Lübecker Polizei stellt Präventionsarbeit aufgrund Überlastung ein

21. September 2015 um 15:00 Uhr

Ueberlastete-Polizei-stellt-Praevention-ein

Überlastete Polizei stellt Prävention ein (Bild: dpa via LN Online)

Die Lübecker Polizei (Schleswig-Holstein) steht personell am Ende ihrer Kräfte und ist daher gezwungen, die bisherige Präventionsarbeit zum 1. Oktober einzustellen.

9 Beamte waren bislang für diese Aufgabe eingeteilt und klärten u. a. Kinder über die Gefahren des Straßenverkehrs auf oder warnten vor Drogen- und Alkoholkonsum in Form von Beratungen und Vorträgen.

Da die Polizei Lübeck aufgrund der ankommenden Flüchtlinge sämtliche Kräfte für diese neue Aufgabe benötigt, bleibt personell keine Möglichkeit, die bisherige Prävention weiter durchzuführen.
Es handele sich, so der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Jörn Löwenstrom, um eine „komplette Überlastung“. Auch der geplante Abbau von 282 Stellen bis zum Jahr 2019 passe nicht zur momentanen schwierigen Situation, in der sich die Polizei befindet.

Schreibt uns eure Erfahrungen: Wie geht ihr mit den täglichen Erlebnissen und Bildern im Umgang mit Flüchtlingen um?

21. September 2015 um 14:53 Uhr

Erfahrungen_FluechtlingeTäglich werden neue Umstände zu Unterkünften, über ankommenden Flüchtlinge usw. in der Presse berichtet.
Man liest über Einsatzkräfte die an ihr Limit und darüber hinaus gehen, aber auch über Hilfsorganisationen und Menschen die helfen oder helfen möchten.

Wir möchten Euch die Möglichkeit geben, Euch hier auszutauschen. Einen Dialog zu führen um Bilder zu verarbeiten, aber auch anderen Menschen die Möglichkeit zu geben, Einblicke zu erlangen, in das, wofür Ihr täglich an Eure Grenzen gelangt.

Molotowcocktails auf Streifenwagen und Dienststelle in Köln geworfen

20. September 2015 um 21:44 Uhr

Molotow_KoelnSteinwürfe auf Polizisten, ein verletzter Beamter

Am späten Freitagabend haben Unbekannte mehrere Molotowcocktails in Richtung der Wache in Köln-Porz geworfen, die jedoch nicht zündeten. Ein Tatzusammenhang mit einem Ereignis vom selben Nachtmittag wird derzeit geprüft.

Angreifer verletzt Polizistin mit Messer lebensgefährlich, wird niedergeschossen und stirbt

17. September 2015 um 16:58 Uhr

Polizistin_BerlinHeute Morgen kam es im Berliner Stadtteil Spandau zu einem folgenschweren Angriff auf eine Polizistin, bei der die Schusswaffe eingesetzt wurde und der Angreifer verstarb.

Wie es heißt, seien heute Morgen gegen 9:48 Uhr mehrere Notrufe bei der Polizei eingegangen, dass an der Kreuzung Pichelsdorfer Straße Ecke Heerstraße ein offenbar verwirrter Mann mehrere Menschen mit einem Messer bedroht habe. Sofort wurden vier Streifenwagen zur Einsatzörtlichkeit entsandt.

++Breaking News++ Bundesinnenministerium verfügt Aufnahme von Grenzkontrollen

13. September 2015 um 20:18 Uhr

Breaking_Grenzkontrolle

Bundespolizei mit allen verfügbare Einheiten an deutsch-österreichischer Grenze im Einsatz

Bereits heute Nachtmittag gab es erste Gerüchte, dass seitens der Bundesregierung geplant werde, Grenzkontrollen wieder aufzunehmen. Nun ist die offizielle Bestätigung da.

Wie das Bundespolizeipräsidium in Potsdam mitteilt, habe das Bundesinnenministerium die Aufnahme von Grenzkontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze vorübergehend verfügt. Seite heute, 17:30 Uhr, führe die Bundespolizei Kontrollen an der Binnengrenze auf Grundlage des Schengener Grenzkodexes durch.

Heidenau: Ein Blick in die Zukunft der deutschen Polizei

1. September 2015 um 14:59 Uhr

Heidenau_Zukunft_Polizei Wir alle haben die Nachrichten aus Heidenau in den letzten Tagen verfolgt. Eine Asylbewerberunterkunft bzw. Erstaufnahmeeinrichtung, die belagert wird, vor denen Menschen demonstrieren, Besuche von hochrangigen Politikern. Aber auch Krawalle, Polizisten, die die Unterkunft beschützen müssen und hierbei selbst in Bedrängnis geraten.

Wir möchten allerdings nicht auf die Asylpolitik oder das eventuelle Vorhandensein rechten Gedankenguts eingehen. Thema unseres Blicks in die Zukunft soll die Polizei sein, zumindest das, was noch von ihr übrig ist.

Buchempfehlung: Die Gewaltfalle von Dieter Schäfer

14. August 2015 um 19:38 Uhr

Buchempfehlung: Die Gewaltfalle von Dieter SchäferPolizeidirektor Dieter Schäfer, Polizist mit Leib und Seele, versieht seinen Dienst in Mannheim. Ihn kann so schnell nichts erschüttern, aber die Vorfälle im September 2012 haben ihn, und viele anderen Kollegen ebenso, verändert. Schäfer war damals Einsatzleiter, als es in Mannheim am Rande des Kurdischen Kulturfestivals am 8. September zu massiven Ausschreitung gegen die Polizei kam.

“Ich bin jetzt 33 Jahre im Dienst und habe 2.000 Einsatzstunden bei Menschenansammlungen aller Art verbracht, darunter viele Problemeinsätze. Aber ich bin noch niemals von einer so massiven und gezielten Gewalt überrascht worden” sagte Schäfer, als sein Buch “Die Gewaltfalle” vorgestellt wurde.

Bereits am 1. September hatte die Veranstaltung mit einem langen Marsch der Kurdischen Jugend von Straßburg aus begonnen und sollte seinen Abschluss beim Kulturfestival in Mannheim haben. Bereits auf diesem Marsch kam es zu Tumulten und Verstößen gegen verschiedene Gesetze, die das Einschreiten der Polizei notwendig machten.

Versuchsfahrten in Freiburg: Polizei auf Segway-Streife

24. Juli 2015 um 12:58 Uhr

Versuchsfahrten in Freiburg: Polizei auf Segway-Streife

Bild: Polizeipräsidium Freiburg

In seiner Bachelorarbeit geht Polizist Steffen Irmlers der Frage nach, ob der Segway für die Polizeiarbeit geeignet ist. Hierfür haben zwei Beamte das Gefährt benutzt und waren an vergangen Freitag damit die auffallendsten Polizisten von Freiburg.

Die beiden balancierten mit einem Einpersonen-Transporter, einem Segway, durch die Innenstadt – zur Gaudi vieler Passanten, die stehenblieben und Handyfotos machten. Das elektrisch betriebene Fahrzeug gehört allerdings nicht zur normalen Ausstattung der Polizei.

Der Fahrversuch diente nur dem praktischem Teil von Steffen Irmlers Bachelorarbeit an der Hochschule für Polizei in Villingen-Schwenningen.
Dafür mietete er und sein Kollege Thomas Pauli zwei Segways und schlossen sich, vor- und zurückwippend, dem Mittagsdienst der B-Schicht des Reviers Nord an.

Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz spendet an Familie von getöteter Polizistin in Luxemburg

3. Juli 2015 um 17:47 Uhr

Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz spendet an Familie von getöteter Polizistin in Luxemburg

Bild: Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz

Wie wir im Juni berichteten, wurde die Polizistin Yasmine Grisius in Luxemburg bei einer Verkehrskontrolle umgefahren. Sie starb an ihren Verletzungen.

Nun haben Studierende und Bedienstete der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz 800 Euro eingesammelt und an den Lebensgefährten überreicht.

“Verlieren wir eine Kollegin oder einen Kollegen im Dienst, so ist jeder Einzelne von uns im Inneren tief beweg”, waren die Worte einer jungen Polizeikommissaranwärterin bei der Übergabe.

Zusammen mit den beiden Töchtern besuchte der Lebensgefährte den Campus der Hochschule. Er zeigte sich gerührt von so viel Hilfsbereitschaft über Ländergrenzen hinweg.

Innenministerkonferenz: Neuer Schutzparagraf 112 StGB oder Strafverschärfung des § 113 StGB? Ohne uns!

26. Juni 2015 um 18:51 Uhr

Innenministerkonferenz: Neuer Schutzparagraf 112 StGB oder Strafverschärfung des § 113 StGB? Ohne uns!Im April hatten wir noch über einen rechtlichen Vorstoß von Hessen berichtet. Der dortige Innenminister Peter Beuth hatte als Reaktion auf die Ausschreitungen anlässlich der EZB-Eröffung einen neuen Schutzparagraf 112 Strafgesetzbuch gefordert, durch den nicht nur Polizisten, sondern auch Mitarbeiter von Feuerwehr und Rettungsdiensten gegen gewalttätige Übergriffe im Dienste der Allgemeinheit geschützt werden sollten.

Momentan findet in Mainz (Rheinland-Pfalz) unter dem Vorsitz des dortigen Innenministers Roger Lewentz die Innenministerkonferenz (IMK) statt. Auf der Agenda stand unter anderem auch das Thema Schutzparagraf oder Strafverschärfung bei Widerstandshandlungen gegen Polizisten (§ 113 StGB).

Die IMK konnte sich weder auf einen Schutzparagraf, noch auf eine Strafverschärfung einigen und überlässt damit nicht nur Polizisten, sondern auch Feuerwehrleute und Rettungsdienstler rechtlich schutzlos den Angriffen ihres Gegenübers.

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