Polizist=Mensch: Hilfe für eine einsame ältere Dame

25. September 2020 um 18:50

Polizist=Mensch: Hilfe für eine einsame ältere Dame

Bild und Text: Politie Ijsselmonde (Niederlande) via Instagram (Übersetzung durch uns)

Dieses Wochenende haben wir eine 95-jährige Frau getroffen, die sehr taub ist. Die Frau hat keine Familie oder Freunde und ist sehr einsam. Sie isst wenig oder nichts und hat keinen Anspruch auf Geselligkeit. Sie sitzt jeden Tag auf ihrem Stuhl am Fenster und schaut hinaus.

Als wir ankamen, lebte sie komplett auf, sie genoss es sehr und redete viel. In der Zwischenzeit war es Zeit fürs Abendessen und wir waren hungrig geworden. Die Dame war so abgemagert, dass wir fragten, ob die Dame mit uns essen wollte. Nun, sie wollte das wirklich, nach 25 Jahren aß sie zum ersten Mal wieder Pommes. Die Frau aß ihren Teller komplett leer.

Wir erkannten, dass die Dame dringend Hilfe brauchte. Madame kann nicht mehr auf sich selbst aufpassen und sie lebt in vollkommener Einsamkeit. Wir haben alles getan, um ein Pflegeheim zu organisieren.

Auf Streife mit Lothar Riemer: Die Mär vom Knöllchen

20. September 2020 um 20:07

Auf Streife mit Lothar Riemer: Die Mär vom Knöllchen

“Nun kommt er also doch noch – der Tagesordnungspunkt ‘Verkehrsstatistik’. Inbrünstig hatte ich gehofft, der Kelch gehe an uns in der Dienstgruppenleiterbesprechung vorüber. Doch weit gefehlt. Da gibt es kein entrinnen.

Nun werden sie also präsentiert, die Zahlen der geahndeten Verkehrsverstöße. Wie Hagelkörner prasseln sie auf uns Schichtleiter nieder. Man kann gar nicht umhin, von ihnen getroffen zu werden. Wer hat wie viel und vor allem welche Verkehrsverstöße geahndet.

Meine Dienstgruppe ist einmal mehr weit vom Klassenprimus entfernt. Eigentlich möchte ich aufstehen und gehen. Was sagen solche Zahlen denn aus? Aber der Druck wird von ganz oben nach unten durchgereicht.

Gastbeitrag von Lothar Riemer: Gebt den US-Cops eine Chance – ein Erklärungsversuch

21. August 2020 um 20:14

Gastbeitrag von Lothar Riemer: Gebt den US Cops eine Chance – ein Erklärungsversuch„Ich kann nicht atmen“, dieser Hilfeschrei des getöteten George Floyd führt derzeit in den USA zu gewaltsamen Protesten und Ausschreitungen. Denkmale werden beschädigt, verschmiert und oftmals zerstört. Eine Gewaltwelle erschüttert das Land und „Unter Beschuss“, im wahrsten Sinne des Wortes, dabei die Polizeibehörden der Vereinigten Staaten von Amerika.

Fast alle Medien hierzulande sind sich darüber einig, dass die Sicherheitsbehörden (u.a. State Police, Sheriffs Department oder Metropolitan Police) zu schlecht ausgebildet, zu rassistisch und zu gewalttätig seien. Dem möchte ich mit diesem Artikel entschieden widersprechen und eine Lanze für unsere Kolleginnen und Kollegen in den USA brechen.

Katzenrettung der besonderen Art

16. August 2020 um 19:18

Es gibt Einsätze, an die erinnert man sich noch lange. Dazu zählt ganz sicher auch diese Geschichte, die unsere Kollegen jetzt am Wochenende erlebt haben…

“Wir haben einen Einsatz bekommen, weil jemand eine Katze in einer kleinen Tasche entsorgt hatte. Die Katze lebte noch, war aber verletzt. Wir sind dann mit ihr zur Feuerwehr gefahren und wollten sie dort der Tierrettung übergeben. Vor Ort wollten wir sie schnell aus der winzigen Tasche befreien und in eine größere Box der Feuerwehr packen.

Doch dabei ist die Katze entwischt, unter den Streifenwagen und von dort aus in den Motorraum geflohen. Dort hat sie sich so gut versteckt, dass wir sie nicht mehr rausbekommen haben. Ein Löschzug der Feuerwehr kam gerade von einem Einsatz zurück und so kamen uns diverse Feuerwehrleute zur Hilfe. Doch: Keine Chance, die Katze herauszubekommen!

Gedanken einer Polizistin: Das LADG ist unmenschlich

15. August 2020 um 20:11

Gedanken einer Polizistin: Das LADG ist unmenschlichWochenlang ist über das Berliner Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) berichtet worden, nicht nur in Berlin, sondern bundesweit. Dieses Gesetz, das vordergründig zwar Diskriminierung verhindern soll, denjenigen, die glauben, sie seien diskriminiert wurden aber ein mächtiges Instrument in die Hand gibt.

Das Beweislast umkehrt, da nicht eine Behörde dem Polizisten nachweisen muss, dass er diskriminiert hat, sondern den Beamten in eine Dokumentation- und Rechtfertigungspflicht drängt, weil er beweisen muss, dass er nicht diskriminiert hat. Die Tatsache, dass seine Behörde das für ihn nachweisen muss täuscht nur darüber hinweg, dass der Beamte sich rechtfertigen muss, folgendes Disziplinarverfahren inklusive. Und es muss nicht zweifelsfrei diskriminiert worden sein, sondern überwiegend wahrscheinlich (PDF, § 7 LADG) sein.

Wir haben getan, was vermutlich keiner der Verantwortlichen getan hat und was wohl auch nicht gewollt ist. Wir haben uns mit einer Berliner Polizistin über das LADG unterhalten und sie gebeten uns ihre Gedanken dazu zu schildern:

Interview: Die Kollegen trauen sich nicht mehr einzuschreiten

8. Juli 2020 um 19:45

Ständige Vorwürfe wegen angeblicher “Polizeigewalt”, Videoaufnahmen im Netz, die nur das zeigen, was sie zeigen sollen, Rassismusdebatte, fehlender Respekt, Ruf nach Polizeibeauftragten. Was stellt das mit Polizisten an?

Diese Probleme gibt es nicht nur in Deutschland. Auch in Österreich ist man dieser Problematik ausgesetzt, mit Folgen für den täglichen Dienst, wie Polizist und Personalvertreter bei der AUF (Aktionsgemeinschaft Unabhängiger und Freiheitlicher), Uwe Mayer, berichtet.

So sagt er hinsichtlich des latenten Rassismusvorwurfs:

“Wegen des Vorfalls in Amerika werden nun alle Polizisten als Rassisten verunglimpft. Aber ich kann nur sagen: Für uns hat Verbrechen keine Farbe. Es zählt für uns der Paragraph, nicht die Hautfarbe und auch keine Partei.”

Gedanken einer Polizistin: Wenn Gaffer sich selbst in Gefahr bringen

27. Juni 2020 um 19:34
Gedanken einer Polizistin: Wenn Gaffer sich selbst in Gefahr bringen

Foto mit freundlicher Genehmigung von Stephan F. F. Dinges

“Ich möchte von einem Einsatz erzählen, der mich absolut sprachlos gemacht hat.

Auf der Wache ging die Meldung ein, dass es zu einem Tötungsdelikt mittels Schusswaffe gekommen sei, der Täter befinde sich noch im Objekt.

Mein diensterfahrener Streifenpartner, der trotz der Meldung einen kühlen Kopf bewahrt hat, und ich, 24-jährige Polizeikommissarin, legten also schnellstens die Ausrüstung für lebensbedrohliche Einsatzlagen an, statteten uns mit Maschinenpistolen aus und begaben uns umgehend zur Einsatzörtlichkeit.

Gedanken einer Polizistin: Die aktuelle Situation macht mich wütend und traurig zugleich

19. Juni 2020 um 20:06

Gedanken einer Polizistin: Die aktuelle Situation macht mich wütend und traurig zugleich

“Ich bin 23 Jahre alt und arbeite als Polizeikommissarin im Einsatz- und Streifendienst. Seitdem ich denken kann wollte ich zur Polizei. Als kleines Mädchen besaß ich ein Polizeifahrrad und an meinen 7. Geburtstag lud ich meine Freundinnen zu einer Besichtigung des Kommissariates ein, in welchem ich nun seit knapp 2 Jahren nach Beendigung meines Studiums arbeite.

Es war und ist mein absoluter Traumjob!

Die aktuelle Situation macht diesen Beruf aber verdammt schwer. Es fing Mitte März an mit dem COVID-19 Virus. So eine Situation gab es bislang noch nicht. Sowohl privat, als auch dienstlich stellte einen dieser Virus vor eine Herausforderung.

Einsatz hilflose Person: Opa auf Friedhof geschoben und Grab seiner verstorbenen Frau zurecht gemacht

14. Juni 2020 um 19:00

Einsatz hilflose Person: Opa auf Friedhof geschoben und Grab seiner verstorbenen Frau zurecht gemacht

“Hallo liebe Freunde.

Ich möchte euch eine Geschichte zu dem Foto erzählen.

Der 90-jährige Opi im Rollstuhl kann kaum mehr sehen, nicht hören und nicht sprechen. Passanten alarmierten die Polizei, weil der Opi mitten auf der Straße stand und man sich Sorgen machte. Als wir dort ankamen fiel uns die Kommunikation sehr schwer. Wir wussten nicht wo der Herr hingehört, jedoch zeigte er mit seinem Finger mehrfach in Richtung des Friedhofs. Ermittlungen bezüglich seines Wohnortes verliefen negativ. Kein Name, keine Verständigung, kein Hinweis. Nichts.

Ein Herz für Tiere: Fundkatze findet neues Zuhause

12. Juni 2020 um 08:18

“Hallo ihr Lieben.

Ich arbeite beim Zoll am Baden-Airpark, das ist der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden. Am 05.11.2019 haben wir bei den Parkplätzen der Mietwagenfirmen ein klägliches mauzen vernommen. Nach längerem suchen konnten wir im Motorraum eines Mietwagen dann ein kleines Kätzchen auffinden.

Nach standesgemäßer Fahrt zum Tierarzt hatten wir dann einen gesunden kleinen Kater. Der hier ansässige Buchtunger Tierhof hat den kleinen Mann dann erst einmal aufgenommen. Dort musste er aber nicht lange bleiben. Denn nicht nur der Zoll hat ein Herz für Tiere, auch die Mitarbeiter vom FKB.

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