Mit den Kollegen auf Streife: Ein kurioser Einbruch

11. Oktober 2019 um 18:32 Uhr
Mit den Kollegen auf Streife: Ein kurioser Einbruch

Bild und Text stammen von Kollege Ludwig.

“Manchmal gibt es Einsätze, die überraschen doch immer wieder, egal wie lange man den Job schon macht.
Ich hatte kürzlich einen solchen Einsatz, der in meinen bisherigen 8 Jahren einmalig ist.

Ich wurde heute zusammen mit meiner Kollegin zu einem Gartengrundstück gerufen, zu dem sich ein Unbekannter in der vorherigen Nacht unberechtigten Zugang verschafft hatte – soweit erstmal nichts Ungewöhnliches.

Als wir ankamen, staunten wir jedoch nicht schlecht, als der Mitteiler auf die Frage, was passiert sei, antwortete: ‘…gestohlen wurde nichts, aber uns hat jemand etwas gebracht…’ Das ältere Ehepaar führte uns durch ihr Gartengrundstück zu ihrer Gartenlaube.

Gedanken eines Polizisten: Stellt euch folgende Situation vor

20. September 2019 um 19:19 Uhr

Gedanken eines Polizisten: Stellt euch folgende Situation vor

“Der hier geschilderte Sachverhalt ist frei erfunden.

Freitag, 22:00 Uhr:

Meldung einer Auseinandersetzung mit Maßkrügen auf einem Volksfest in Deutschland. Eine Gruppe von mindestens 10 Beamten macht sich beschleunigt auf den Weg ins Zelt. Kein einfacher Gang, da der Großteil der Besucher dem Alkohol gut zugesprochen hat und Sprüche im Sekundentakt kommen.

Vor Ort eine Person blutend am Boden liegend, der Aggressor wurde durch die private Sicherheit am Eingang festgesetzt. Eine Gruppe der Beamten nimmt den Beschuldigten vorläufig fest. Und schon geht es los.

Gedanken eines Polizisten: Von Unbeteiligten im Einsatz angegriffen worden – Das Grundvertrauen in uns wird ausgehöhlt

13. September 2019 um 18:52 Uhr

Gedanken eines Polizisten: Von Unbeteiligten im Einsatz angegriffen worden - Das Grundvertrauen in uns wird ausgehöhltHeute vor einer Woche veröffentlichten wir die Gedanken von Kollegin Mia Meine Arbeit, nicht deine! Lass mich meinen Job machen. Diese Zeilen sind von dem ein oder anderen falsch verstanden worden, denn es ging Mia nicht darum, dass polizeiliches Handeln nicht transparent und nachvollziehbar sein sollte.

Worum es ihr ging, das beschreibt ein Kollegen mit seinen folgenden Zeilen, der sich genau auf das Kernthema von Mias Gedanken bezieht:

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“Noch nie war ein Artikel treffender und vom Timing her so gut, wie der Beitrag von Mia.

Es ist gerade einige Nachtdienste her, in denen wir (mal wieder) in die gleiche Situation kamen. Nur dass unser Versuch, eine beginnende Schlägerei zu schlichten und die Kontrahenten zu trennen, nachdem sie auf Ansprache nicht reagierten, nicht nur damit endete, dass wir am Ende gegen beide Personen vorgehen mussten, weil sie sich gegen uns solidarisierten, sondern sich auch noch Unbeteiligte einmischten, um den beiden, die sich eigentlich untereinander prügeln wollten, nun gegen die Einsatzkräfte zu helfen.

Gedanken von Mia (Polizistin): Meine Arbeit, nicht deine! Lass mich meinen Job machen

6. September 2019 um 18:35 Uhr

Gedanken von Mia (Polizistin): Meine Arbeit, nicht deine! Lass mich meinen Job machenUnsere Kollegen Mia von Tagebuch einer Polizistin hat ihre Gedanken zu etwas niedergeschrieben, was wir Polizisten immer wieder erleben. Etwas, was man eigentlich nicht verstehen kann und was in den vergangen Jahren immer häufiger wurde. Aber lest selbst:

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Meine Arbeit. Nicht deine.

Nehmen wir an du bist Tischler. Sage ich dir, wie du deinen Job zu machen hast? Nein. Weil du der Profi bist. Nicht ich.

Und nun andersrum: Wenn du zum Ort kommst, ich mit einer Person am Boden liege… Diese Person hat Handfesseln dran und ich fixiere sie. Wieso sagst du mir, ich soll die Person in Ruhe lassen? Wieso sagst du, ich würde der Person unrecht tun? Wieso behauptest du, meine Maßnahme wäre falsch?

Auf Streife mit Lothar Riemer: Vom Freund zum Feind

31. August 2019 um 18:44 Uhr

Auf Streife mit Lothar Riemer: Vom Freund zum Feind

” ‘Ludwig, da läuft er! Schnell hinterher, sonst verlieren wir ihn’. Mein Streifenpartner tritt auf die Bremse, wendet und versucht dem Schatten zu folgen.

Eigentlich war ich viel zu müde, um noch mal auszurücken. 04:30 Uhr und der Stoffwechsel tendierte auf Null. Doch die Ehefrau in unserer Wache hatte eindringlich auf uns eingesprochen. Ihr Mann, Wolfgang M. hatte Selbstmord angedroht und war in die Nacht verschwunden.

Gedanken von Mia (Polizistin): Einfach nur Kollegen?

23. August 2019 um 19:20 Uhr

Gedanken von Mia (Polizistin): Einfach nur Kollegen?Unsere Kollegin Mia drüben bei Tagebuch einer Polizistin hat mal versucht, das Gefühl der Kollegialität zu beschreiben – jene Mischung aus Pflichtgefühl und Zusammengehörigkeit, welches von Kritikern gerne negativ konnotiert als Korpsgeist beschrieben wird und welches Soldaten als Kameradschaft kennen:

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Einfach nur Kollegen?

141 Tage bin ich erst Polizeikommissarin. 141 Tage. Das ist, im Vergleich zu Kollegen, die schon einige Zeit – einige Jahre – dabei sind, sehr wenig. Und doch kann und möchte ich auch jetzt schon von meinen Erfahrungen berichten.

Als ich vor vier Jahren noch ein duales Studium im Bereich ‘International Business’ gemacht habe, waren die Kollegen in der Firma einfach nur Kollegen. Klar, wurden aus einigen auch Freundschaften, aber im Großen und Ganzen waren es eben die Kollegen, mit denen man den lieben langen Tag zusammenarbeitet.

Gedanken einer Polizistin: Wer ist dieser Mensch in Uniform?

17. August 2019 um 19:44 Uhr

Gedanken einer Polizistin: Wer ist dieser Mensch in Uniform?

‘Die sind doch eh voreingenommen! Die haben doch kein Maß! Die sind doch eh nur Marionetten der Politik und voller Vorurteile! Schläger sowieso… Und Rassisten natürlich auch…’

Wenn ich meine Kollegen und Kolleginnen betrachte, entsteht ein für mich unglaublich emotionales, differenziertes Bild.

Ein Bild von Menschen, die sehr wohl unterscheiden können zwischen Gut und Böse und jeden Tag dieses Fingerspitzengefühl walten lassen. Egal wie viel Hass und Gewalt ihnen entgegen schlägt. Ein Bild von Menschen, die mitunter zutiefst bewegt sind von den Erlebnissen des Dienstes.

Gruß vom Landrevier: Entlaufener Jungbulle eingefangen

3. August 2019 um 15:06 Uhr

“Hallo, wir mussten uns im Viehtrieb betätigen. Ein entlaufener Jungbulle wurde wieder seiner Herde zugeführt, nachdem er auf der Straße herumlief.

Wahrscheinlich haben die Kollegen genau dieses Bild vor Augen, wenn wir ihnen erzählen, dass wir auf einem Landrevier arbeiten.

Liebe Grüße aus Baden-Württemberg von Werner und Jasmin, die ihr Landrevier lieben und genießen.”

Gruß vom Landrevier: Entlaufener Jungbulle eingefangen

An manchen Tagen nimmst du das im Dienst erlebte mit nach Hause

13. Juli 2019 um 18:16 Uhr

An manchen Tagen nimmst du das im Dienst erlebte mit nach Hause

“Es gibt Tage, da zieht man die Uniform aus, geht nach Hause und lässt die Arbeit gedanklich in der Arbeit. So ist es meistens und so sollte es auch sein.

Aber es gibt auch Dienste, in denen man mit Einsätzen konfrontiert wird, die einen nachdenken lassen. Hat man alles richtig gemacht? Wäre das Ganze anders ausgegangen wenn man die ein oder andere Entscheidung anders getroffen hätte? Hätte man für den/diejenige noch mehr tun können?

Nicht immer hat man in unserem Job die Chance so zu helfen wie man es gerne möchte. Manchmal tut man alles und es reicht trotzdem nicht. Diese Einsätze nimmt man dann nicht selten dann auch nach Dienstschluss mit nach Hause.

Vielleicht denkt man die nächsten Stunden oder Tage noch darüber nach. Wichtig in solchen Fällen ist aber nur, dass man am nächsten Tag wieder optimistisch in die Arbeit gehen kann und nicht vergisst, wie viele positive Seiten unser Job bereit hält.

Denn die gibt es bei jedem von uns (hoffentlich) immer noch mehr als die negativen. In diesem Sinne….genießt den Feierabend ❤ Sara”

Wir halfen diesem Igel wieder auf den rechten Weg

7. Juli 2019 um 23:44 Uhr

Wir halfen diesem Igel wieder auf den rechten Weg

“Hallo liebes Polizist=Mensch-Team!

Am Freitag auf der Nachtschicht wurden wir im Rahmen der Streifenfahrt auf einen Igel aufmerksam. Der kleine Kerl irrte ziemlich orientierungslos auf der Fahrbahn umher. Bevor ihm noch schlimmeres passieren und er noch womöglich im Dunkeln von dem ein oder anderen Autofahrer übersehen werden konnte, halfen wir ihm den Weg, in den nur wenige Meter entfernten Wald, zu finden.

LG aus Saarlouis
Sarah “

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