Kollege Christoph berichtet uns von einer dramatischen Rettungsaktion

17. Februar 2016 um 14:43 Uhr

Kalb festgenommen

“Heute hat die Polizei aus Jenbach wieder zugeschlagen! Nach einer dramatischen Verfolgungsjagd und einem Kampf auf Leben und Tod konnte der geflohene Inhaftierte wieder in Gewahrsam genommen und zurück geführt werden!

Das etwa 5 Tage junge Kalb war ausgebüchst und konnte von uns auf der Straße eingefangen werden. Die kleine suchte dann sehr ängstlich zwischen meinen Beinen Schutz, war offensichtlich etwas überfordert mit den vielen großen Autos! Und nachdem sie mir das Blut in die Fingerspitzen gesaugt hatte, da es offenbar großen Hunger hatte, wurde es von zufällig hinzukommenden Bauern zum Besitzer zurückgebracht. 👍

Nur durch das beherzte Einschreiten der Beamten konnte schlimmeres verhindert werden. Lediglich eine beschmierte und bespuckte Diensthose war zu beklagen! 😊”

Leiden für Mensch und Tier: Berliner Polizist bekommt seinen Diensthund abgenommen

8. Februar 2016 um 19:49 Uhr

Wir bekamen mittlerweile von einigen unserer Leser diese Geschichte übermittelt. Eine Geschichte, die traurig macht. Eine Entscheidung, die niemand verstehen kann. Und keiner, der den beiden helfen kann.

Sollte die “Ressource Hund”, die jemand anderes angeblich braucht, tatsächlich die Begründung sein, legt sie hierbei eines offen: diese Ressource ist so auf Kante genäht, dass man auf diesen einen Hund nicht verzichten kann oder will. Ausfälle würden dann nicht einkalkuliert.

Erfahrungsbericht Straßensperre (von Pe+er)

7. Februar 2016 um 22:41 Uhr

StraßensperreZugegeben, in den Zeilen von Pe+er schwingt Frust mit, der aber nur allzu verständlich ist. Wenn über eine stundenlange Sperrung hinweg die immer gleichen Varianten zu ertragen sind, man erklären muss, warum es hier nicht weiter geht, wie lange das dauern kann, welche Umleitung es gibt und warum man trotzdem jetzt nicht durchfahren kann, und es immer wieder Verkehrsteilnehmer gibt, denen das völlig wurscht ist, dann reagiert man auch mal frustriert.

Und nein, das ist keine Ausnahme, es ist leider absoluter Alltag. Aber lest selbst:

Eine Suchmeldung der Vergangenheit

4. Februar 2016 um 23:28 Uhr

Suchmeldung VergangenheitVor circa drei Jahren gab es von einem Pflegeheim eine Vermisstenanzeige. Dabei ging es um eine ältere Dame, 85 Jahre alt, die leicht an Demenz erkrankt und auch öfters verwirrt ist. Sie war bereits seit den frühen Morgenstunden, noch bevor das Frühstück mit ihren Medikamenten verteilt wurde, nicht mehr aufzufinden.

Scheinbar hatte sie, wie bereits seit Tagen angekündigt, sich auf den Weg nach Hause gemacht um ihre Tochter zu besuchen. Doch die lebte nur im Gedächtnis der Omi noch, denn sie war bereits vor Jahren verstorben.

Flüchtlinge: Was so in keiner Meldung steht

30. Januar 2016 um 23:07 Uhr

Flüchtlinge, eine andere GeschichteWenn man schon das Wort Flüchtlinge liest, denken viele mittlerweile unweigerlich an Kriminalität: von und gegen Flüchtlinge. Das ist es, was man überwiegend in den Meldungen und den Medien liest.

Dass der dienstliche Kontakt mit diesen Menschen auch ganz andere Einsätze bedeuten kann, soll die folgende Geschichte zeigen, die mir bis heute im Kopf und im Herzen geblieben ist:

Spät abends, auf einem Bahnhof, irgendwo in Deutschland. Eine syrische Flüchtlingsfamilie steht am Bahnsteig und wartet auf den Anschlusszug, der sie mitsamt ihren Koffern und Taschen zur Einrichtung bringen soll. So steht es im Zugticket. Als dieser Zug angekommen ist, sind die drei Erwachsenen damit beschäftigt, die Koffer in den Zug zu wuchten. Die drei Kinder, allesamt aufgeregt wie ein Sack Flöhe, tollen herum.

Plötzlich schließt sich die Tür des Zuges und er setzt sich in Bewegung. Fragende Blicke in der Runde und dann: oh Schreck! Die Tochter ist alleine im Zug!

Gedanken eines Polizisten: Eine Hassliebe.

29. Januar 2016 um 20:42 Uhr
Ich bin Polizist

Bild: German“BadAss“Tactics, kurz GBAT

Ich bin Polizist.

Jeden Tag. Jede Stunde. Jede Minute. Jede Sekunde.

Ich mache keine Pausen von meinem Tun, mache keinen Feierabend.
Ich lebe was ich tue und ich liebe was ich tue.
Ich brauche keine Uniform, keinen Ausweis und auch keinen Eid. Was mich ausmacht ist meine Berufung, meine Rechtschaffenheit, meine Neutralität, mein Streben nach dem Guten.

Warum ich das tue? Ich weiß es nicht…
Eigentlich sollte ich hassen was ich tue. Ich sehe die Menschen mit anderen Augen. Ich mache mir Sorgen. Ich kann nicht ruhig schlafen. Ich will dich beschützen. Ich will, dass du ruhig schlafen kannst. Ich kann an nichts anderes denken.

Gastbeitrag: Aus der Praxis… (von Pe+er)

22. Januar 2016 um 01:53 Uhr

Aus der Praxis

Bild: Peter Hirth

Kollege Pe+er ist Polizist in Berlin. Er betreibt eine eigene Internetseite, da er nebenbei auch gerne fotografiert. Nun hat er sich als Polizist geoutet und berichtet dort über seinen Dienst.

Der folgende Text “Aus der Praxis…” ist lang, aber Peter hat etwas mitzuteilen – und das macht er auch, ziemlich unverblümt und direkt, aber so sind die Berliner halt 😉

Ich schicke voraus, dass ich Polizist bin. Klingt komisch, is aber so. Unter anderem am Alexanderplatz.

So … für alle, die es noch nicht wussten, jetzt mal kurz sacken lassen.

Ich gebe hier nur meinen Eindruck wieder, obwohl ich weiß, dass viele meiner Kollegen genau so denken. Aber ich möchte bitte nicht, dass diese Zeilen verallgemeinert für die gesamte Behörde verwendet werden.

Leserbrief von Reiner: Die Arbeit der Polizisten. Alles selbstverständlich?

10. Januar 2016 um 20:44 Uhr

Selbstverständlich?

Das ich als Polizist einen Großteil meiner Freizeit per Amtseid abgegeben habe, war mir von Anfang an bewusst. Dass mein Dienstplan für Jahrzehnte keinen Samstag / Sonntag / Feiertag vorsieht auch. Dass ich zu Einsätzen fahren muss, die notwendig sind und ebenfalls oft an Wochenenden stattfinden auch.

Was ich aber nicht verstehe und was mich maßlos ärgert ist, mit welcher Selbstverständlichkeit “unsere” Politiker einen Einsatz “aller” Polizisten an solchen Tagen fordern und scheinbar in keinster Weise hinterfragen wer diese Einsätze eigentlich leistet.

Ich, der Polizist – Das notwendige Übel

6. Januar 2016 um 00:53 Uhr

Ich, der PolizistAus aktuellem Anlass teilen wir einen älteren Beitrag von uns aus dem Jahr 2014:

Ich, der Polizist – Das notwendige Übel

Lieber Herr Steuerzahler, Sie kennen mich, Sie lassen schließlich kaum eine Gelegenheit aus, mir zu erklären, dass mein Gehalt von Ihren Steuern bezahlt wird und meine Familie und ich damit unmittelbar von Ihrer Gnade abhängen!

Ich passe sauber in die Schublade, in die Sie mich gerne stecken. Ich bin immer gleich und immer typisch. Unglücklicherweise kann ich das von Ihnen nicht behaupten – ich weiß nie, wer Sie sind.

Mobbing, nur weil man etwas anders ist?

5. Januar 2016 um 02:38 Uhr

Mobbing

Alles fing schon während der Ausbildung an, ich bin eher schüchtern und nicht der lässige Typ wie die anderen. Ich gehe nicht gerne aus, sondern nutze meine Freizeit für Sport und Bildung.

Ein Mensch eben, der die Gesellschaft genau so gerne wie das allein sein mag. Doch diese Punkte reichten schon aus, dass mich viele aufzogen und versuchten mich fertig zu machen.

An den Wochenende zog ich mich zurück oder traf mich mit meinem Freund heimlich. Denn keiner sollte erfahren das ich schwul bin.

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