Schutzparagraf für Einsatzkräfte – JETZT!

28. März 2016 um 22:02 Uhr

Schutzparagraf jetzt!Sie verrichten ihren Dienst für die Allgemeinheit und handeln im Auftrag des Staates. Sie stehen im Fokus, wenn irgendwo etwas passiert und sie werden angegriffen, bespuckt, beleidigt, geschlagen, getreten und mit Gegenständen beworfen.

Ihre Aufgabe ist es zu schützen und zu helfen und sie sollen die öffentliche Ordnung gewährleisten. Einsatzkräfte haben eine schwierige Aufgabe und jeder Einsatz ist eine Herausforderung. Ihr Job ist schon schwierig genug und geht manchmal an die Grenzen dessen, was ein Mensch ertragen kann.

Einsatzkräfte tragen Uniformen, aber diese Uniformen sind kein Schutz. Eine Uniform schützt weder vor psychischen Belastungen, noch vor verbalen oder tätlichen Angriffen. Und seelisch oder körperlich verletzt werden die Menschen, die in dieser Uniform stecken.

Auslandseinsatz auf Lesbos: Die Arbeit mit den Flüchtlingen war kräftezehrend und ging unter die Haut

28. März 2016 um 18:48 Uhr

Auslandseinsatz auf LesbosDer 53-jährige Kriminalhauptkommissar Ulrich Suhr verrichtet seinen Dienst eigentlich in Vechta (Niedersachsen). Dort gilt er als Fingerabdruck- und Screeningexperte und diese Qualifikation wurde bei der Überprüfung und Identifikation der Flüchtlinge benötigt.

Auch wenn diese Auslandseinsätze größtenteils von der Bundespolizei geleistet werden, hatte sich Suhr freiwillig beworben. Auslandserfahrung hatte er bereits, so war er zweimal im Kosovo eingesetzt und verbrachte 18 Monate im Auftrag der EU in Bosnien-Herzegowina, wo er unter anderem als Gastdozent für Kriminaltechnik tätig war.

Seine Entscheidung für die freiwillige Bewerbung für den Auslandseinsatz auf der griechischen Insel Lesbos, wo sehr viele Flüchtlinge stranden, die sich aus der Türkei in Richtung Europa auf den Weg machen, begründet Suhr so: “Ich beschäftige mich schon lange sehr intensiv mit der Flüchtlingssituation. Ich wollte einfach helfen und mir vor Ort selbst ein Bild machen.”

Streifenteam wird von 15 Personen bedroht

28. März 2016 um 18:43 Uhr

Streifenteam bedrohtEs hätte ein Routineeinsatz werden sollen, der dann doch ein ganz anderes Ende nahm. Zum Glück wurde wenigstens niemand verletzt!

In Rosenheim (Bayern) wurde der Polizei eine Ruhestörung am Salzstadel gemeldet. Das eingesetzte Streifenteam konnte in der Nähe eine Gruppe Jugendlicher und Heranwachsender feststellen, die offenbar in Streit geraten waren.

Als die Polizisten schlichtend eingreifen wollten, wurden sie zunächst von einem 16jährigen mit Münzgeld beworfen und beleidigt. Der anschließenden Kontrolle versuchte sich der Jugendliche durch Flucht entziehen.

Sparmaßnahmen und Missstände bei der Polizei

26. März 2016 um 21:50 Uhr

Sparmaßnahmen gehen weiterEigentlich sollte man meinen, dass gerade jetzt, zu Zeiten des Terrors, würde die Polizei besser ausgestattet werden, doch Fehlanzeige. Die Sparmaßnahmen gehen unvermindert weiter:

So wie im Kreis Wesel (Nordrhein-Westfalen). Dort sollen die Beamten von den aktuell vorhandenen 120 Streifenwagen 30 abgeben. Doch damit ist dann nur noch der normale Streifendienst möglich. Ein einfaches mal losfahren um zu ermitteln, zu beraten oder zu betreuen ist dann nicht mehr gewährleistet. Das Land will mit dieser Maßnahme Kosten einsparen.

Warburg: Einsatz in Flüchtlingsunterkunft

25. März 2016 um 22:10 Uhr

Warburg

Öffentliches Theater in mehreren Akten

Am 9. März kam es in der Gemeinde Warburg (Nordrhein-Westfalen) zu einem Einsatz der Polizei in einer kommunalen Flüchtlingsunterkunft, der nicht nur medial große Aufmerksamkeit erhielt.

Wie sich mittlerweile herausstellt, geht es in dieser Geschichte um Lügen, künstliche Empörung, Drohungen, Forderungen und (mal wieder!) um ein zusammen geschnittenes Video, das lediglich das zeigen sollte, was beabsichtigt war.

Ein öffentliches Theater in mehreren Akten:

Polizeiseelsorge: Wenn Polizisten Hilfe brauchen

25. März 2016 um 16:28 Uhr

PolizeiseelsorgeAndreas Simbeck ist katholischer Polizeiseelsorger der bayerischen Polizei. Nachdem der heute 53jährige sich bereits früh in der Kirche engagierte, wurde er mit 25 Jahren, nach dem Theologiestudium, zum Priester geweiht. Ab 1992 wurde er nebenamtlicher Polizeiseelsorger. Seit zwölf Jahren ist er von allen kirchlichen Aufgaben befreit und als hauptamtlicher Seelsorger Angestellter der Polizei.

Zusammen mit einer evangelischen Kollegin kümmert er sich um die Polizeifamilie. Er nennt das “Notfallseelsorge nach innen”.

Sein Aufgabengebiet ist weitreichend und so vielfältig wie der Polizeiberuf: ein Kollege wird gemobbt, kann einen schwierigen Einsatz nicht verkraften, braucht einen Redepartner ohne befürchten zu müssen, dass die Informationen nach außen gelangen. Oder er hat eine Suchterkrankung, in all diesen Fällen können sich Polizisten an Simbeck wenden.

Aufmerksame 8-Jährige hilft Unfallflucht aufzuklären

25. März 2016 um 16:24 Uhr

8jährige klärt UnfallfluchtAm Donnerstagmorgen gegen 11.00 Uhr blieb ein achtjähriges Mädchen im Auto sitzen, als ihre Eltern in einem Supermarkt in Uhingen (Baden-Württemberg) einkaufen gingen. Aufmerksam beobachtet sie die Geschehnisse auf dem Parkplatz und beobachtete dabei, wie ein Peugeot gegen einen geparkten Mercedes fuhr und flüchtete.

Das Mädchen fand im Auto etwas zum Schreiben und notierte das Kennzeichen. Sie hat sich auch das Aussehen der Peugeotfahrerin gut gemerkt. Beides konnte sie der Polizei mitteilen, die daraufhin auch die Unfallverursacherin ermitteln konnte.

Polizist muss wegen geplanter Cannabis-Plantage ins Gefängnis

24. März 2016 um 22:02 Uhr

Polizist muss wegen geplanter Cannabis-Plantage ins GefängnisRegelmäßig berichten wir über Gerichtsurteile, bei denen Gewalttäter subjektiv milde verurteilt werden, obwohl sie Polizisten angegriffen haben. Ganz anders sieht es aus, wenn Polizisten eine Straftat begangen haben oder diese planten. Im folgenden Fall wird erkennbar, was man wohl unter “volle Härte des Gesetzes” zu verstehen hat:

Ein 24jähriger Flensburger Polizist wurde zu einer Haftstrafe verurteilt, weil er zusammen mit zwei weiteren Männern eine Cannabis-Plantage geplant haben soll. Aufgedeckt wurden diese Pläne, als bei dem 25jährigen Mittäter 2013 Utensilien für eine solche Plantage und 50 Hanfsamen gefunden wurden.

Zuerst informieren, dann erst kommentieren!

24. März 2016 um 18:54 Uhr

Erst informieren, dann erst kommentieren!Immer wieder tauchen kurze Videos und Bilder von Polizeieinsätzen auf, in denen man nicht weiß um welche Vorfälle oder welche Gegebenheiten es sich bei diesem Einsätzen gehandelt hat. Doch viele Menschen verurteilen diese Einsätze direkt mit negativen und entsetzlichen Kommentaren.

Als Beispiel nehmen hier mal einen Einsatz aus dem vergangenen Jahr, bei dem Polizisten auf einen Menschen schießen mussten. Schaut Euch doch mal die ersten 40 Sekunden bis 1 Minute davon an und stoppt dann das Video, zum Rest kommen wir später.

Urteil zu “Solidarität mit dem Polizistenmörder”: 8 Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung

23. März 2016 um 19:05 Uhr

Urteil zu IndymediabeitragOstersamstag Benefizspiel für Angehörige der Polizisten

An Heilig Abend 2015 wurde bei einem Messerangriff ein Polizist im hessischen Herborn getötet, sein Kollege wurde schwer verletzt. Die Anteilnahme war überwältigen, allerdings gab es auch andere Stimmen im Netz. So forderte ein Schreiber unter dem Pseudonym “zeiti” auf einer linksextremen Plattform “Solidarität mit dem Polizistenmörder”. Wir berichteten.

Im Januar dieses Jahres konnte der Autor aus Mainz (Rheinland-Pfalz) ermittelt werden. Es wurden Beweismittel sichergestellt und es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung und Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener eingeleitet.

Heute fand vor dem Amtsgericht im hessischen Dillenburg die Hauptverhandlung statt, die 30 Polizisten und mehrere Angehörige des getöteten Beamten vor Ort verfolgten.

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