Unsere Berufung tagtäglich erleben

18. März 2017 um 21:59 Uhr

Unsere Berufung tagtäglich erlebenDes Nachts liegst du lange wach,
der Einsatz und die Gedanken danach…
Sie lassen dich nicht schlafen,
die schlimmsten Befürchtungen am Tag eintrafen.

So unterschiedlich jeder Einsatz ist,
so manchen du doch nie vergisst.
Geschlagen wurde die Frau vom Mann,
ein Kind vermisst – oh man, oh man.

Der Tod, leider auch ein Begleiter,
doch jeden Tag machen wir weiter.
Jeden Tag tragen wir aufs Neue
die Uniform in ewiger Treue.

Auch die schönen Seiten nicht zu vergessen,
wir lassen uns nicht zu sehr stressen.
Das vermisste Kind gefunden
innerhalb von ein paar Stunden.

Ein gerettetes Leben,
von Glücksgefühlen völlig umgeben.
Geburtshelfer, Babysitter,
das Leben ist schön und nicht nur bitter.

Der Beruf ist unser Leben –
Unsere Berufung tagtäglich erleben.

© Polizist=Mensch

Polizist springt in die Donau und rettet Suizidenten, der dankbar für seine Rettung ist

17. März 2017 um 20:01 Uhr

Dieser Vorfall im bayerischen Deggendorf könnte nicht in größerem Kontrast zu unserem vorherigen Bericht stehen, aber die Geschichten die das Leben schreibt, sind es ebenso. Und der Mut dieses Polizisten ist es wert, gewürdigt zu werden.

Polizeiobermeister Fabian Pittner, 26 Jahre jung, hat erst am 1. März seinen Dienst auf der Dienststelle in Deggendorf angetreten, Vorher war er in Dingolfing eingesetzt. Schon nach zwei Wochen an seiner neuen Wirkungsstätte kam er in die Situation, sein eigenes Leben zu riskieren, um das eines anderen zu retten. Und die Umstände waren nicht gerade günstig.

Kurioses aus dem Dienst: Wenn im Polizeibericht von Pandabär, Hase, Frosch und Krokodil die Rede ist

13. März 2017 um 09:56 Uhr

Wenn im Polizeibericht von Pandabär, Hase, Frosch und Krokodil die Rede istDieser Polizeibericht gehört eindeutig in die Kategorie “Kurioses”. Und selbst wenn hier von Pandabären 🐼, Hasen 🐰, Fröschen 🐸 und Krokodilen 🐊 die Rede ist, handelt es sich nicht um ein Märchen oder eine wissenschaftliche Abhandlung.

Die Polizei Aachen (Nordrhein-Westfalen) musste oder vielmehr sollte in einem Diebstahls- und Körperverletzungsdelikt ermitteln. Was schon außerhalb des Karnevals oft schwer sein kann, weil die Täter zum Beispiel maskiert sind, macht es das in der fünften Jahreszeit um einiges schwerer, wenn nicht nur die Täter, sondern auch die Opfer maskiert sind.

Gedanken einer Polizistin: Was bleibt…? (von Sandra)

12. Februar 2017 um 21:40 Uhr

Gedanken einer Polizistin: Was bleibt...?

Dieser Beruf ist wie kein anderer… Für die meisten mehr Berufung denn Beruf… 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr sind wir für euch da.

Wir sind manchmal dabei wenn neues Leben das Licht der Welt erblickt, haben so manchen neuen Erdenbürger ins Krankenhaus eskortiert. Wir werden zu Unglücken gerufen. Unglücke bei denen Familien oder die Gesundheit zerstört werden. Manchmal zum Teil, manchmal so schlimm, dass die Folgen irreparabel sind. Manchmal wird gar ein Leben zerstört.

Manches Mal können wir die eisigen Fronten wieder auftauen und unsere Präventionsarbeit kann Manches gar im Vorhinein verhindern. Prävention ist uns lieber als die Repression. Oft sind wir die ersten vor Ort, haben durch erste Hilfe oder gar den Einsatz unseres eigenen Lebens so manches Leben eines Dritten retten können.

Leserbrief von Chris (Polizist): Vorurteil widerlegt

11. Februar 2017 um 20:30 Uhr

Leserbrief von Chris (Polizist): Vorurteil widerlegt

Ich fuhr neulich mit einem InterRegio vom Dienst nach Hause, als Polizist durch Uniform deutlich erkennbar. Neben mich setzte sich ein älterer Herr, welcher wohl in Erwartung meiner Zustimmung lautstark begann, über kriminelle Flüchtlinge, “Sozialschmarotzer”, Ausländer im Allgemeinen und korrupte Politiker zu schimpfen.

Gut hörbar für alle Mitreisenden. Anfangs ließ ich mich auf diese Diskussion ein, verstand jedoch nach kurzer Zeit die Aussichtslosigkeit meines Unterfangens.

Höhepunkt seiner Schimpftirade war eine 2-minütige Fahrtunterbrechung, die aufgrund eines kreuzenden Zuges (ein Agilis mit geringer Fahrgastkapazität) zu Stande kam. Dies kommentierte er mit den Worten: “Jetzt hält ein InterRegio wohl für alles. Armes Deutschland, das schafft echt nur die Merkel.”

Kommentar: Der Taser – Sinn oder Un-Sinn?

9. Februar 2017 um 21:46 Uhr

Heute Morgen berichteten wir darüber, dass die Berliner Polizei nun Taser im Streifendienst testet. Hier nun der versprochene Kommentar unseres Berliner Kollegen Pe+er:

Die Berliner Polizei hat entschieden, den Taser erneut zu testen

Auf zwei Berliner Abschnitten wird in einem dreijährigen Probelauf getestet, ob sich der Taser, oder das Distanz-Elektroimpulsgerät, als Einsatzmittel bewährt.

Wenn man die Pressemitteilung im facebook liest, wird der Taser zunächst als ergänzendes Distanzeinsatzmittel – zwischen dem Reizstoffsprühgerät und der Schusswaffe angekündigt. Klingt erstmal gut. Das würde bedeuten, dass man, bevor man entscheiden muss, jemanden niederzuschießen, mit dem taser die Möglichkeit hätte, eine wahrscheinlich eskalierende Situation zu bereinigen.

Zudem bietet der angeschaffte Taser die Möglichkeit, aufgesetzt einen Elektroimpuls zu setzenohne Pfeile zu verschießen. Also als Kontaktmittel. Jeder Widerstand, jedes unübersichtliche Handgemenge könnte sich so schnell lösen lassen. Über diese Möglichkeit hätten sich die sechs kürzlich in München verletzten Beamten sicherlich gefreut.

Gastbeitrag: Wenn ein Bundesrichter sich zu Polizeithemen äußert (von Dieter Müller)

3. Februar 2017 um 20:43 Uhr

Wer am vergangenen Mittwoch unserem TV-Tipp gefolgt ist und sich die Sendung Maischberger “Polizisten – Prügelknaben der Nation?” angeschaut hat, wird Bekanntschaft mit Prof. Dr. Thomas Fischer, Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof, gemacht haben und sich vielleicht auch wegen seiner Äußerungen, und auch der Art und Weise der Äußerung, verwundert die Augen (vielleicht auch die Ohren) gerieben haben.

Einige Tage zuvor hatte sich Herr Fischer allerdings schon einmal zu einem Polizeithema geäußert. Er schreibt regelmäßig für die Zeit eine Strafrechtskolumne und im letzten Beitrag ging es um das Thema “Der Polizist als Opfer“. Hierzu erhielten wir von Dieter Müller, der dem ein oder anderen bereits bekannt sein dürfte (er lehrt an der Sächsischen Hochschule der Polizei), seine Meinung zu dem, was dieser Bundesrichter in dieser Kolumne von sich gibt:

Gastbeitrag von Pe+er: Überstunden – und was sie bedeuten

28. Januar 2017 um 20:21 Uhr
Gastbeitrag von Peter: Überstunden – und was sie bedeuten

Weil mich neulich ein Kollege der Bundespolizei fragte, wie es bei uns so aussieht.

Fast jeder kennt das. Du sitzt im Büro und musst mal länger machen, weil du plötzlich noch nen Stapel Akten auf dem Tisch hast. Ok, Anruf zuhause …. ″Ich komm später″

Was es aber für uns, also Sicherheits- und Rettungskräfte bedeutet:

Kurz vor Schichtwexel kommt der Auftrag rein ″Schlägerei wo auch immer, alle Wagen sofort raus″

Du weist sofort, dass Dein Feierabend nur noch ne Illusion ist. Und kannst nicht mal Deine Frau oder Deinen Mann anrufen, weil Du einfach keine Zeit hast … Überstunden gemacht und dazu noch einen Termin vermacht, weil Du nicht telefonieren kannst.

Verlockendes “Angebot” bei einer Polizeikontrolle

10. Januar 2017 um 19:21 Uhr

Bei einer Polizeikontrolle: "Ich habe zwei hübsche Enkeltöchter die keinen Freund haben." (von Johannes)Von Johannes bekamen wir diese lustige Leserzuschrift zugesandt, eine zwischenmenschliche Geschichte, die die erfrischende Direktheit mancher älterer Menschen zeigt. Der Kollege dürfte sich wohl über die Feststellung der alten Dame gefreut haben:

“Ich habe mir auch vor zig Jahren überlegt zur Polizei zu gehen, was mir jedoch von körperlichen Einschränkungen her nicht möglich war. Ich bewundere die Polizisten, dass Sie fast immer ruhig und gelassen bleiben bei Demos, Fussballspielen etc.

Ich hatte schon sehr viel in unterschiedlichsten Ländern mit der Polizei zu tun und hatte bis jetzt nur einmal Probleme, aber nur weil der Polizist in Tokyo kein Englisch konnte und ich leider kein Japanisch.

Gedanken eines Polizisten: Warum werden wir von manchen Menschen so gehasst? (von Frank)

8. Januar 2017 um 20:27 Uhr

Gedanken eines Polizisten: Warum werden wir von manchen Menschen so gehasst? (von Frank)

Im Jahr 2015 wurden 62000 Polizisten Opfer einer Straftat. Die Zahlen für 2016 werden nicht anders, wenn nicht sogar höher ausfallen.

Die meisten Übergriffe (80 %) auf Polizisten geschehen in alltäglichen Situationen, wie bei Verkehrskontrollen, Einsätzen zu Streitigkeiten, häusliche Gewalt. Oft wird dann die Wut, die vorher dem Gegenüber galt, auf die Polizei oder Rettungskräfte gerichtet.

Beamte werden angegriffen (mit Waffen oder ohne), angespuckt, beleidigt… Das eigene Fehlverhalten wird nicht gesehen, es wird auf den Beamten abgewälzt und er ist der Schuldige für die Situation. Es interessiert nicht mehr, dass wir helfen wollen.

Ich selbst bin jetzt im sechsten Jahr bei der Polizei. In diesen sechs Jahren war ich siebenmal im Krankenhaus. Siebenmal wurde ich so angegriffen, dass ich insgesamt 30 Wochen nicht dienstfähig war.

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