Mit den Kollegen auf Streife: Ein tödlicher Verkehrsunfall, wir tun was wir tun müssen, doch dann fällt mir etwas auf

3. März 2019 um 19:22 Uhr

Mit den Kollegen auf Streife: Ein tödlicher Verkehrsunfall, wir tun was wir tun müssen, doch dann fällt mir etwas aufAus der Reihe Mit den Kollegen auf Streife haben wir eine Einsendung von Kollege Holger erhalten. Ein Einblick in die polizeiliche Arbeit und ein Hinweis darauf, warum es manchmal besser sein kann, Dienst zu haben, als feiern zu können.

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“Zum Frühdienst zu früh da zu sein ist oft nicht gut. So auch diesmal. Kaum hat man die Wache betreten, schlimmer Unfall mit schwerstverletzt oder verstorben.

Der Unfall ereignete sich auf einer großen Einfallstraße von der nächsten Großstadt. Beim Eintreffen finden wir ein großes Trümmerfeld vor. Den Insassen im scheinbar verursachenden Pkw ist auf den ersten Blick schon nicht mehr zu helfen.

Die andere Welt (von Thomas Blechschmidt)

24. Februar 2019 um 18:29 Uhr

Die andere Welt (von Thomas Blechschmidt)Die andere Welt

13 Uhr, Zeit aufzustehen,
mit einem Kaffee im Garten,
die andere Welt sehen.

Bis die Kinder kommen
ist noch Zeit,
ich schnapp mir die Hunde,
geh spazieren im Wald.

Hier kann ich entspann‘,
muss mich nicht umsehn,
niemand pöbelt mich an,
weil ich ein “Bulle” bin.

Die Kinder kommen Heim,
laufen auf mich zu,
„Papa wie war die Nacht,
geht es allen gut?“

Gastbeitrag von Andreas Troelsch: Ohne Corpsgeist würde nichts mehr bei der Polizei funktionieren

23. Februar 2019 um 20:52 Uhr

Gastbeitrag von Andreas Troelsch: Ohne Corpsgeist würde nichts mehr bei der Polizei funktionierenAndreas Troelsch war bis 2018 Kriminalpolizist in Berlin. Er beschreibt sich nun selbst als Cartoonist, Blogger, Autor und Quergeist. Auch wenn er sich nicht mehr im aktiven Polizeidienst befindet, lassen ihn aktuelle Polizeithemen nicht kalt.

Er macht sich seine Gedanken und diese teilt er über seinen Blog mit. So äußerte er sich unter anderem in seinem Beitrag Hängt ihn… auch zu dem Berliner Kollegen, der auf einer Einsatzfahrt in einen tödlichen Verkehrsunfall verwickelt war und bei dem – allerdings nicht gerichtsverwertbar – Alkohol im Blut gefunden wurde.

In diesem Beitrag geht Troelsch auch auf den sogenannten Korpsgeist ein, der meist von Außenstehenden – wie auch in diesem Fall – negativ bewertet wird. Dass es ohne diesen Korpsgeist bei der Polizei aber nicht geht, das belegt Troelsch im vorgenannten Beitrag ebenfalls:

Gedanken einer Polizistin: Was es (für mich) bedeutet die Uniform zu tragen

22. Februar 2019 um 18:24 Uhr

Gedanken einer Polizistin: Was es (für mich) bedeutet die Uniform zu tragen

“Wie fühlt es sich an. Uniform. Mit Hoheitsabzeichen am Arm. Mir fehlen hier kurz die Worte. Ich möchte vorweg sagen: das ist alles MEINE Empfindung. Ich weiß nicht wie es anderen geht, ich rede hier nur über meine eigenen Gedanken und Gefühle.

Als ich das erste Mal Uniform trug: Fremd. Komisch.

Habe ich alles richtig an? Was darf mit was kombiniert werden? Was jetzt normal und offensichtlich für mich ist, war damals echt kompliziert und wir hatten echt Schwierigkeiten, alleine herauszufinden, wie welche Uniform getragen wird. Leider wird das nur im mittleren Dienst richtig beigebracht. Bei uns an der Uni gibt es nur die Geschäftsanweisung, die sagt wie die Uniform getragen wird, aber beibringen müssen wir uns die selbst.
Die nächsten Tage Uniform (wohlgemerkt immer noch auf dem Polizeigelände): Zugehörigkeit. Plötzlich grüßte einen jeder und irgendwie freundlicher als davor – schwer zu beschreiben ob ich mir das nur einbilde. Zugehörig, weil man endlich ein Teil der Polizeifamilie war – jetzt eben auch optisch.

Eigensicherungshinweis von Günter

10. Februar 2019 um 21:50 Uhr

Bild 1:

Ein “Suchspiel” mit ernstem Hintergrund: Finde die Streifenwagenbesatzung. Auch sie ist kaum besser in der Dunkelheit zu erkennen.

Eigensicherungshinweis von Günter

Die positive Geschichte von Kathrin: Auch Polizisten können sich mal irren

10. Februar 2019 um 19:01 Uhr

Die positive Geschichte von Kathrin: Auch Polizisten können sich mal irren

“Dienstmäßig hatte ich öfters mit der Polizei zu tun. Aber diese Geschichte soll jeden von uns zeigen, das auch Polizisten Fehler einsehen und nicht auf ihr Recht als Beamte bestehen.

Wir hatten eine Veranstaltung bei der Polit-Prominenz erwartet wurde. Es wurden 5 Parkplätze vor dem Haus abgesperrt eben für diese.

Die positive Geschichte: Senior lobt Polizisten bei Vorgesetzten und versteht nicht, warum die Polizei so oft schlecht dargestellt wird

20. Januar 2019 um 19:23 Uhr

Die positive Geschichte: Senior lobt Polizisten bei Vorgesetzten und versteht nicht, warum die Polizei so oft schlecht dargestellt wird

“Liebes Polizist=Mensch Team,

meine Tochter hat nach 3 Jahren Ausbildung in 2018 ihren Dienst in Stadt in Nordrhein-Westfalen angetreten. Sie erzählte mir von einem schönen und nicht alltäglichen Erlebnis, das ich gerne mit euch teilen möchte.

Meine Tochter und ihre Kollegin haben Anfang Januar einen älteren Herrn darauf hingewiesen, dass sein Rücklicht defekt ist. Als die beiden Polizeibeamtinnen anschließend zurück zur Wache kamen, kam der Wachdienstführer (WDF) zu den Beiden und fragte, ob sie jemanden wegen eines defekten Rücklichts angehalten hätten.

Gedanken einer Polizistin: Danke an alle Diensthundeführer

13. Januar 2019 um 20:43 Uhr

Gedanken einer Polizistin: Danke an alle Diensthundeführer

“Ich möchte Euch darum bitten Eure „Plattform“ nutzen zu dürfen um meinen Dank – sicherlich stellvertretend – an alle Diensthundeführer (DHF) zu richten:

In den vergangenen Tagen und Wochen hat sich einmal mehr gezeigt wie wertvoll die Arbeit der DHF für unsere Sicherheit ist.

So kam es z.B. zu einer Situation, in der wir drei Fan- Busse zum Trichtern auf ein separates Gelände geführt haben und mit lediglich drei Kräften der Einsatzhundertschaft (EHU) je einen zur Absicherung der Busse zur Verfügung hatten.

Gastbeitrag: „Die meisten Polizisten haben das Herz am richtigen Fleck“ (Polizeiseelsorger Volker Struve)

13. Januar 2019 um 11:29 Uhr
Gastbeitrag: „Die meisten Polizisten haben das Herz am richtigen Fleck“ (Polizeiseelsorger Volker Struve)

Der Polizeiseelsorger beim Gottesdienst anlässlich der Vereidigung von Nachwuchspolizisten

Wenn Helfer Helfer brauchen – Schleswig-Holsteins Polizeiseelsorger Volker Struve blickt zurück

Eutin – Seit fünf Jahren arbeitet Volker Struve als Seelsorger für die Landespolizei. Und auch Weihnachten war der 48-Jährige mit Sitz auf Hubertushöhe im Polizeieinsatz. So begleitete Struve unmittelbar vor den Festtagen die polizeilichen Einsatzkräfte beim Zweiliga-Fußballspiel Holstein Kiel gegen den HSV.

Wesentlich ruhiger war es dann, als er Heiligabend nachmittags und in der Nacht in Kiel ein paar polizeiliche Dienstgruppen besuchte. „Immer mit selbstgebackenen Engel-Keksen im Gepäck“, wie Struve ergänzt. Und auch am 2. Weihnachtstag ließ es sich der Polizeiseelsorger nicht nehmen, eine Nachtschicht zu besuchen.

„Diese Begegnungen zu Weihnachten sind für mich kein großes „Opfer“, sondern bereiten mir Freude. Und auch bei den Polizistinnen und Polizisten kommt es gut an, wenn ich sie zu diesen Zeiten im Dienst aufsuche. Sie begegnen mir mit spürbarer Herzlichkeit“, so Volker Struve.

Oft sind es die kleinen Dinge, die die Welt ein wenig schöner und besser machen

4. Januar 2019 um 21:00 Uhr

Tagtäglich rennen wir von Einsatz zu Einsatz. Hier ein Schwarzfahrer, dort eine Schlägerei. Hier ein herrenloses Gepäckstück, dort der Diebstahl. Dazwischen die Sachbeschädigung oder aber auch der Personenunfall. Unser Blick ist geschärft und zielt auf den Gefährder. Wir tragen schwere Westen, Maschinenpistolen und Oberschenkelholster. Wehrhafte Polizei statt Bürgernähe. Zeit für einen Blick auf die schönen Dinge des Dienstalltags nehmen wir uns selten.

Doch manchmal gibt es sie doch. Die Momente, in denen wir vielleicht auch daran erinnert werden, warum wir Polizist werden wollten.

Sommer 2017, eine Streife der Bundespolizei geht durch den Bahnhof Hamburg-Altona. Plötzlich steht ein Junge in kurzen roten Hosen vor der Streife. Er lächelt freundlich. „Kann ich ein Abzeichen haben?“, fragt er. Der junge Mann heißt Lukas und kommt aus der Schweiz. Mit dabei ist seine Mutter. Ihr scheint es unangenehm zu sein. Sie kommen ins Gespräch.

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