Gedanken einer Polizistin: Danke an die, die danke sagen!

5. Mai 2018 um 20:05 Uhr

Gedanken einer Polizistin: Danke an die, die danke sagen!

“Ich versehe meinen Dienst in einer Großstadt im Innenstadtbereich und bin noch nicht lange dabei. Aber Fakt ist: Ich liebe meinen Beruf. Jeden einzelnen Dienst. Jeden einzelnen Einsatz. Jeden einzelnen Moment.

Natürlich. Manchmal würde ich lieber ausschlafen, statt zum Frühdienst zu fahren. Manchmal würde ich gerne mittags in Ruhe kochen und nachmittags etwas unternehmen, statt zum Spätdienst zu fahren. Manchmal würde ich lieber auf die Couch, statt zum Nachtdienst zu fahren. Und am Wochenende würde ich manchmal lieber feiern gehen, statt Wochenenddienst zu versehen.

Aber sobald ich in meine Uniform schlüpfe, sind die Gedanken daran vorbei. Ich setze mich in den Streifenwagen und fahre durch die Stadt – damit ihr alle genau das machen könnt, worauf ich vor Dienstbeginn vielleicht mehr Lust gehabt hätte.

Gedanken einer Polizistin: Nahrungsaufnahme während des Dienstes – Seht uns doch als Menschen an!

1. Mai 2018 um 20:11 Uhr

Gedanken einer Polizistin: Nahrungsaufnahme während des Dienstes - Seht uns doch als Menschen an!Wir hatten uns bereits vor einiger Zeit in einem Statement und in einer Umfrage zum Thema Nahrungsaufnahme während des Dienstes geäußert bzw. eure Meinung dazu erfragt. Doch so manchem Zeitgenossen scheint es ein Dorn im Auge zu sein, wenn wir uniformierten Polizisten unser Essen in der Öffentlichkeit nicht einmal einnehmen, sondern lediglich besorgen. Anders lässt es sich nicht erklären, dass eine Kollegin sich zu folgenden Worten genötigt sieht:

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“Auch Mensch!

Ich finde diese Worte sollte man sich stets vergegenwärtigen. Wenn ich bedenke wie häufig man schräg angeschaut wird, weil man sich mal schnell etwas zu essen holt. IN UNIFORM!

Erfahrungen eines Polizisten: Wenn die Albträume kommen

27. April 2018 um 21:35 Uhr

Erfahrungen eines Polizisten: Wenn die Alpträume kommen

“Manche Einsätze lassen einen nicht los. Man verdrängt sie tagsüber oder viel mehr denkt man eigentlich gar nicht mehr daran. Man vergisst auch wichtige Details… Nur eines lässt einen nicht los.

Die Bilder…

Sie sind auch tagsüber nicht da, sondern kommen nur nachts, wenn man eigentlich den Schlaf finden sollte um am nächsten Tag wieder fit zu sein. Doch daraus wird ab und an nichts.
Die verschwinden auch so schnell wieder wie sie gekommen waren. Man träumt einige Nächte und dann plötzlich *puff* weg sind sie und man findet wieder den erholsamen Schlaf den man in den Nächten zuvor vergeblich gesucht hatte.

“Sag mal, wie ist es so als Frau bei der Polizei?”

22. April 2018 um 20:09 Uhr

"Sag mal, wie ist es so als Frau bei der Polizei?"

“Viele fragen mich: “sag mal, wie ist es so als Frau bei der Polizei?”

Nun gut, ich war noch nie die Breiteste und Größte in den Reihen, aber auch meine Wenigkeit ist von Bedeutung. Man braucht so viele unterschiedliche Charaktere in einem Team, so dass jeder von uns einen kleinen Teil ausmacht.

In den schwierigsten Einsätzen kommt es eigentlich nur darauf an, dass alle von uns auch wieder heil nach Hause kommen und somit würde ich sagen, dass ich diesen Beruf gewählt habe, weil man Teamfähigkeit zeigen und aufeinander achten muss. Dass man sich gut ergänzt und wertschätzt, auch wenn man nicht jeden Dienst Friede Freude Eierkuchen erlebt.

Belastender Einsatz: Schreie einer Mutter

21. April 2018 um 20:35 Uhr

Belastender Einsatz: Schreie einer Mutter

“Diesen Einsatz werde ich, glaube ich, mein Leben lang nicht mehr vergessen. Auch während ich schreibe laufen mir die Tränen. Weder schäme ich mich dafür, noch will ich sie unterdrücken.

Wir wurden zu einem Einsatz geschickt, bei dem wir nicht wussten was auf uns zukommt. Denn die Frau am Notruf ließ sich weder beruhigen, noch bekamen die Kollegen heraus was passiert war. Sie war nur am weinen und schreien.

Gedanken eines Polizisten: “Ich bin doch Polizist, ich muss das abkönnen”

13. April 2018 um 22:07 Uhr

Gedanken eines Polizisten: "Ich bin doch Polizist, ich muss das abkönnen"Manchmal erleben wir Polizisten im Einsatz Dinge, die uns nicht mehr loslassen. Ganz abgesehen von einer körperlichen Beeinträchtigung wirken die seelischen Schäden länger, der Heilungsprozess ist schwieriger. Einige von uns denken: “Das schaff ich schon alleine, ich bin ja Polizist” – und werden dann doch nicht fertig mit dem Erlebten.

So wie der Kollege, der uns die folgenden Zeilen hat zukommen lassen und dafür plädiert, in einem solchen Fall alle Hilfe anzunehmen, die sich einem bietet. Und er weiß, wovon er spricht:

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“Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen

Ich bin Polizeikommissaranwärter aus Nordrhein-Westfalen und habe im Rahmen meines Praktikums ein traumatisches Ereignis mit Todesfolge erlebt, bei dem ich selber schwer verletzt wurde.

Bis nach Hause verfolgt und auf den Beruf reduziert

10. April 2018 um 20:44 Uhr

Bis nach Hause verfolgt und auf den Beruf reduziertKollege Johnny hat uns Bild und Text zur Verfügung gestellt:

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“Meinungskundgabe? Ja bitte, aber dann richtig!

Wo jeder über den Montag schimpft, weil er wieder arbeiten muss, hatte ich Gott sei Dank frei 😀 Trotzdem endete der Tag nicht ganz so, wie ich mir das vorgestellt habe.

Als ich heute heimkam, fand ich diese „Liebeserklärung“ an meinem Briefkasten.

Dank an die Münsteraner von der 16. BPH NRW

8. April 2018 um 23:12 Uhr

Dank an die Münsteraner von der 16. BPH NRW

“#Münster
Hallo zusammen!

Ein -nicht in Worte zu fassender- Einsatz von weit mehr als 24 Stunden liegt jetzt hinter uns.

Wir sind gerührt, mit welcher Dankbarkeit und Offenheit uns die Menschen in Münster begegnet sind! Ein Danke, egal ob als Wort, als Geste oder als persönlich vorgetragener Song, entschädigt für so vieles.

DANKE an die Münsteraner, die uns gezeigt haben, was für ein großes Herz sie haben❣️

Die 16. BPH NRW”

Gastbeitrag von Dieter Müller: Münster – Eine Amokfahrt mit Ansage?

8. April 2018 um 18:29 Uhr

Gastbeitrag von Dieter Müller: Münster - Eine Amokfahrt mit Ansage?Der Vorfall von Münster wird nicht nur die vor Ort ermittelnden Polizisten noch eine Weile beschäftigen. Auch wir Kollegen machen uns so unsere Gedanken. Bei all den Spekulationen und falschen Informationen, die sich teilweise hartnäckig in den sozialen Medien halten und verbreitet werden, wird es Zeit für etwas mehr Sachlichkeit.

In unserem Gastbeitrag wollen wir mit der richtigen Fragestellung dazu beitragen:

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Bei aller gebotenen Zurückhaltung und Pietät gegenüber den Angehörigen der Opfer, denen mein Mitgefühl gilt, sehe ich in der gestrigen Amokfahrt von Münster auch einen Anlass, um über den Täter, seine Tat und sein bislang bekanntes Vorverhalten nachzudenken.

Tätlicher Angriff im Dienst: Wenn das Trauma schlimmer ist als die körperlichen Verletzungen

5. April 2018 um 21:31 Uhr

“Du stehst als Polizist für das Recht und die Gerechtigkeit, leistest deinen Dienst für ein möglichst konfliktfreies Miteinander in unserer Gesellschaft – und erfährst plötzlich selbst Gewalt. Damit musst du erst mal klar kommen”, sagt der 35-jährige Polizist Florian Tilsner vom 1. Revier in Darmstadt (Hessen). Er weiß, wovon er redet.

Er ist aus voller Überzeugung Polizist geworden, dabei hat er einen völlig anderen Weg als seine Eltern eingeschlagen. Der Dienst an der Allgemeinheit ist ihm allerdings in die Wiege gelegt worden. Sein Vater ist Flugrettungspilot, seine Mutter Krankenschwester.

Florian weiß aus Erfahrung, dass die Gewalt im Dienst zugenommen hat. Pöbeleien, Beleidigungen, tätliche Angriffe gehören mittlerweile zum Polizeiberuf dazu. Doch ein Ereignis wird er vermutlich nie vergessen können. Es war zunächst ein Routineeinsatz (wie so oft), Streitigkeiten in einer Kneipe. Vielleicht braucht es beruhigende Worte, die Streihähne müssen getrennt werden, Deeskalation ist die Strategie.

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