Versuchter Mord: Justizvollzugsbeamter mit Rasierklinge von hinten angegriffen

29. Juli 2019 um 12:41 Uhr

Versuchter Mord: Justizvollzugsbeamter mit Rasierklinge von hinten angegriffenWir berichten hin und wieder über Vorfälle aus den anderen Blaulichtberufen und der folgende Fall zeigt, dass man auch im Justizvollzug jederzeit mit einem schweren tätlichen Angriff rechnen muss.

Wie die Staatsanwaltschaft Trier mitteilte, sei ein Beamter der Justizvollzugsanstalt (JVA) Wittlich von einem Gefangenen von hinten mit einer Rasierklinge angegriffen und schwer verletzt worden.

Der 21-Jährige hatte in der psychiatrischen Abteilung zur Morgentoilette um einen Rasierer gebeten, den er dann auch erhalten hatte. Später auf dem Weg zum Hofgang attackierte der Mann im Treppenhaus den Beamten von hinten mit der zuvor unbemerkt entfernen Rasierklinge und brachte dem Beamten eine 10 cm lange Schnittwunde am Hals bei.

Randalierer auf Schulabschlussfeier: Nach Festnahme versuchen 50 Jugendliche Dienststelle zu stürmen

27. Juli 2019 um 11:29 Uhr

Randalierer auf Schulabschlussfeier: Nach Festnahme versuchen 50 Jugendliche Dienststelle zu stürmenIn Bayern haben die Schulferien begonnen. Zum Ende der Schulzeit wurden die Zeugnisse ausgegeben und es fanden wie üblich die Schlussabschlussfeiern statt. Wie sonst jedes Jahr auch in Starnberg, wobei vor der Schule eine weitere private Feier stattfand. Soweit, so üblich.

Alles, was dann geschah, hat es in dieser Form noch nicht gegeben und ist irgendwie kaum zu glauben. Ein 15-Jähriger randalierte auf der Schulabschlussfeier herum und selbst der eingesetzte Sicherheitsdienst kam mit dem jungen Mann nicht mehr klar, so dass die Polizei alarmiert wurde.

Hund aus Tierheim entlaufen: Fellnase stellt sich bei der Polizei (unter die Dusche)

26. Juli 2019 um 11:51 Uhr

Hund aus Tierheim entlaufen: Fellnase stellt sich bei der Polizei (unter die Dusche)

Bild: Polizeipräsidium Aalen

Das Vertrauen der Bevölkerung ist groß. Immerhin über 80 Prozent der Deutschen vertrauen der Polizei und damit mehr als jeder anderen Behörde oder Institution. So mancher weiß auch ganz genau, wohin er sich wenden kann, wenn er nicht mehr weiter weiß.

So berichteten wir schon von Kindern, die gezielt zur Polizei gingen, weil ihnen beigebracht wurde, dass man dort Hilfe bekommt. Bei der folgenden Geschichte war es ein Hund, der einen Streifzug durch die Gegend machte und sich dann freiwillig bei der Polizei stellte – und zwar unter die Dusche.

Am vergangenen Dienstag meldete ein örtliches Tierheim dem Polizeirevier Crailsheim (Baden-Württemberg), dass dort ein kleiner brauner Hund entlaufen sei. Und da die Polizei öfter Hinweise auf freilaufende Haustiere bekommt oder selbst während der Streife einfängt, war es nur folgerichtig den Kollegen diesen Hinweis zu geben.

Absicherung eines Pannen-Lkw: Lkw kracht in Streifenwagen, Polizisten unverletzt, Lkw-Fahrer stirbt

25. Juli 2019 um 18:53 Uhr
Absicherung eines Pannen-Lkw: Lkw kracht in Streifenwagen, Polizisten unverletzt, Lkw-Fahrer stirbt

Bildmaterial: Polizei Göttingen

Bei Panne oder Unfall auf mehrspurigen Kraftfahrstraßen oder Autobahnen: Immer das Fahrzeug verlassen und nicht darin sitzen bleiben!

Diesen Grundsatz sollte sich jeder zu Herzen nehmen. Als erstes sollte man, soweit möglich, die Gefahrenstelle absichern. Das heißt Warnblinker einschalten, Warndreieck aufstellen, Warnweste anziehen und sich hinter die Leitplanke in den Grünstreifen stellen.

Das gilt nicht nur für alle Verkehrsteilnehmer, auch wir Polizisten sollten nicht aus Bequemlichkeit im Streifenwagen sitzen bleiben. Hätten die Kollegen das im folgenden Fall gemacht, wäre die Sache sicher völlig anders ausgegangen.

Auf der A7 bei Hildesheim (Niedersachsen) hatte ein Lkw einen Reifenplatzer. Der Fahrer stellte sein Gefährt auf die Standspur (Seitenstreifen) und eine Streife der Autobahnpolizei rückte aus, um die Gefahrenstelle abzusichern.

Als die Polizisten den Lkw erreicht hatten, stellten sie vermutlich mit eingeschaltetem Warnblinker und Blaulicht ihr Polizeifahrzeug auf dem rechten Fahrstreifen ab und begannen sofort mit der Absicherung. Noch während die Beamten ihre Warnbaken aufstellten, näherte sich ein weiterer Lkw.

Der Fahrer erkannte die Gefahrensituation scheinbar zu spät und kollidierte mit dem Streifenwagen. Durch die Wucht des Aufpralls schleuderte das Polizeifahrzeug herum und krachte gegen den Pannen-Lkw. Hierbei wurde der Fahrer des Pannen-Lkw zwischen Streifenwagen und Lkw eingeklemmt.

Der 36-jährige Lkw-Fahrer kam noch ins Krankenhaus, verstarb aber wenig später dort. Die Polizisten, die sich nur mit einem Sprung zur Seite retten konnten, blieben physisch unverletzt, erlitten aber einen Schock. Der 50-jährige Unfallfahrer blieb unverletzt.

Wir möchten uns gar nicht ausmalen, wie die Sache ausgegangen wäre, wenn die Kollegen nicht zur Seite gesprungen hätten springen können oder sich in der Nähe des Streifenwagens aufgehalten hätten…

Den Angehörigen des Verstorbenen gilt unser Mitgefühl. Den eingesetzten Kollegen wünschen wir eine gute Verarbeitung.

Tierrettung unter erschwerten Umständen: “Meine Spuren im Teer, die Dienstschuhe fehlen mir sehr”

25. Juli 2019 um 11:51 Uhr

Tierrettung unter erschwerten Umständen: "Meine Spuren im Teer, die Dienstschuhe fehlen mir sehr"

Bild: Polizeiautobahnstation Südhessen

Frei nach dem Lied Deine Spuren im Sand von Howard Carpendale haben wir die möglichen Gedanken der eingesetzten Kollegen wiedergegeben, die zu einer Tierrettung unter erschwerten Umständen gerufen wurden. Der Vogel konnte gerettet werden, dafür mussten die Dienstschuhe dran glauben.

Vorgestern Nachmittag rief eine besorgte Autofahrerin die Polizei auf den Plan. Auf der A5 zwischen dem Darmstädter Kreuz und Eberstadt hatte sie einen Vogel gesehen, der auf der Teerdecke quasi festzukleben schien.

Kinder und Tiere nicht im Fahrzeug lassen! Hundewelpen vor Hitzetod gerettet

23. Juli 2019 um 12:07 Uhr

Kinder und Tiere nicht im Fahrzeug lassen! Hundewelpen vor Hitzetod gerettetImmer dann, wenn die Temperaturen ansteigen, muss man auf etwas hinweisen, was eigentlich selbstverständlich sein sollte: Keine Kinder und Tiere im Fahrzeug zurück lassen! Auch dann nicht, wenn die Fensterscheiben etwas geöffnet sind. Die Kollegen in Speyer (Rheinland-Pfalz) mussten dennoch Hundewelpen vor dem drohenden Hitzetod retten:

Auf dem Festplatz in Speyer wurde am Sonntag, dem 21.07.2019, gegen 15:15 Uhr, ein geparkter PKW gemeldet, in welchem sich zwei ausgewachsene Hunde und vier Welpen aufhalten würden. Ausweislich des Parktickets waren die Tiere bereits ca. eine Stunde im Fahrzeug eingeschlossen.

Drei schwere Verkehrsunfälle: Insgesamt 8 Verletzte, darunter eine schwerverletzte Polizistin

22. Juli 2019 um 11:40 Uhr
Drei schwere Verkehrsunfälle: Insgesamt 8 Verletzte, darunter eine schwerverletzte Polizistin

Bild: Polizei Münster

In der vergangenen Woche ereigneten sich drei schwere Verkehrsunfälle, bei denen jeweils Polizeifahrzeuge beteiligt waren. Die Unfälle forderten insgesamt acht Verletzte, die Hälfte davon sind Polizisten. Eine Beamtin wurde sogar schwer verletzt.

 

Bereits am vergangenen Montag ereignete sich ein Verkehrsunfall in Sternberg (Mecklenburg-Vorpommern). Gegen 15:30 Uhr kollidierte ein Mercedes Vito mit einem Streifenwagen im Einmündungsbereich, weil der Mercedes-Fahrer die Vorfahrt des Polizeifahrzeugs missachtet hatte.

Verfolgungsdruck erhöht: Grossrazzia gegen offene Drogenszene

21. Juli 2019 um 11:07 Uhr

Verfolgungsdruck erhöht: Grossrazzia gegen offene DrogenszeneAm 19.07.2019 fand in Gifhorn (Niedersachsen) eine Razzia gegen die offene Drogenszene in Gifhorn statt. 300 Einsatzkräfte der Polizeien aus Gifhorn, Braunschweig, Hannover und Göttingen waren an dem Einsatz beteiligt.

Die Maßnahme wurde laut der Polizei Gifhorn nötig, da sich im Durchsuchungsgebiet in den letzten Monaten eine Art offene Drogenszene entwickelt hatte und es neben den Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz auch immer wieder zu Körperverletzungsdelikten und Diebstählen gekommen war. Die Polizei Gifhorn sah somit dringenden Handlungsbedarf.

Tragischer Einsatz: Flüchtiger stirbt nach Schusswaffengebrauch

20. Juli 2019 um 12:19 Uhr

Tragischer Einsatz: Flüchtiger stirbt nach SchusswaffengebrauchAuch wenn wir Polizisten wissen, dass wir unsere Dienstwaffe notfalls einsetzen müssen, um unser eigenes Leben zu schützen, ist es nie leicht, es tatsächlich zu tun. Wir möchten die Schwachen schützen, Leben bewahren. Doch manchmal geht es einfach nicht anders. Belastend bleibt so ein Einsatz allemal.

Einen solchen Einsatz hatte die Kantonspolizei Bern (Schweiz) vor wenigen Tagen, als sie einen Mann suchten, der in einer psychiatrischen Klinik untergebracht war. Die Pressemeldung hält hier keine Gründe für die Unterbringung fest. Es wäre alles möglich, von einer persönlichen Krise bis hin zum Wunsch dem eigenen Leben ein Ende zu setzen.

Reportage: Im Namen des Volkes – Justiz vor dem Kollaps?

19. Juli 2019 um 19:57 Uhr

Immer wieder berichten wir von Justizentscheidungen, die uns ratlos zurück lassen. Dabei ist es egal, ob es die Staatsanwaltschaften oder die Gerichte betrifft. Doch woran liegt das?

Wie die Polizei leidet auch die Justiz an chronischem Geldmangel, Personalmangel und schlechter Ausstattung. Selbst wenn die meisten Menschen in der Justiz bemüht sind, gute Arbeit zu leisten, haben sie oft einfach keine andere Wahl, als ressourcenschonend zu arbeiten. Auch wenn die Justizministerien das anders sehen (wollen), täuscht es nicht darüber hinweg, dass hier einiges im Argen liegt.

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