Wer nicht hören will, muss fühlen – oder Hochwasser vs. “Da komm ich noch durch” 1:0

7. März 2020 um 11:56 Uhr

Wer nicht hören will, muss fühlen - oder Hochwasser vs. "Da komm ich noch durch" 1:0

Bild: Polizei Bernkastel-Kues

Wir Polizisten hören viele Ausreden, wenn wir Autofahrer dabei erwischen, wie sie durch eine Straßensperre fahren oder dies gerne tun würden. “Ich fahre hier immer lang”, “Ich wohne da” oder “Ich muss aber da durch” sind nur ein paar Beispiele für Ausreden, warum man sich an die Anordnung hier nicht weiterzufahren nicht halte möchte.

“The karma strikes back” fällt einem unweigerlich bei dem folgenden Vorfall ein, bei dem ein Autofahrer meinte, die Straßensperre ignorieren zu können, diese zu umfahren und dann seine Fahrt unbekümmert fortzusetzen. Bis es dann überhaupt nicht mehr weiter ging.

Fiktive Polizeigeschichte: Sind sie da draußen um eine Katze zu retten?

6. März 2020 um 19:49 Uhr

Fiktive Polizeigeschichte: Sind sie da draußen um eine Katze zu retten?“ICH LASSE SIE NICHT LOS, WENN SIE NICHT LOSLASSEN!!!”

Ich denke kurz darüber nach, was ich gesagt habe und komme zum Entschluss, dass es nicht die beste Wortwahl war, wenn man bedenkt, dass er springen wollte.
Mist.

Meine Schweißperlen rinnen meinen Arm hinunter. Ich hänge gebeugt über der Fensterbank des offenen Fensters. Ein Mann mit braunen kurzen Haaren, gepflegt aussehendem Bart und einem gut sitzendem, schwarzen Anzug guckt provokant lächelnd an meinem Arm hängend zu mir hoch.
Er steht an einem schmalen Vorsprung eines Mehrfamilienhauses, der sich knapp 2 Meter unterhalb des Fensters, aber immer noch im 4. Stockwerk, befindet.

Wir trauern: Zielfahnder stirbt im Krankenhaus – Polizist verunglückt tödlich

4. März 2020 um 19:26 Uhr

Wir trauern: Zielfahnder stirbt im Krankenhaus - Polizist verunglückt tödlichWir müssen heute leider gleich über zwei Todesfälle in der Polizeifamilie berichten. In Hamburg starb ein Zielfahnder des Landeskriminalamtes (LKA) im Krankenhaus, über dessen Vorfall wir vergangenen Woche berichtet hatten und in Bayern verunglückte ein Polizist auf dem Weg zum Nachtdienst tödlich.

Heute vor einer Wochen berichteten wir euch von einer geplanten Festnahme in Hamburg, den Zielfahnder des LKA Hamburg zusammen mit Beamten aus Itzehoe (Schleswig-Holstein) vollstrecken wollten.

Während der versuchten Festnahme gab der Gesuchte mit seinem Auto Gas und verursachte offenbar absichtlich einen Verkehrsunfall mit einem Zivilfahrzeug des LKA. Der Fahrer des Zivilfahrzeugs, ein 57-jähriger Zielfahnder, wurde lebensgefährlich verletzt und musste reanimiert werden.

Aus dem Schießstand-Skandal nichts gelernt: Bereitschaftspolizisten giftigen Schadstoffen ausgesetzt

2. März 2020 um 19:55 Uhr

Aus dem Schießstand-Skandal nichts gelernt: Bereitschaftspolizisten giftigen Schadstoffen ausgesetztDie Sache hat frappierende Ähnlichkeiten mit dem in Berlin bekannt gewordenen Schießstand-Skandal, bei dem die Luftanlagen den Schießstaub zu den Schützen zurück bliesen, über Jahre hinweg, die Behördenführung jahrelang untätig blieb und dann Polizisten teilweise daran starben. Die Sache wurde ein Fall für den Staatsanwalt (wir berichteten mehrfach).

Zwar nicht so lange, aber dennoch sehr ähnlich, verhält es sich nun mit der Schadstoffbelastung in einer Unterkunft der Berliner Bereitschaftspolizei. Dort treten in der Direktion Einsatz am Standort Schulzendorf aus dem Boden giftige Schadstoffe aus, sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK).

Diese Schadstoffe kommen in Klebstoffen für Parkettböden vor und können neben Erbgutveränderungen und Gefährdung der Zeugungsfähigkeit auch Krebs verursachen. Zwar wurde in 2019 ein einziger der betroffenen Räume saniert, allerdings wurde die Sache nur verschlimmbessert.

Denn der alte Boden wurde nicht heraus gerissen, sondern ein anderer darüber angebracht, der die Schadstoffe eigentlich einschließend sollte. Die Arbeitssicherheit der Polizei hat nach der Sanierung im betroffenen Raum allerdings eine noch höhere Schadstoffbelastung gemessen als vor der Sanierung.

Nun wurde für den sanierten Raum eine Zugangsbeschränkung erlassen. Betreten dürfen ihn Schwangere, chronisch Erkrankte oder Beamte mit schwachem Immunsystem nicht mehr, für alle anderen wird die Schadstoffbelastung als ungefährlich angesehen. Alle anderen Räume, die ebenfalls belastet sind, dürfen auch weiterhin von jedem Mitarbeiter betreten werden.

Der Personalrat der Direktion Einsatz beschäftigt sich schon eine Weile mit dem Thema und hatte Ende Januar gefordert, dass zumindest alle belasteten Räumlichkeiten aus Fürsorgegründen geschlossen werden. Da dies bislang nicht geschehen ist, hat der Personalrat Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Die Sache wird, wie der Schießstand-Skandal, ein Fall für die Justiz.

Lebensrettung: Polizistinnen konnten einjährigen Jungen wiederbeleben

2. März 2020 um 12:07 Uhr

Lebensrettung: Polizistinnen konnten einjährigen Jungen wiederbeleben

Bild: Polizei Wien

Erste Hilfe rettet leben, deswegen ist es auch so wichtig, dass man weiß, was wann zu tun ist. Dazu gehören nicht nur eine einmalige Unterrichtung in den wichtigsten Grundkenntnissen und Techniken, auch eine regelmäßige Fortbildung sollte obligatorisch sein, damit man im Ernstfall nicht erst überlegen muss.

Und gerade wenn es Kinder betrifft, sind manche Dinge etwas anders als bei Erwachsenen. Dies wussten auch zwei Polizistinnen in Wien (Österreich), die zu Lebensrettern wurden. Als sie während ihrer Streifentätigkeit von Passanten wegen eines leblosen Kindes angesprochen wurden, schritten sie sofort zur Tat.

Die Mutter des einjährigen Jungen berichtete den Beamtinnen, dass ihr Bub im Kinderwagen zu krampfen begann und dann die Atmung völlig aufhörte. Die Polizistinnen Julia und Katharina (siehe Bild) wussten, jetzt zählt jede Sekunde und sie begannen sogleich mit der Reanimation.

Zeugenaufruf – Während Verkehrskontrolle: Polizistin angefahren, mitgeschleift und lebensgefährlich verletzt

29. Februar 2020 um 19:11 Uhr

Zeugenaufruf - Während Verkehrskontrolle: Polizistin angefahren, mitgeschleift und lebensgefährlich verletztSchlechte Nachrichten erreichen uns gerade aus der Schweiz, wo in der vergangenen Nacht eine Polizistin bei einer Verkehrskontrolle von einem Auto angefahren, mitgeschleift und lebensgefährlich verletzt wurde.

Wie die Staatsanwaltschaft und die Stadtpolizei Zürich gemeinsam mitteilen, hatte eine Zivilstreife der Stadtpolizei gegen 23 Uhr beabsichtigt einen SUV zu kontrollieren. Sie wiesen sich als Polizisten aus und forderten den Autofahrer auf, in die Kontrollstelle zu fahren und anzuhalten.

In Memoriam: Vor drei Jahren überfahren und getötet

28. Februar 2020 um 19:01 Uhr

In Memoriam: Vor drei Jahren überfahren und getötetHeute vor drei Jahren war es in Müllrose (Brandenburg) zu einem Tötungsdelikt gekommen. Ein 24-Jähriger stand im Verdacht seine 79-jährige Mutter getötet zu haben. Da sich der Tatverdächtige auf der Flucht befand, fahndete die Polizei nach ihm und richtete Kontrollstellen ein.

Am Mittag des 28. Februar 2017 näherte sich der Flüchtige einer Kontrollstelle im Ortsteil Oegeln, die von den Polizisten Torsten Krautz und Torsten Paul eingerichtet worden war. Der Flüchtige überfuhr die beiden Polizisten, sie verstarben an ihren schweren Verletzungen noch an Ort und Stelle. Nach kurzer Fahndung konnte der Tatverdächtige festgenommen werden.

Eskorte ins Krankenhaus: Anton wartet mit seiner Geburt auf Papa

28. Februar 2020 um 12:16 Uhr

Eskorte ins Krankenhaus: Anton wartet mit seiner Geburt auf Papa

Bild: Polizei Recklinghausen

Wir hatten schon über den ein oder anderen Fall berichtet, bei dem Polizisten als Geburtshelfer tätig wurden oder die werdenden Eltern ins Krankenhaus eskortierten. Einen ähnlichen Fall gab es nun auch in Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen), jedoch war der werdende Papa alleine unterwegs.

Allerdings hatte er es sehr eilig, was einer Streife nachts um kurz nach 3 Uhr nicht entging. Geschwindigkeitsbeschränkungen sind, wenn es nicht ein Zusatzschild anordnet, nicht an Uhr- oder Tageszeiten gebunden und so kontrollierten die Polizisten den eiligen Fahrer.

Der erklärte ohne Umschweife, dass er auf dem Weg ins Krankenhaus sei. Seine Frau warte dort schon auf ihn und die Geburt ihres Kindes stünde unmittelbar bevor. Und die wollte der Kontrollierte, schon ganz Papa, auf keinen Fall verpassen.

Bekenntnis zu denen, “die uns beschützen”: Straßen in Berlin Neukölln nach getöteten Polizisten benannt

27. Februar 2020 um 19:39 Uhr

Bereist vor knapp einem Jahr berichteten wir darüber, dass die Bezirksverordnetenversammlung von Berlin Neukölln zwei Straßen nach im Dienst getöteten Polizisten umbenennen werde. Das vorhaben war einstimmig auf Antrag der SPD, CDU und Grünen beschlossen worden.

Heute war es soweit. Die Straßenschilder wurden enthüllt und die Straßenzüge offiziell benannt. In Anwesenheit von Innensenator Andreas Geisel, Bezirksbürgermeister Martin Hikel, Polizeipräsidentin Barbara Slowik, dem Landespolizeiorchester und mehreren Polizisten sowie Angehörigen der getöteten Polizisten fand eine würdige Zeremonie statt, wie uns berichtet wird.

Innensenator Geisel sagte in seiner Ansprache: “Roland Krüger und Uwe Lieschied sind Teil unserer Stadt und werden es auch immer bleiben. Die Umbenennung drückt aus, dass wir solidarisch hinter denen stehen, die uns beschützen.” Der Bezirksbürgermeister ergänzte: “Der Schutz unseres Grundgesetzes ist ihr Beruf – und dieser Schutz wird immer wichtiger.”

Schwerer Verkehrsunfall bei Festnahme: Gesuchter rammt Streifenwagen – Polizist musste reanimiert werden

26. Februar 2020 um 19:44 Uhr

Schwerer Verkehrsunfall bei Festnahme: Gesuchter rammt Streifenwagen - Polizist musste reanimiert werdenGestern Abend wollten Polizisten in Hamburg einen Haftbefehl vollstrecken, als dieser Gas gab und offenbar absichtlich einen Verkehrsunfall herbeiführte, bei dem ein Polizist schwer verletzt wurde und reanimiert werden musste.

Wie die Polizei Hamburg mitteilt, habe die Polizei Itzehoe (Schleswig-Holstein) in einer gemeinsamen Aktion mit dem Landeskriminalamt Hamburg drei Haftbefehle gegen einen 29-jährigen Deutschen vollstrecken wollen.

Die Polizisten sichteten den Gesuchten an einer Bushaltestelle, wie er in seinem VW Phaeton saß. Das Fahrzeug stand zu diesem Zeitpunkt. Ein Beamter der Polizei Itzehoe konnte sich auf den Beifahrersitz begeben, um den Haftbefehl zu vollstrecken, als der Fahrer plötzlich Gas gab, wendete und stadtauswärts los fuhr.

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