Gedanken einer Polizistin: Gibt es Rassismus bei der Polizei?

21. November 2020 um 19:39

Gedanken einer Polizistin: Gibt es Rassismus bei der Polizei?

“Ich schreib‘ einfach mal ‘frei Schnauze’. Die in jüngster Zeit an die Öffentlichkeit gekommenen, negativen Vorfälle können nicht Grund genug sein, um grundsätzlich der Meinung zu sein, die deutsche Polizei sei rassistisch.

Ich selbst (mit türkischen Wurzeln) könnte lediglich über 1 Fall (von all den 25 Dienstjahren) berichten – dieser Kollege ist schon längst suspendiert. Wir sind ein Querschnitt der Gesellschaft – Einzelfälle dürfen nicht dazu führen, dass alle Polizeiangehörige über einen Kamm geschoren werden.

“So muss sich die Hölle anfühlen”: Wiener Polizist berichtet von seinem Anti-Terroreinsatz

16. November 2020 um 19:38

Am 2. November fand der Terroranschlag in Wien (Österreich) mit vier Toten und 24 Verletzten statt. Eine Stadt wurde in Angst und Schrecken versetzt. Anwohner wie Passanten hatten Angst um ihr Leben, Angehörige bangten lange um ihre Lieben, bis die zumeist erlösende Nachricht kam.

Wie aber erging es den Polizisten, die eingesetzt waren, den Terroristen zu stoppen? Was dachten, was fühlten sie? Und wie empfanden sie die Begegnung mit dem Terroristen? Darüber gibt das Interview des 49-jährigen Gruppeninspektors Christian H. Aufschluss. Ein Auszug:

Die positive Geschichte: Von der Verkehrskontrolle zum Patchtausch

15. November 2020 um 20:16

Die positive Geschichte: Von der Verkehrskontrolle zum Patchtausch

“Ich bin heute den ersten Tag nach knapp 4, fast 5 Wochen ohne viel Pausen dazwischen endlich auf dem Heimweg vom Dienst (ich bin Soldat) in ein endlich mal wieder RICHTIGES Wochenende nur für mich, ohne viel Stress, natürlich mit Zwischenstopp bei einem Schnellrestaurant.

Entsprechend gut gelaunt, gepaart mit lauter Musik und der Vorfreude auf das anstehende Wochenende, bin ich über die Bundesstraße hinter einem schwarzen unscheinbaren Mercedes hinterher ‘geschlichen’ (80 erlaubt, 40 sind wir gefahren – meeeensch das neevt, ich möchte doch nur nach Hause). Vermutlich konnte er nicht einmal was dafür, da bin ich mir sicher, deshalb bin ich ruhig hinter ihm her, habe dann den Blinker rechts gesetzt und wollte abfahren – das tat auch der Mercedes, sehr zu meinem Leidwesen.

Buchvorstellung: Der nächste Einsatz: Geschichten aus dem Streifenwagen

2. Oktober 2020 um 11:46

Buchvorstellung: Der nächste Einsatz: Geschichten aus dem StreifenwagenWer würde nicht gerne mal Mäuschen spielen und im Streifenwagen sitzen, echte Einsätze erleben, erleben wie sich ein Polizist im Einsatz fühlt oder was er denkt? Das geht natürlich aus verschiedenen Gründen nicht, doch gibt es eine Möglichkeit diesem Erlebnis näher zu kommen.

Der ein oder andere Kollegen schreibt seine Erlebnisse nieder. Der eine nur für sich selbst, andere um das Erlebte zu verarbeiten. Manche Geschichten finden allerdings den Weg zum geneigten Leser, wie das folgende Buch. Den Autor möchten wir gerne sich selbst und sein Buch vorstellen lassen:

Mein Name ist Roman Osburg. Seit dem Jahr 2012 versehe ich meinen Dienst in der Berliner Polizei. Schon früh zog es mich nach Kreuzberg und dort erlebte ich Einiges.

Polizist=Mensch: Hilfe für eine einsame ältere Dame

25. September 2020 um 18:50

Polizist=Mensch: Hilfe für eine einsame ältere Dame

Bild und Text: Politie Ijsselmonde (Niederlande) via Instagram (Übersetzung durch uns)

Dieses Wochenende haben wir eine 95-jährige Frau getroffen, die sehr taub ist. Die Frau hat keine Familie oder Freunde und ist sehr einsam. Sie isst wenig oder nichts und hat keinen Anspruch auf Geselligkeit. Sie sitzt jeden Tag auf ihrem Stuhl am Fenster und schaut hinaus.

Als wir ankamen, lebte sie komplett auf, sie genoss es sehr und redete viel. In der Zwischenzeit war es Zeit fürs Abendessen und wir waren hungrig geworden. Die Dame war so abgemagert, dass wir fragten, ob die Dame mit uns essen wollte. Nun, sie wollte das wirklich, nach 25 Jahren aß sie zum ersten Mal wieder Pommes. Die Frau aß ihren Teller komplett leer.

Wir erkannten, dass die Dame dringend Hilfe brauchte. Madame kann nicht mehr auf sich selbst aufpassen und sie lebt in vollkommener Einsamkeit. Wir haben alles getan, um ein Pflegeheim zu organisieren.

Auf Streife mit Lothar Riemer: Die Mär vom Knöllchen

20. September 2020 um 20:07

Auf Streife mit Lothar Riemer: Die Mär vom Knöllchen

“Nun kommt er also doch noch – der Tagesordnungspunkt ‘Verkehrsstatistik’. Inbrünstig hatte ich gehofft, der Kelch gehe an uns in der Dienstgruppenleiterbesprechung vorüber. Doch weit gefehlt. Da gibt es kein entrinnen.

Nun werden sie also präsentiert, die Zahlen der geahndeten Verkehrsverstöße. Wie Hagelkörner prasseln sie auf uns Schichtleiter nieder. Man kann gar nicht umhin, von ihnen getroffen zu werden. Wer hat wie viel und vor allem welche Verkehrsverstöße geahndet.

Meine Dienstgruppe ist einmal mehr weit vom Klassenprimus entfernt. Eigentlich möchte ich aufstehen und gehen. Was sagen solche Zahlen denn aus? Aber der Druck wird von ganz oben nach unten durchgereicht.

Gastbeitrag von Lothar Riemer: Gebt den US-Cops eine Chance – ein Erklärungsversuch

21. August 2020 um 20:14

Gastbeitrag von Lothar Riemer: Gebt den US Cops eine Chance – ein Erklärungsversuch„Ich kann nicht atmen“, dieser Hilfeschrei des getöteten George Floyd führt derzeit in den USA zu gewaltsamen Protesten und Ausschreitungen. Denkmale werden beschädigt, verschmiert und oftmals zerstört. Eine Gewaltwelle erschüttert das Land und „Unter Beschuss“, im wahrsten Sinne des Wortes, dabei die Polizeibehörden der Vereinigten Staaten von Amerika.

Fast alle Medien hierzulande sind sich darüber einig, dass die Sicherheitsbehörden (u.a. State Police, Sheriffs Department oder Metropolitan Police) zu schlecht ausgebildet, zu rassistisch und zu gewalttätig seien. Dem möchte ich mit diesem Artikel entschieden widersprechen und eine Lanze für unsere Kolleginnen und Kollegen in den USA brechen.

Katzenrettung der besonderen Art

16. August 2020 um 19:18

Es gibt Einsätze, an die erinnert man sich noch lange. Dazu zählt ganz sicher auch diese Geschichte, die unsere Kollegen jetzt am Wochenende erlebt haben…

“Wir haben einen Einsatz bekommen, weil jemand eine Katze in einer kleinen Tasche entsorgt hatte. Die Katze lebte noch, war aber verletzt. Wir sind dann mit ihr zur Feuerwehr gefahren und wollten sie dort der Tierrettung übergeben. Vor Ort wollten wir sie schnell aus der winzigen Tasche befreien und in eine größere Box der Feuerwehr packen.

Doch dabei ist die Katze entwischt, unter den Streifenwagen und von dort aus in den Motorraum geflohen. Dort hat sie sich so gut versteckt, dass wir sie nicht mehr rausbekommen haben. Ein Löschzug der Feuerwehr kam gerade von einem Einsatz zurück und so kamen uns diverse Feuerwehrleute zur Hilfe. Doch: Keine Chance, die Katze herauszubekommen!

Gedanken einer Polizistin: Das LADG ist unmenschlich

15. August 2020 um 20:11

Gedanken einer Polizistin: Das LADG ist unmenschlichWochenlang ist über das Berliner Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) berichtet worden, nicht nur in Berlin, sondern bundesweit. Dieses Gesetz, das vordergründig zwar Diskriminierung verhindern soll, denjenigen, die glauben, sie seien diskriminiert wurden aber ein mächtiges Instrument in die Hand gibt.

Das Beweislast umkehrt, da nicht eine Behörde dem Polizisten nachweisen muss, dass er diskriminiert hat, sondern den Beamten in eine Dokumentation- und Rechtfertigungspflicht drängt, weil er beweisen muss, dass er nicht diskriminiert hat. Die Tatsache, dass seine Behörde das für ihn nachweisen muss täuscht nur darüber hinweg, dass der Beamte sich rechtfertigen muss, folgendes Disziplinarverfahren inklusive. Und es muss nicht zweifelsfrei diskriminiert worden sein, sondern überwiegend wahrscheinlich (PDF, § 7 LADG) sein.

Wir haben getan, was vermutlich keiner der Verantwortlichen getan hat und was wohl auch nicht gewollt ist. Wir haben uns mit einer Berliner Polizistin über das LADG unterhalten und sie gebeten uns ihre Gedanken dazu zu schildern:

Interview: Die Kollegen trauen sich nicht mehr einzuschreiten

8. Juli 2020 um 19:45

Ständige Vorwürfe wegen angeblicher “Polizeigewalt”, Videoaufnahmen im Netz, die nur das zeigen, was sie zeigen sollen, Rassismusdebatte, fehlender Respekt, Ruf nach Polizeibeauftragten. Was stellt das mit Polizisten an?

Diese Probleme gibt es nicht nur in Deutschland. Auch in Österreich ist man dieser Problematik ausgesetzt, mit Folgen für den täglichen Dienst, wie Polizist und Personalvertreter bei der AUF (Aktionsgemeinschaft Unabhängiger und Freiheitlicher), Uwe Mayer, berichtet.

So sagt er hinsichtlich des latenten Rassismusvorwurfs:

“Wegen des Vorfalls in Amerika werden nun alle Polizisten als Rassisten verunglimpft. Aber ich kann nur sagen: Für uns hat Verbrechen keine Farbe. Es zählt für uns der Paragraph, nicht die Hautfarbe und auch keine Partei.”

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