Gedanken von Fabio: ‘Wien ist anders’ …besonders als Dienstort!

27. Februar 2021 um 19:48

Gedanken von Fabio: 'Wien ist anders' ...besonders als Dienstort!

” ‘Wien ist anders’ …besonders als Dienstort!

In der geschichtsträchtigen 1,9 Millionen-Einwohner-Metropole kann man nämlich sehr viel erleben – sowohl Gutes aber auch sehr viel Schlechtes, wobei letzteres naturgemäß eben in den Aufgabenbereich der Blaulichtorganisationen fällt.

Wenn jemand Hilfe benötigt, kanns ja meistens nichts Schönes sein. Gerade die Notlage oder das Anliegen eines Mitmenschen sind jedoch wiederum einer der Beweggründe, weshalb ich Polizist bin. In Wien. Als Bursche vom tiefsten Land.

Gedanken eines Polizisten: Jeder spricht von Kontaktminimierung, du bei uns niemand

6. Februar 2021 um 19:59

Gedanken eines Polizisten: Jeder spricht von Kontaktminimierung, du bei uns niemandEs liegt in der Sache der Natur, dass während der aktuellen Coronapandemie Regeln und deren Einhaltung notwendig sind. Nicht jede Regel ist für jeden nachvollziehbar oder stellt sich im Nachhinein als falsch oder unnötig heraus. Das ist Wissenschaft, die erst mit zunehmendem Wissen korrektere Schlüsse ziehen kann. Das gilt auch im Bezug auf das Coronavirus.

Wir haben in diesem Zusammenhang die Gedanken eines Polizisten aus Rheinland-Pfalz zugesandt bekommen, der eine interne Regel hinterfragt, andererseits aber auch wissen möchte, wie es anderswo geregelt ist:

Mit den Kollegen auf Streife: Tino (von Christiane)

23. Januar 2021 um 20:24

Mit den Kollegen auf Streife: Tino (von Christiane)

“Wir fahren Streife. Es ist absolut gar nix los in unserem Bereich. Und auf dem Fußgängerüberweg an Straße Q liegt er dann. Tino. Die Füße noch halb auf der Fahrbahn. Links und rechts Einkaufstüten. Vorbei fahren is nicht. Also raus aus dem Auto.

Was ist hier los? Tino ist Alkoholiker und empfängt Harz4. Seine Füße sind… kaputt? Nett ausgedrückt. Und jetzt schafft er es nicht mehr in seine Wohnung. Na gut. Tüten in unser Auto. Tino unter mein Arm geklemmt.

Gedanken einer Polizistin: Einsatz in Zeiten von Corona

2. Januar 2021 um 18:54

Gedanken einer Polizistin: Einsatz in Zeiten von Corona

“Ich bin Polizistin in Wien und wir arbeiten Tag täglich mit den verschiedensten Menschen zusammen. Zu Anfangs haben wir täglich normale OP-Masken (max. 2 Stück am Tag pro Person) bekommen. Nach 15-30 Minuten konnte man die Maske, wie jeder wahrscheinlich weiß, wegwerfen. Das oft längere Reden, jemandem nach laufen, oder etwa Außeneinwirkung, macht die Masken einfach nach einer Zeit ekelhaft. Zudem haben wir 1 Desinfektionsmittel für die Hände bekommen – mehr nicht. (Mittlerweile haben wir zumindest 3 zusätzliche Stoffmasken und 2 FFP2 Masken bekommen, noch immer kein persönliches Desinfektionsmittel).

Wir arbeiten nicht nur täglich mit fremden Menschen, die wir angreifen müssen, die uns ab und an auch bespucken, anhusten, in deren Wohnung wir müssen, sondern arbeiten auch mit unseren Kollegen zusammen. Wir fahren im Funkwagen mit ihnen und arbeiten auf der Dienststelle nebeneinander.

Auf Streife mit Michael Birkhan: Weihnachten

19. Dezember 2020 um 19:37

Auf Streife mit Michael Birkhan: WeihnachtenWolfgang blickte und traurig an. Der Obdachlose hatte eingerollt in eine Decke die Nacht in unserer Zelle verbracht. „Kann ich nicht noch hier bleiben? Ich weiß nicht wo ich hin soll. Draußen ist es eisig kalt. Bei Euch ist es schön warm.“

Für die Verlierer unserer Gesellschaft waren die Auffangstationen – wie so oft – restlos überfüllt. Auch wenn es nicht ganz der Vorschriften entsprach, mit seinen durchlöcherten Schuhen schickten wir ihn nicht in den Schneeregen.

„Ok, leg dich wieder hin. Klingele wenn Du hier raus möchtest. Sollten wir die Zelle allerdings benötigen, dann musst Du Dein Domizil räumen.“ Wolfgang strahlte uns an. Er wickelte sich in die Decke und schlief sofort wieder ein.

Gedanken einer Polizistin: Manches kriegt man weggepackt, manche Ängste bleiben

12. Dezember 2020 um 19:03

Gedanken einer Polizistin: Manches kriegt man weggepackt, manche Ängste bleiben10.12.2015

Habe Nachtdienst, kurz vor Feierabend, in den frühen Morgenstunden eine Nachricht in einer Whatsapp-Gruppe – ein Abschiedsbrief.

Fünf Minuten später vor Ort ein toter Kollege und seine Frau, ebenfalls tot. Zwei kleine Kinder, unverletzt.

Ich könnte nun erzählen, wie traurig es mich macht, dass er nicht mehr da ist.

Oder wie wütend, dass er seine Frau getötet hat.

Oder wie fassungslos, dass die beiden Mädchen ohne Eltern aufwachsen müssen, in der Gewissheit, dass ihr Vater dafür verantwortlich ist.

Rührende Geschichte: Todkranker Junge darf einen Tag lang ein Superheld sein

11. Dezember 2020 um 19:13

Vielen Dank an alle, die das möglich gemacht haben 💙

Auf Streife mit Michael Birkhan: Händchen halten

5. Dezember 2020 um 18:40

Auf Streife mit Michael Birkhan: Händchen haltenWeihnachten vor vielen Jahren. Der Spätdienst gestaltete sich arbeitsintensiv. Aufgrund plötzlich einsetzenden Blitzeises, kam es im Minutentakt zu Verkehrsunfällen. Die Bremer Streifenwagen waren noch mit Sommerreifen ausgestattet. Die Kollegen schlitterten daher von Einsatz zu Einsatz.

Im Zellentrakt randalierte ein betrunkener Zechpreller und am Wachtresen standen die Telefone nicht still. Mein Streifenpartner Jürgen und ich konnten nicht unterstützend eingreifen.Die Abarbeitung einer wechselseitigen Körperverletzung verlangte unsere ganze Aufmerksamkeit.

Gedanken einer Polizistin: Gibt es Rassismus bei der Polizei?

21. November 2020 um 19:39

Gedanken einer Polizistin: Gibt es Rassismus bei der Polizei?

“Ich schreib‘ einfach mal ‘frei Schnauze’. Die in jüngster Zeit an die Öffentlichkeit gekommenen, negativen Vorfälle können nicht Grund genug sein, um grundsätzlich der Meinung zu sein, die deutsche Polizei sei rassistisch.

Ich selbst (mit türkischen Wurzeln) könnte lediglich über 1 Fall (von all den 25 Dienstjahren) berichten – dieser Kollege ist schon längst suspendiert. Wir sind ein Querschnitt der Gesellschaft – Einzelfälle dürfen nicht dazu führen, dass alle Polizeiangehörige über einen Kamm geschoren werden.

“So muss sich die Hölle anfühlen”: Wiener Polizist berichtet von seinem Anti-Terroreinsatz

16. November 2020 um 19:38

Am 2. November fand der Terroranschlag in Wien (Österreich) mit vier Toten und 24 Verletzten statt. Eine Stadt wurde in Angst und Schrecken versetzt. Anwohner wie Passanten hatten Angst um ihr Leben, Angehörige bangten lange um ihre Lieben, bis die zumeist erlösende Nachricht kam.

Wie aber erging es den Polizisten, die eingesetzt waren, den Terroristen zu stoppen? Was dachten, was fühlten sie? Und wie empfanden sie die Begegnung mit dem Terroristen? Darüber gibt das Interview des 49-jährigen Gruppeninspektors Christian H. Aufschluss. Ein Auszug:

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