Angestellte sollen Personallücke bei Bremer Polizei schließen

23. Februar 2016 um 17:52 Uhr

Angestellte füllen PersonallückeFür die Dauer der nächsten zwei Jahre sollen Angestellte die Personallücke in Bremen schließen. Nach dem Motto, es müssen nicht immer Vollzugsbeamte sein, um alle Aufgaben der Polizei zu erledigen.

Hinter dieser Überlegung steckt die einfach gelagerte Verwaltungsarbeit, die Absicherung von Tatorten oder die Verkehrsregelung bei Werder-Heimspielen usw., die auch Angestellte im Polizeidienst übernehmen könnten. Auch verschiedene Spezialaufgaben, wie etwa die Auswertung von Mobilfunkdaten, das Fuhrparkmanagement oder auch die Besetzung der Pressestelle, sowie einfache Ermittlungsaufgabe, Aufnahme von Anzeigen oder das Entgegennehmen von Notrufen. Das alles wären Aufgaben die nicht wirklich Polizisten leisten müssten.

Ein Unternehmer aus Neuss verschickt 2500 Dankesbriefe an die Polizei

21. Februar 2016 um 00:26 Uhr

2500 DankesbriefeDer Unternehmer Mohammadi Akhabach aus Neuss (Nordrhein-Westfalen) wollte seine Dankbarkeit der Polizei mitteilen, jedoch fand er eine E-Mail zu unpersönlich und so setzte er ein Schreiben auf, kopierte dieses 2500 Mal und verschickte diese an 2500 Polizeidienststellen.

Auf die Idee kam er aufgrund einer Begegnung mit einer Polizistin, die ihn zum Nachdenken brachte.

“Wir bedanken uns beim Bäcker, beim Metzger – warum bedanken wir uns nicht bei der Polizei”, so Akhabach.

Mal wieder: Ein Video und die Folgen

21. Februar 2016 um 00:22 Uhr

Ein Video und die FolgenGestern kam es zu einem Zwischenfall im sächsischen Clausnitz. Ein Bus mit Asylbegehrenden traf an der dortigen neu eingerichteten Unterkunft ein und wurde von einem 100 Mann starken Mob empfangen, der “Wir sind das Volk” skandierte und den Bus an der Weiterfahrt hinderte.

Nun macht ein Video die Runde, gerade einmal eine gute Minute lang. Darauf zu sehen ist, wie ein Polizist einen jungen Flüchtling aus dem Bus zerrt und in die Unterkunft bringt. Der Shitstorm, seit dem das Video öffentlich wurde, der über die Polizei hereinbrach, ist enorm.

Um es gleich vorweg zu nehmen: wir waren nicht dabei und maßen uns nicht an, über das Vorgehen des Kollegen zu urteilen.

Ist es nicht sehr einfach das Fehlverhalten anderer anzuprangern und nicht zu differenzieren?

21. Februar 2016 um 00:13 Uhr

Differenzieren bei FehlverhaltenFehler von einigen Personen werden sehr häufig auf die ganze Institution gemünzt und manchmal hat man auch einfach nur einen schlechten Tag und wem ist es dann nicht auch schon passiert, dass gewisse Erlebnisse einen richtig genervt haben:

die Mülltonne wurde nicht geleert (blöde Müllabfuhr), das Essen im Krankenhaus war mies (blödes Krankenhaus), man wurde auf der Strasse angehalten (blöde Polizei), der Postbote hat den Abholzettel nicht in den Briefkasten geworfen (blöde Post), das Produkt im Laden ist ausverkauft (blöder Supermarkt).

Ok das sind ärgerliche Momentaufnahmen, die jeder kennt. Am nächsten Tag sieht die Welt wieder anders aus und man grüßt den Postboten, man geht wieder in den Supermarkt und im Grunde kann man differenzieren – man war nur im Moment wütend, weil es einen direkt betraf.

Wachpolizei: Halb-Polizei, Cops light, Billigstreife?

19. Februar 2016 um 16:12 Uhr

WachpolizeiDer Personalmangel bei der Polizei ist regelmäßig Thema auf dieser Seite und wird es wohl auch weiterhin bleiben. Gestern berichteten wir darüber, dass auch 2016 der Personalkörper weiter schrumpfen wird. Manche Bundesländer gehen, anstatt mehr Polizisten einzustellen, einen anderen Weg.

Um schnell und billiger an neues Personal zu kommen, bilden manche Bundesländer Wachpolizisten aus. Schnell muss es gehen, denn angesichts der aktuellen Einsatzlage schafft die Polizei es kaum noch den regulären Betrieb aufrecht zu halten.

In Sachsen zum Beispiel kommen zum üblichen Fußball-, Demo- und Ermittlungsgeschäft nun die Pegida-Demonstrationen und die Flüchtlingskrise hinzu. Zu letzterem gehören zudem noch Auseinandersetzung in und vor den Unterkünften der Asylbewerber dazu. Die Überforderung war in Freital und Heidenau überdeutlich.

Die Mär von mehr Personal bei der Polizei – Nur Bayern stellt mehr ein und prüft neuen Ausbildungsstandort in Kaserne der Bundeswehr

19. Februar 2016 um 15:52 Uhr

Staatsminister prüft Ausbildung in Kaserne

Bild: PNP

Kürzlich hatten wir eine Karte veröffentlicht, auf der das Polizeipersonal pro 100.000 Einwohner in Deutschland dargestellt wurde. Hier wurde deutlich, dass insbesondere in den westlichen Bundesländern, mit Ausnahme von Bayern, akuter Personalmangel herrscht. Dies bedeutet jedoch nicht, dass im Osten Deutschlands eitel Sonnenschein besteht.

Wie eine Umfrage bei den 16 Landesministerien, die für die Innere Sicherheit zuständig sind und damit für die Polizei, ergab, wird auch 2016 weiter gespart. Bereits in den vergangenen Jahren ist der Personalkörper in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg stark geschrumpft. Aber auch in Rheinland-Pfalz und im Saarland nahm die Personaldecke ab.

Schaden zufügen ist schwach! Schwächere schützen: DAS ist Stärke!

19. Februar 2016 um 15:45 Uhr

Schwächere schützenFür alle Uniformträger eine alltägliche Sache und Aufgabe – egal aus welchem Bereich!

Aber um für andere da zu sein und sie zu schützen, bedarf es nicht einmal eine Uniform, denn das sollten alle beherzigen!

Und nicht vergessen: auch die STARKEN sind nur begrenzt belastbar und brauchen Unterstützung!

In diesem Sinne – passt aufeinander auf und vor allem gilt es:

Immer Mensch bleiben!

Wenn Polizisten selbst Hilfe brauchen

17. Februar 2016 um 22:11 Uhr

Wenn Polizisten Hilfe brauchenIm Laufe des Berufslebens eines Polizisten ereignen sich viele Dinge, an die er sich, noch Jahre später, zurück erinnert wird. Manche Dinge werden ihm ein Lächeln aufs Gesicht zaubern, andere werden ihm, selbst mit vielen Jahren Abstand, noch den Puls in die Höhe treiben und die Hände feucht werden lassen. Manches nicht nur die Hände…

Der Pressesprecher der Polizeidirektion Hochtaunus (Hessen), Siegfried Schlott, hat drei Schülerinnen der Feldbergschule in Oberursel Rede und Antwort gestanden, und dabei einen höchst persönlichen Einblick in das Dienst- und Gefühlsleben eines Polizisten gegeben.

Schlott war nicht schon immer Pressesprecher, er hat selbst 20 Jahre lang den Dienst auf der Straße geleistet und weiß wovon er spricht.

ACAB – Recht: anders

16. Februar 2016 um 22:53 Uhr

AC-AB in den NiederlandenWir hatten im vergangenen Jahr darüber berichtet, dass das Bundesverfassungsgericht entschieden hatte, dass es gegenüber der Polizei keine Kollektivbeleidigung gibt. Verwendet ein Täter z.B. die Abkürzung “ACAB” (steht für “All Cops Are Bastards”) oder “FCK CPS” (Abkürzung für “Fuck Cops”), muss er schon einen einzelnen Polizisten oder eine eng umgrenzte Gruppe von Polizisten angesprochen haben.

In dem Urteil ging es damals um eine Jugendliche, die ein T-Shirt mit dem Aufdruck “FCK CPS” trug, woraufhin sie von den Polizisten wegen Beleidigung angezeigt wurde. Das höchstrichterliche Urteil stellte klar, dass dies keine Straftat war.

So sieht es im deutschen Recht und in der Rechtsprechung aus.

Widerstand gegen Polizei und behördlichen Vollzugsdienst: Ohr abgebissen

15. Februar 2016 um 16:38 Uhr

Ohr abgebissenDie tägliche Gewalt gegen Polizisten ist (leider!) schon oft Thema auf unserer Seite gewesen. Ein besonders krasser Fall ereignete sich gestern in Stuttgart (Baden-Württemberg), bei dem der Gewalttäter auch nicht unterschied, welche Uniform die Einsatzkräfte trugen.

Mitarbeiter des gemeindlichen Vollzugsdienstes beobachteten in Stuttgart Mitte eine Schlägerei vor einer Kneipe. Als die beiden Bediensteten im Alter von 41 und 54 Jahren dazwischen gehen wollten, schlug der 34jährige Gewalttäter dem 41jährigen zunächst gegen den Kopf und im Verlauf der weiteren Widerstandshandlung biss er dem 54jährigen das rechte Ohr ab.

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