Die dünne blaue Linie

8. August 2020 um 18:37 Uhr

Die dünne blaue LinieIn diesen rauhen Zeiten,
wo Vieles scheint verdreht,
trag ich als Zeichen bei mir,
dass ihr es alle seht,
ein schwarz-blau-schwarzes Bändchen –
ihr habt es gleich erkannt
die dünnen blaue Linie auf meinem Schlüsselband.

Doch nicht nur ich alleine,
hab dieses Band bei mir.
So Viele zeigen damit:
Hinter unserer Polizei stehen WIR!
Was Medien auch erzählen,
wir erheben unsere Hand
mit der dünnen blauen Linie auf unserem Schlüsselband.

Gedanken eines Polizisten: Ich bin kein Rassist

1. August 2020 um 19:39 Uhr

Gedanken eines Polizisten: Ich bin kein Rassist

“Um jetzt mal aus dem Nähkästchen zu plaudern: wir sind auf die Verfassung vereidigt, haben eine steigende Zahl von KollegInnen mit Migrationshintergrund. Wären wir wirklich so rassistisch wie unterstellt, könnten wir mit denen ja gar nicht auf Streife gehen… Ich haben wirklich keine Lust mit den paar schwarzen Schafen in eine Schublade gesteckt zu werden.

Was in den letzten Wochen an Missständen bei den verschiedenen Polizeibehörden in den USA aufgedeckt wurde kann kein normaler Mensch gutheißen. Von solchen Zuständen sind wir in Deutschland aber Gott sei Dank weit entfernt!

Gedanken einer Beamtin: Beamte sind keine Leibeigenen

26. Juli 2020 um 19:04 Uhr

Gedanken einer Beamtin: Beamte sind keine Leibeigenen

“Beamte wurde nie von der Gesellschaft gemocht. Sie sind unkündbar, haben Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, sind privat krankenversichert. Wenn ich es mir recht überlege, sind das in unserer jetzigen Zeit auch die einzigen ‘Vorteile’, die ein Beamter noch hat.

Keiner spricht davon, dass die unteren Gehaltsklassen A5 und A6 im mittleren Dienst weggefallen sind, da sie unter dem Sozialhilfeniveau lagen bzw. das Sozialhilfeniveau hatten. Keiner spricht davon, dass Beamte 41 Stunden in Schleswig-Holstein arbeiten müssen, Angestellte 39. Keiner spricht über die Nullrunden der Beamten, wo Angestellte noch eine Gehaltserhöhung rausgehandelt hatten.

Gedanken eines Polizisten: Begebt Euch einfach nicht in eine Ecke, die andere schon für Euch zurechtgezimmert haben!

18. Juli 2020 um 19:30 Uhr
Gedanken eines Polizisten: Begebt Euch einfach nicht in eine Ecke, die andere schon für Euch zurechtgezimmert haben!

Karikatur: Tomicek

Am vergangenen Wochenende haben wir euch den Kommentar eines Polizisten zur aktuellen Situation vorgestellt. Der Kollege hat seine Gedanken noch etwas weiter ausgeführt, was wir euch nun ebenfalls nicht vorenthalten möchten:

Ein ergänzendes Plädoyer:

Ich hatte mich mit einem Kommentar zu dem Artikel „LADG: Dürfen Polizisten (k)eine Meinung haben?” zu Wort gemeldet und wahrgenommen, dass er, zwischenzeitlich auch von Polizist=Mensch auf Facebook gepostet, zu einiger Resonanz in der Polizei(-freundlichen) Familie führte.

Deshalb möchte ich meine Gedanken hier noch etwas vertiefen:

Leserbrief: Bewahrt die Charaktereigenschaft zu helfen, denn davon gibt es viel zu wenig!

12. Juli 2020 um 20:47 Uhr

Leserbrief: Bewahrt die Charaktereigenschaft zu helfen, denn davon gibt es viel zu wenig!

“Hallo zusammen,

zuerst einmal möchte ich mich bedanken… da es nicht möglich ist das bei jedem persönlich zu tun, tue ich es auf diesem Wege. Vielleicht erreicht es nicht jeden, doch es ist an jeden Polizeibeamten gerichtet der sich jeden Tag für unsere Sicherheit einsetzt!

Ihr seid Alltagshelden! Natürlich mag es schwarze Schafe geben. Die gibt es überall. Aber der Beamte der nachts Stunden Streife fährt anstatt bei der Familie zu sein, oder der Beamte der den Notruf annimmt und dafür sorgt, dass schnell Hilfe kommt, das sind wahre Helden! Auch ich habe in meiner Vergangenheit Mist gebaut. Hätten die Beamten damals nicht so hart durchgegriffen, würde ich es vielleicht heute noch tun.

Kommentar zur aktuellen Situation: Bedrohung unseres Rechtsstaates – Haltet dagegen und zusammen! Habt eine Meinung!

11. Juli 2020 um 20:41 Uhr

Kommentar zur aktuellen Situation: Bedrohung unseres Rechtsstaates - Haltet dagegen und zusammen! Habt eine Meinung!In dieser Woche hatten wir wiederholt über das Berliner Antidiskriminierungsgesetzt (LADG) berichtet und aufgezeigt, dass es wegen zwei statistischer Fälle im Jahr 2019 vom Gesetzgeber verabschiedet wurde. Dazu erhielten wir hier in unserem Blog den folgenden Kommentar, dessen Autor nicht nur auf dieses Gesetz eingeht:

“Liebe Kolleg*innen,

ich bin mittlerweile nur noch erschüttert über die Art und Weise, wie eine rechtsstaatliche Institution, eine Säule unseres Gewaltenteilungssystems, politisch instrumentalisiert und nach und nach öffentlich demontiert wird.

Das sind (zu einem nicht gerade kleinen Teil) Politiker*innen, die hier ein Feuer schüren, wo nicht einmal eine Glut zu erkennen war.
Man wird als Angehöriger der deutschen Polizei, einer der wohl liberalsten auftretenden ‘staatlichen Gewalten’ der Welt, mit einem Generalverdacht verunglimpft, als schlummere in jede*r von Euch ein alter Nazi.

Offener Brief von Dominik Meier: Hoffentlich wird aus der verbalen Brandstiftung kein Flächenbrand

3. Juli 2020 um 19:39 Uhr

Offener Brief von Dominik Meier: Hoffentlich wird aus der verbalen Brandstiftung kein Flächenbrand

Liebes Polizist=Mensch-Team,

ich bin kein Polizist, sondern ‚nur‘ ein Bürger. Und ich möchte Ihnen angesichts der öffentlichen Diffamierungen der letzten Wochen ein paar Worte schreiben.

Was die SPD-Führung und selbsternannte Bürgerrechtler seit einiger Zeit von sich geben, wurde mittlerweile von der ‚taz‘ getoppt. Ich glaube nicht, dass sich außer in antifaschistischen Kreisen eine so radikale und widerwärtige Erniedrigung und Entmenschlichung von Polizeibeamten finden lässt. Ein trauriger Tiefpunkt für den Journalismus.

Gedanken einer Polizistin: Wenn Gaffer sich selbst in Gefahr bringen

27. Juni 2020 um 19:34 Uhr
Gedanken einer Polizistin: Wenn Gaffer sich selbst in Gefahr bringen

Foto mit freundlicher Genehmigung von Stephan F. F. Dinges

“Ich möchte von einem Einsatz erzählen, der mich absolut sprachlos gemacht hat.

Auf der Wache ging die Meldung ein, dass es zu einem Tötungsdelikt mittels Schusswaffe gekommen sei, der Täter befinde sich noch im Objekt.

Mein diensterfahrener Streifenpartner, der trotz der Meldung einen kühlen Kopf bewahrt hat, und ich, 24-jährige Polizeikommissarin, legten also schnellstens die Ausrüstung für lebensbedrohliche Einsatzlagen an, statteten uns mit Maschinenpistolen aus und begaben uns umgehend zur Einsatzörtlichkeit.

Gedanken eines Polizisten zum LADG: Diskriminierung per Definition oder Teil der Polizeiarbeit?

24. Juni 2020 um 20:00 Uhr

Gedanken eines Polizisten zum LADG: Diskriminierung per Definition oder Teil der Polizeiarbeit?Wir haben schon einige Male über das Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) in Berlin berichtet, insbesondere auch deswegen, weil u.a. Polizisten in ihrer Arbeit dadurch behindert werden und Verstöße gegen das Gesetz auch jeden Beamten treffen könnte, der von außerhalb Berlins zum Unterstützungseinsatz in Berlin eingesetzt wird.

Die Kritik ebbt nicht ab und die Meldungen dazu werden von uns Polizisten aufmerksam verfolgt. Doch nicht nur deutsche Polizisten beobachten die Lage, auch im Ausland macht man sich über das Warum Gedanken. Dazu erhielten wir den folgenden Leserbrief eines Kollegen aus dem europäischen Ausland:

Eine positive Geschichte, die ansonsten untergehen würde

24. Juni 2020 um 15:50 Uhr

Eine positive Geschichte, die ansonsten untergehen würde

“In der Nacht von Samstag auf Sonntag (ich wohne in Langenfeld) war dort wohl eine lautstarke Party zugange – es ging so bis in den frühen Morgen – ich dachte noch, solange sie da nur ein bisschen ‘abrocken’, machen sie keinen Blödsinn.

Heute (Sonntagmorgen) dann wurde meine Einschätzung dann widerlegt. Haben sie sich doch an der Kreuzung Langforter/Auf den Sändchen, an der Fußgängerquerungshilfe vergangen und ein Schild, aus der Verankerung gerissen…. Das ist doch Mist…

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