Eine Suchmeldung der Vergangenheit

4. Februar 2016 um 23:28 Uhr

Suchmeldung VergangenheitVor circa drei Jahren gab es von einem Pflegeheim eine Vermisstenanzeige. Dabei ging es um eine ältere Dame, 85 Jahre alt, die leicht an Demenz erkrankt und auch öfters verwirrt ist. Sie war bereits seit den frühen Morgenstunden, noch bevor das Frühstück mit ihren Medikamenten verteilt wurde, nicht mehr aufzufinden.

Scheinbar hatte sie, wie bereits seit Tagen angekündigt, sich auf den Weg nach Hause gemacht um ihre Tochter zu besuchen. Doch die lebte nur im Gedächtnis der Omi noch, denn sie war bereits vor Jahren verstorben.

Flüchtlinge: Was so in keiner Meldung steht

30. Januar 2016 um 23:07 Uhr

Flüchtlinge, eine andere GeschichteWenn man schon das Wort Flüchtlinge liest, denken viele mittlerweile unweigerlich an Kriminalität: von und gegen Flüchtlinge. Das ist es, was man überwiegend in den Meldungen und den Medien liest.

Dass der dienstliche Kontakt mit diesen Menschen auch ganz andere Einsätze bedeuten kann, soll die folgende Geschichte zeigen, die mir bis heute im Kopf und im Herzen geblieben ist:

Spät abends, auf einem Bahnhof, irgendwo in Deutschland. Eine syrische Flüchtlingsfamilie steht am Bahnsteig und wartet auf den Anschlusszug, der sie mitsamt ihren Koffern und Taschen zur Einrichtung bringen soll. So steht es im Zugticket. Als dieser Zug angekommen ist, sind die drei Erwachsenen damit beschäftigt, die Koffer in den Zug zu wuchten. Die drei Kinder, allesamt aufgeregt wie ein Sack Flöhe, tollen herum.

Plötzlich schließt sich die Tür des Zuges und er setzt sich in Bewegung. Fragende Blicke in der Runde und dann: oh Schreck! Die Tochter ist alleine im Zug!

Gedanken eines Polizisten: Eine Hassliebe.

29. Januar 2016 um 20:42 Uhr
Ich bin Polizist

Bild: German“BadAss“Tactics, kurz GBAT

Ich bin Polizist.

Jeden Tag. Jede Stunde. Jede Minute. Jede Sekunde.

Ich mache keine Pausen von meinem Tun, mache keinen Feierabend.
Ich lebe was ich tue und ich liebe was ich tue.
Ich brauche keine Uniform, keinen Ausweis und auch keinen Eid. Was mich ausmacht ist meine Berufung, meine Rechtschaffenheit, meine Neutralität, mein Streben nach dem Guten.

Warum ich das tue? Ich weiß es nicht…
Eigentlich sollte ich hassen was ich tue. Ich sehe die Menschen mit anderen Augen. Ich mache mir Sorgen. Ich kann nicht ruhig schlafen. Ich will dich beschützen. Ich will, dass du ruhig schlafen kannst. Ich kann an nichts anderes denken.

Gastbeitrag: Aus der Praxis… (von Pe+er)

22. Januar 2016 um 1:53 Uhr

Aus der Praxis

Bild: Peter Hirth

Kollege Pe+er ist Polizist in Berlin. Er betreibt eine eigene Internetseite, da er nebenbei auch gerne fotografiert. Nun hat er sich als Polizist geoutet und berichtet dort über seinen Dienst.

Der folgende Text “Aus der Praxis…” ist lang, aber Peter hat etwas mitzuteilen – und das macht er auch, ziemlich unverblümt und direkt, aber so sind die Berliner halt 😉

Ich schicke voraus, dass ich Polizist bin. Klingt komisch, is aber so. Unter anderem am Alexanderplatz.

So … für alle, die es noch nicht wussten, jetzt mal kurz sacken lassen.

Ich gebe hier nur meinen Eindruck wieder, obwohl ich weiß, dass viele meiner Kollegen genau so denken. Aber ich möchte bitte nicht, dass diese Zeilen verallgemeinert für die gesamte Behörde verwendet werden.

Leserbrief von Reiner: Die Arbeit der Polizisten. Alles selbstverständlich?

10. Januar 2016 um 20:44 Uhr

Selbstverständlich?

Das ich als Polizist einen Großteil meiner Freizeit per Amtseid abgegeben habe, war mir von Anfang an bewusst. Dass mein Dienstplan für Jahrzehnte keinen Samstag / Sonntag / Feiertag vorsieht auch. Dass ich zu Einsätzen fahren muss, die notwendig sind und ebenfalls oft an Wochenenden stattfinden auch.

Was ich aber nicht verstehe und was mich maßlos ärgert ist, mit welcher Selbstverständlichkeit “unsere” Politiker einen Einsatz “aller” Polizisten an solchen Tagen fordern und scheinbar in keinster Weise hinterfragen wer diese Einsätze eigentlich leistet.

Ich, der Polizist – Das notwendige Übel

6. Januar 2016 um 0:53 Uhr

Ich, der PolizistAus aktuellem Anlass teilen wir einen älteren Beitrag von uns aus dem Jahr 2014:

Ich, der Polizist – Das notwendige Übel

Lieber Herr Steuerzahler, Sie kennen mich, Sie lassen schließlich kaum eine Gelegenheit aus, mir zu erklären, dass mein Gehalt von Ihren Steuern bezahlt wird und meine Familie und ich damit unmittelbar von Ihrer Gnade abhängen!

Ich passe sauber in die Schublade, in die Sie mich gerne stecken. Ich bin immer gleich und immer typisch. Unglücklicherweise kann ich das von Ihnen nicht behaupten – ich weiß nie, wer Sie sind.

Mobbing, nur weil man etwas anders ist?

5. Januar 2016 um 2:38 Uhr

Mobbing

Alles fing schon während der Ausbildung an, ich bin eher schüchtern und nicht der lässige Typ wie die anderen. Ich gehe nicht gerne aus, sondern nutze meine Freizeit für Sport und Bildung.

Ein Mensch eben, der die Gesellschaft genau so gerne wie das allein sein mag. Doch diese Punkte reichten schon aus, dass mich viele aufzogen und versuchten mich fertig zu machen.

An den Wochenende zog ich mich zurück oder traf mich mit meinem Freund heimlich. Denn keiner sollte erfahren das ich schwul bin.

Jahreswechsel angenehm: Polizisten bitten zum Tanz

5. Januar 2016 um 2:14 Uhr

Jahreswechsel angenehmGestern und heute mussten wir über die Schrecklichkeiten des Jahreswechsels berichten. Dass es aber auch schöne Erlebnisse rund um Silvester und Neujahr gab, geht dabei oft unter.

Umso mehr freuen wir uns, dass uns Andreas von seinem Silvestereinsatz folgendes zu berichten hat:

Unser Jahresabschluss 2015 und unsere Wünsche für 2016

31. Dezember 2015 um 20:16 Uhr

Jahresrückblick 2015Ein turbulentes Jahr liegt hinter uns. 2015 hielt für uns alle so manche Überraschung parat. Bei manchen lief das Jahr ganz gut, bei anderen weniger.

Fangen wir mit den weniger schönen Dingen an.

Wir mussten im Laufe des fast vergangenen Jahres viele schlimme Nachrichten schreiben. Ob Unfälle, Angriffe auf Kollegen, ausgeartete Demos mit einer nie dagewesenen Gewaltorgie, fragwürdige Gerichtsurteile, Fehler aus verantwortlichen Reihen, verletzte und sogar getötete Kollegen.

Nachtdienst: Die Polizistin am Heiligen Abend

25. Dezember 2015 um 17:21 Uhr

Die Polizistin an Heilig AbendHeute ist alles anders wie sonst, wenn es zum Nachtdienst geht. Irgendwo hat sich der Stress eingeschlichen. Mit der Familie noch schnell vorher Essen und die Kinder versorgen. Dann die Bescherung… wenigstens ein bisschen von dem Ablauf des Heilig Abends mitbekommen.

Kinderaugen die beim Geschenke auspacken strahlen, mehr dieser positiven und schönen Eindrücke sammeln geht heute nicht. Nun heißt es schnell umziehen, die Uniform an und ab zum Dienst.

Auch die Kollegen sind in weihnachtlicher Stimmung. Man wünscht sich ein friedliches Weihnachtsfest, einige haben selbst gebackene Plätzchen und Kuchen mitgebracht.

Google+