrere Patrouillen nahmen die Verfolgung auf.

Nach Hindernislauf entlassen: Polizist auf Probe täuscht Dienstunfähigkeit vor

25. Juli 2017 um 14:44 Uhr

Nach Hindernislauf entlassen: Polizist auf Probe täuscht Dienstunfähigkeit vorDa stellt man sich schon die Frage was den Kollegen geritten hat. Trotz Krankschreibung wegen einer Fußverletzung an einem Hindernislauf teilzunehmen, stellt schon die charakterliche Eignung in Frage.

Das Verwaltungsgericht (VG) Cottbus hatte zweifelsfrei festgestellt, dass der Polizist trotz Krankschreibung an einem 16 km langen Hindernislauf teilgenommen hatte. Eine Entlassung aus dem Probebeamtenverhältnis sei damit gerechtfertigt.

Der Dienstherr, das Land Brandenburg, erhob berechtigte Zweifel, dass der Beamte charakterlich geeignet sei für den Beruf des Polizeibeamten. Dies bestätigte nun das VG Cottbus. Durch seine eigenes Verhalten widerlegte er die Rechtmäßigkeit der Krankschreibung.

Nach Mordversuch auf Bundespolizist: Täter nach Jugendstrafrecht zu sechs Jahren Haft verurteilt

3. Juli 2017 um 11:34 Uhr

Nach Mordversuch auf Bundespolizist: Täter nach Jugendstrafrecht zu sechs Jahren Haft verurteiltDer nun 20-jährige Angeklagte hatte im April 2016 auf einen 42-jährigen Bundespolizisten am Bahnhof Ansbach (Bayern) mehrfach mit einem spitzen Gegenstand eingestochen. Daraufhin stürzte der Beamte die Treppe hinunter, wo er bewusstlos liegen blieb.

Die Schutzweste, die der Kollege trug, verhinderte wohl schlimmeres. Wir berichteten damals mit einem Zeugenaufruf.

Während des ganzen Prozesses äußerte sich der Angeklagte nicht zur Tat. Dafür hatte er bei Freunden, Mithäftlingen und vor einer JVA-Beamtin in der Untersuchungshaft mit der Tat geprahlt.

Mann starb bei Widerstandshandlung

29. Mai 2017 um 16:24 Uhr

Mann starb bei WiderstandshandlungObduktion beweist: Keine Gewalteinwirkung durch Polizisten

In der Nacht vom Samstag auf den gestrigen Sonntag kam es in Köln (Nordrhein-Westfalen) zu einer Widerstandshandlung eines Mannes. Dieser musste dann von Rettungskräften reanimiert werden, er verstarb dennoch später.

Nachbarn hatten die Polizei gegen 04:50 Uhr alarmiert, weil der 53-jährige Mann auf der Straße alkoholisiert randalierte. Er soll wohl auch mehrfach selbst gestürzt sein und sich hierbei mehrere Verletzungen zugezogen haben. Als Rettungskräfte und Polizisten in Bickendorf nahezu zeitgleich eintrafen, befand sich der Mann blutverschmiert auf dem Gehweg.

Da sich der Mann beharrlich weigerte, sich von den Rettungskräften medizinisch versorgen zu lassen, er aber offenbar nicht mehr in der Lage war eigenständig darüber zu entscheiden, wollten die Polizisten ihn der medizinischen Versorgung zuführen.

Charakterlich geeignet für den Polizeidienst? Ja oder nein?

21. Mai 2017 um 17:04 Uhr

Charakterlich geeignet für den Polizeidienst?Wir möchten diese Frage unseren Lesern stellen und eure Meinung dazu wissen. Und um es klarzustellen: Es geht nicht um die Bewertung der Gerichtsurteile oder der Entscheidung des Polizeipräsidenten, sondern um eure ganz persönliche Meinung zu diesem Thema, als Polizist oder als Bürger.

Der Spiegel hatte diese Woche über zwei Männer berichtet, die vor Jahren einen Fehltritt begingen. Die zwei Männer hatten sich für den Polizeidienst beworben, doch sie wurden nicht zugelassen aufgrund ihrer Fehltritte. Auch die Klage vor Gericht nützte den beiden nichts.

Nun zu den Gründen für den Ausschluss.

Zahl des Tages: 645 von 675 Ermittlungsverfahren eingestellt

24. April 2017 um 16:11 Uhr

Zahl des Tages: 645 von 675 Ermittlungsverfahren eingestelltViele haben noch die unfassbaren Bilder in Erinnerung, als im März 2015 das neue Gebäude der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main eröffnet wurde, als Gewalttäter (von manchem fast schon liebevoll “Protestler” genannt) durch die Stadt gingen und Rauchschwaden über der Skyline bedrohlich herzogen.

Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann hat nun auf eine Anfrage Bilanz gezogen und Zahlen genannt, die ebenso verstörend sind wie die Bilder, die sich manchem Kollegen, der sich dort im Einsatz befand, förmlich ins Gedächtnis eingebrannt haben.

Es wurden insgesamt 675 Ermittlungsverfahren eingeleitet, von denen mittlerweile 645 eingestellt wurden. Selbst innerhalb der Politik spricht man von einer “fatalen Aufklärungsquote”.

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