„Verkehrsunfall eingeklemmte Person“

8. September 2016 um 01:36 Uhr
„Verkehrsunfall eingeklemmte Person“

Bild: Matthias Böhl via Facebook

Nüchtern und steril klingt diese Meldung. Und doch ist sie viel mehr als das, viel mehr als nur eine Meldung. Was steckt hinter so einer „Meldung“? Insbesondere stecken Schicksale dahinter. Nicht nur die der Betroffenen Verkehrsteilnehmer, sondern auch pro Beteiligtem etwa 100 weitere. Die der Familien, der Arbeitskollegen, der Lebenspartnerinnen und –partner, der vielen, vielen Freunde, die der Vereinskollegen, der Nachbarn und Bekannten. Die der Schulkollegen, die des Jahrganges, der Dorfbevölkerung und die aller, die jetzt in dieser Aufzählung vergessen wurden.

Und es stecken nicht nur Schicksale dahinter, es steckt auch eine große, ineinander greifende Maschinerie dahinter, die versucht, die ihr anvertrauten Leben zu retten. Was bedeutet es, für jeden dieser „Beteiligten“, wenn diese nüchterne und sterile Meldung „Verkehrsunfall eingeklemmte Person“ geschrieben wird? Was geht dann in den Menschen vor?

Wo fängt der „Verkehrsunfall eingeklemmte Person“ an? Der beginnt natürlich bei den betroffenen Verkehrsteilnehmern.

Fehlendes Personal und Mehrbelastung: Polizisten dürfen ihre Arbeitszeit nicht reduzieren

7. September 2016 um 21:58 Uhr

Polizisten dürfen ihre Arbeitszeit nicht reduzierenDer Schichtdienst ist über die Jahre hinweg eine gesundheitliche Belastung. Das ist eine wissenschaftliche Binsenweisheit und manch einer wird entweder krank oder möchte aus eigener Vorsorge die Belastung reduzieren, z.B. durch Verringerung der Wochenarbeitszeit.

Dies wird jedoch den Tiroler Polizisten zumeist verwehrt. Begründung: fehlendes Personal und die Mehrbelastung. 1.940 Beamte befinden sich im Dienste Tirols (Österreich) und die haben im Jahr 2015 447.000 Überstunden angehäuft. Österreichweit sind dies sogar 6,5 Mio. Überstunden.

Auch wenn Tirol so viele Polizeischüler einstellt wie schon lange nicht mehr, aktuell sind dies 225, ist die Polizei dennoch unterbesetzt. Möchte ein Polizist aus gesundheitlichen Gründen seine Wochenarbeitszeit reduzieren, wird dies in aller Regel abschlägig beschieden.

Sind Polizisten wegen ihrer Uniform keine Menschen?

6. September 2016 um 21:45 Uhr

Sind Polizisten wegen ihrer Uniform keine Menschen?Immer öfters kommt es vor, dass Menschen in Bezug auf Polizeibeamte kein Mitgefühl haben oder zeigen, ihnen respektlos und mit Gewalt begegnen. Menschen, die nach Hilfe gerufen haben, richten sich plötzlich gegen die Beamten.

Irgendwie passt das alles nicht mehr in das Bild, dass zum Pro-Mensch sein gehört, zu einem Miteinander und der Menschlichkeit gehört. Es sei denn der Mensch in der Uniform wird vergessen, er wird auf die Uniform und die Institution reduziert.

Wenn man keinen Mensch mehr in der Uniform sieht, hat man auch kein schlechtes Gewissen mehr und kann bedenkenlos mit verschieden Formen von Gewalt agieren. So ist etwa ein geworfener Brandsatz auf einen Polizisten vom Gefühl her nur eine Sache, die man beschädigt hat, und nicht einen Menschen dem man Brandwunden oder schlimmeres zugeführt hat und in Kauf genommen hat, dass diese dabei ihr Leben verlieren können.

16jährige bedroht Polizisten mit Messer und führt to do-Liste mit – 14jährige hatte 2,75 Promille Atemalkohol

6. September 2016 um 19:03 Uhr

To do-ListeAm vergangenen Sonntagnachmittag kontrollierten Beamte der Bundespolizei am Kieler Hauptbahnhof zwei junge Mädchen. Das jüngere Mädchen machte auf die Polizisten einen alkoholisierten Eindruck und war bereits durch andere Vorfälle polizeibekannt.

Die Mädchen wurden auf die Wache begleitet und sollten dort weitergehend kontrolliert werden. Ein Rucksack, den die Mädchen mitführten, wurde nach Identitätspapieren durchsucht. Hier konnten die Polizisten neben Einbruchswerkszeug und einem vorbereitetet Joint auch eine merkwürdige to do-Liste vorfinden.

Polizei rettet acht Personen aus Seenot am Neusiedler See

6. September 2016 um 18:58 Uhr

Polizei rettet acht Personen aus Seenot am Neusiedler SeeVorgestern Abend baute sich im Bereich Rust und Mörbisch am Neusiedler See (Österreich) innerhalb kürzester Zeit eine massive Gewitterzelle auf. Es galt eine Sturmwarnung der Landessicherheitszentrale Burgenland und die Gewitterzelle tobte sich mit heftigen Regenfällen, Hagel und Sturm aus.

Ab etwa 18 Uhr gingen mehrere Notrufe bei der Polizei über in Seenot geratene Personen ein. Trotz des schlechten Wetters begaben sich Polizisten mit dem Polizeiboot Rust 1 auf die Suche nach den Personen und konnten diese an der Gemeindegrenze Mörbisch-Rust im Neusiedler See ausfindig machen.

Dort befanden sich drei Segelboote mit jeweils zwei Personen Besatzung, die ganz offensichtlich in Schwierigkeiten waren. Die sechs Personen wurden von den Polizisten in Sicherheit gebracht.

Bei ihrer weiteren Nachsuche konnten die Beamten ein gekentertes Boot feststellen, jedoch waren keine Personen feststellbar. Daher wurde ein Polizeihubschrauber angefordert.

Weiterhin konnten im Schilf zwei Personen ausfindig gemacht werden, die ebenfalls Hilfe benötigten. Auch diese nahmen die Polizisten auf und brachten sie in Sicherheit. Wie sich herausstellte, war die Besatzung des gekenterten Bootes bereits durch Mitarbeiter einer Segelschule an Land gebracht worden.

http://www.polizei.gv.at/bgld/presse/aussendungen/presse.aspx?prid=43633867444A5A686861493D&pro=0

Klasse gemacht, liebe Kollegen!

Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Sachbeschädigung: Berufungsinstanz halbiert Strafe

6. September 2016 um 18:41 Uhr

Berufungsinstanz halbiert StrafeIn Dinslaken (Nordrhein-Westfalen) war es zu einem Fall von häuslicher Gewalt gekommen, infolge dessen zwei eingesetzte Polizisten verletzt wurden. Nachdem der Angeklagte gegen das Urteil in erster Instanz Berufung eingelegt hatte halbierte das Gericht in zweiter Instanz die Geldstrafe.

Bei dem Einsatz kam es zu einem Gerangel zwischen mehreren Beteiligten. Die einschreitenden Beamten setzten Pfefferspray ein, was aber keine Wirkung zeigte. Dann zog der Täter dem 30jährigen Polizisten den Pullover über den Kopf und schlug ihn. Der Polizist trug hierdurch eine Prellung des Jochbeins und Kratzer davon.

Mit Polizeischülern besetzter Reisebus fährt auf Stauende auf: Ein schwer und ein leicht verletzter Polizist

6. September 2016 um 18:37 Uhr

Heute Mittag ist es gegen 11:30 Uhr auf der A1 bei Ahlhorn (Niedersachsen) zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Reisebus und einem Lkw gekommen, bei dem zwei Polizisten verletzt wurden.

Wie berichtet wird, war der Reisebus, mit 22 Polizeischülern aus Eutin in Schleswig-Holstein, ihrem Fachlehrer und dem Busfahrer besetzt, in Richtung Osnabrück unterwegs und wollten zu einer Fortbildungsmaßnahme nach Köln (Nordrhein-Westfalen). Kurz nach der Tank- und Rastanlage Wildeshausen befand sich eine Tagesbaustelle, wodurch der Verkehr stockte.

Ein voraus fahrender unbeladener Sattelzug bremste deswegen ab. Der nachfolgende 49jährige Fahrer des Reisebusses erkannte die Situation zu spät und fuhr auf den Sattelzug auf.

Polizisten berichten: Intimer Einblick in die Polizistenseele

5. September 2016 um 12:32 Uhr

“In Zeiten von Amokläufen und Terroranschlägen entdeckt die Gesellschaft ihre Liebe zur Polizei. Aber wie geht es eigentlich den Streifenbeamten, Kriminalkommissaren und Einsatzleitern – jenen Menschen, die auf uns aufpassen sollen”, so beginnt das Dossier der Zeit unter der Schlagzeile “Achtung, hier spricht die Polizei!”.

Und weiter unten heißt es: “Aber wer ist das eigentlich, die Polizei? Wer hat jemals Polizisten wirklich reden hören, mehr als Sätze wie “Bitte machen Sie die Straße frei”, “Was möchten Sie denn melden?” oder “Pusten Sie mal”? Polizisten sind wie Statuen im öffentlichen Raum: sichtbar – aber scheinbar ohne Innenleben.”

Die Zeit hat Polizisten aus dem Raum Hannover daher interviewt, Notrufmitschnitte durchforstet, alles mit dem Augenmerk, den Polizisten ein Gesicht zu geben, ihre Gedanken und Ängste nieder zu schreiben.

Vier Verletzte bei Zusammenstoß von Rettungswagen und Streifenwagen auf Einsatzfahrt

5. September 2016 um 12:29 Uhr

Gestern Abend gegen 18 Uhr kam es in Neuss (Nordrhein-Westfalen) zu einem Zusammenstoß eines Rettungswagens und eines Streifenwagens, die sich beide auf einer Einsatzfahrt befanden. Alle Besatzungsmitglieder wurden verletzt, zudem entstand beträchtlicher Sachschaden.

Wie es heißt, war der Streifenwagen, ein VW Transporter, auf einer dringenden Einsatzfahrt mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn auf der K20 in Richtung Rosellen unterwegs. Als diese die Kreuzung K20/K30n überqueren wollten, kam von rechts ein Rettungswagen, der ebenfalls mit Sondersignal zu einem Einsatz unterwegs war.

In den Dienst versetzt: Polizist verhindert möglichen Messerangriff zwischen Jugendlichen

3. September 2016 um 14:48 Uhr

In den Dienst versetzt: Polizist verhindert möglichen Messerangriff zwischen JugendlichenVorgestern Abend befand sich ein Beamter der Bundespolizei Bremen auf dem Heimweg vom Dienst und verhinderte hierbei möglicherweise Schlimmeres.

In der Innenstadt von Leer (Niedersachsen) war es zunächst zu einem verbalen Streit zwischen zwei Jugendlichen gekommen. Als die Auseinandersetzung dann tätlich wurde, flüchtete der 16jährige in Richtung Bahnhof.

Als dann etwas später der Kontrahent ebenfalls am Bahnhof erschien und ein paar Freunde mitgebracht hatte, hinderten sie den 16jährigen daran einen Zug zu besteigen, als dieser dann ein Messer zückte und damit seine Verfolger bedrohte.

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