Gedanken einer Polizisten-Ehefrau: Scheißtag

14. Juni 2019 um 20:58 Uhr

Gedanken einer Polizisten-Ehefrau: Scheißtag

“Ein toller warmer Sommerabend und Zeit mit Freunden zu grillen. Endlich mal wieder ein freier Abend am Wochenende. Es ist schon etwas länger her, dass wir das hatten.

Aber jetzt, wo der Fußball Sommerpause hat, sei es uns auch mal gegönnt zwischen den ganzen sonstigen Zusatzdiensten weil Leute fehlen, Demos und sonstigen Veranstaltungen. Wir freuen uns auf diesen Abend.

Gedanken von Polizisten aus Nordrhein-Westfalen: DANKE an die Kollegen aus Niedersachsen, die ein hohes Maß an Kollegialität bewiesen haben

10. Juni 2019 um 19:28 Uhr

Gedanken von Polizisten aus Nordrhein-Westfalen: DANKE an die Kollegen aus Niedersachsen, die ein hohes Maß an Kollegialität bewiesen haben

“Am 27.05. konnten mein Kollege und ich eines der besten Beispiele für Kollegialität bei den Kollegen aus Niedersachsen feststellen. Alles fing damit an, dass mein Kollege und ich bei der Polizei NRW sind und auf dem Weg nach Braunschweig waren, um einen Funkstreifenwagen abzuholen.

Als wir uns auf der A2, Höhe der Anschlussstelle Bad Nenndorf, befanden, ereignete sich direkt vor unseren Augen ein schwerer Unfall. Ein LKW kollidierte, 2 Fahrzeuge vor uns, mit der Mittelleitplanke. Der LKW-Fahrer wurde dabei in seinem Führerhaus eingeklemmt und der Auflieger fing Feuer. Mein Kollege und ich taten alles als Ersthelfer um dem Mann aus dem Führerhaus heraus zu bekommen und das Feuer zu löschen.

Gedanken von Caro: Mobbing in Uniform – Schaut hin und nicht weg!

8. Juni 2019 um 20:27 Uhr

 Du bist hier: Startseite » Erfahrungsbericht » Gedanken von Caro: Mobbing in Uniform – Schaut hin und nicht weg!Wir Polizisten sind für die Schwachen, die Hilf- und die Wehrlosen da. Unsere Aufgabe ist es, uns vor die Wehrlosen zu stellen und sie zu schützen und nicht andere ohne Not in eine Wehrlosigkeit zu treiben. Doch auch das gibt es bei der Polizei, wie uns unsere Kollegin Caro nun berichten wird:

———————

“Ein Blick oder ein Stöhnen und schon fühlt man sich unwohl. Ein Stöhnen oder einen Augenverdrehen und die Unsicherheit wird immer größer. Selbstbewusstsein kennst du nicht und das Getuschel hinter deinem Rücken gibt dir auch nicht gerade ein gutes Gefühl.

Mobbing war lange Zeit ein Tabu-Thema und als es dann plötzlich in der Gesellschaft Fuß fasste, wollte niemand darüber reden. Im Gegenteil: es wurde tot geschwiegen. Mobbing in unserer Schule? Hier doch nicht! Mein Kind mobbt doch nicht! Betroffene trauen sich nicht darüber zu reden, da sie die Konsequenz daraus fürchten und die Täter machen einfach weiter, da ihr Verhalten keine Konsequenzen hat. Ein ewiger Teufelskreis.

Nadine Berneis: “Ich wurde ohne Grund körperlich angegriffen”

3. Juni 2019 um 19:37 Uhr

Nadine Berneis: "Ich wurde ohne Grund körperlich angegriffen"

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Yared

Am vergangenen Samstag fand in Berlin der Solidaritätskorso statt, den wir ebenfalls unterstützten. Unsere Kollegin Nadine Berneis aus Baden-Württemberg, zudem amtierende Miss Germany, war in Berlin vor Ort und hat über ihren Instagramkanal ein wichtiges Statement abgegeben, welches wir gerne hier veröffentlichen:

—————–

“Wisst ihr was ein Mensch denkt oder fühlt?

Nein, das könnt ihr nicht wissen. Ich als Polizeibeamtin hatte oft Situationen in denen ich ohne Grund körperlich angegriffen wurde. Es wird oft vergessen, dass hinter der Uniform ein Mensch steht, der Gefühle hat, der ein Mensch ist wie du und ich oder der eine Geschichte hat.

Gedanken einer Polizistin: Reportage “Scheißjob Bulle” – Ich bin schockiert

1. Juni 2019 um 19:06 Uhr

Gedanken einer Polizistin: Reportage "Scheißjob Bulle" - Ich bin schockiertWir hatten euch in der vergangenen Woche auf die Rabiat-Sendung “Scheißjob Bulle?” hingewiesen. Uns erreichen da verschiedene Meinungen zu dieser Ausstrahlung und eine davon möchten wir euch nicht vorenthalten. Sie kommt von unserer Kollegin drüben von Tagebuch einer Polizistin.

——————

“Ich habe diese “Reportage” gesehen, im ARD. Ich habe mir den Text dazu durchgelesen und eine offene, neutrale und vielleicht sogar realistische Berichterstattung über aktuelle Polizeithemen, Probleme und Chancen und den Menschen hinter der Uniform erwartet.

Was ich dann in der dreiviertel Stunde sah, hinterließ ein sprachloses junges Mädchen, das mit vollem Herzblut ihre Leidenschaft im Job der Polizistin findet. Pessimisten würden jetzt sagen “wart mal ab wie das in ein paar Jahren ist”. Ja und genau deshalb schreib ich es. Jetzt.

Leserbrief einer Polizisten-Ehefrau: Gedanken zum Vatertag

31. Mai 2019 um 19:32 Uhr

Leserbrief einer Polizisten-Ehefrau: Gedanken zum VatertagBereits gestern erhielten wir die folgende Zuschrift. Eine Polizisten-Ehefrau schrieb sich ein paar Gedanken von der Seele, die wir euch nicht vorenthalten möchten:

——————

“Hallo ihr Lieben!

Nun sitzen wir hier, mein neugeborener Sohn und ich. Wir warten auf den Mann dem dieser Tag gehört. Papa!
Papa ist an der Arbeit. Papa fährt von Einsatz zu Einsatz um Euch zu schützen. Euch, die Väter die am heutigen Tag die Sau rauslassen.

Mit den Kollegen auf Streife (von Holger): Das hochmotorisierte Fahrzeug

19. Mai 2019 um 18:22 Uhr

Mit den Kollegen auf Streife (von Holger): Das hochmotorisierte Fahrzeug

“Im Rahmen einer Geschwindigkeitsmessung haben wir zu zweit in den Ort fahrende Pkw mit der dienstlichen Laserpistole gemessen. Dabei kommt oft so einiges zusammen.

Auch ein kleinerer Sportwagen flog mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit in die Ortschaft.
Mit Mühe haben wir den Autofahrer noch anhalten können.

OK, so ein Gespräch ist fast immer unglücklich, weil gerade bei den etwas betuchteren Fahrern fast immer ein anderer Schuld ist. Dafür legt man sich in seinem dienstlichen Leben so einiges an Kontras auf fast jede Ausrede zurecht.

Erinnerungen von Holger: Rostock 1991 – Ihr steht nicht auf meiner Liste, Euch gibt’s nicht!

4. Mai 2019 um 18:31 Uhr

Erinnerungen von Holger: Rostock 1991 – Ihr steht nicht auf meiner Liste, Euch gibt’s nicht!

“Mitten in einem ganz normalen Unterstützungsdienst in Bad Harzburg kommt der Funkruf: ‘Alle Kollegen der Bereitschaftspolizei Braunschweig mögen so schnell wie möglich nach Braunschweig in die Unterkunft zurückkehren – Eilig!’

Also, schnell die persönlichen Sachen eingepackt, in den Privatwagen gesprungen und damit, so schnell wie irgendwie möglich über Landstraßen und einmal quer durch Braunschweig zur Kaserne gefahren.

Dort wird verkündet, dass wir alle zu den Rechtsradikalen Ausschreitungen nach Rostock müssen. Wie lange? Keine Ahnung, vielleicht eine Woche oder zwei.

Gedanken einer Polizistin: Ein Einsatz, der mich noch Tage später beschäftigt

1. Mai 2019 um 19:08 Uhr

Gedanken einer Polizistin: Ein Einsatz, der mich noch Tage später beschäftigt

“Wir kennen ihn alle… den Einsatz wenn Mutter oder Vater, Tochter oder Sohn, Freund oder Freundin oder auch ‘nur’ ein Kollege einen Menschen meldet, den er nicht mehr erreichen kann und von dem er annimmt, dass ihm etwas zugestoßen sein könnte. Oft ist der Grund hierfür das Alter, eine Erkrankung oder sonstige hilfebedürftige Lage, aber auch oft genug die Befürchtung, dass der liebe Mensch, den man vermisst, sich etwas angetan haben könnte.

In den meisten Fällen recherchierst du ein bisschen, fragst ab, ob die Person mit dem Rettungswagen transportiert wurde, es bereits einen Polizeieinsatz gab, rufst an. Und in vielen Fällen hast du bereits hier ein Ergebnis was mit dem Menschen, der nicht erreicht werden kann, passiert ist.

Fünf Jahre später: Cybermobbing und die Spätfolgen

26. April 2019 um 18:52 Uhr

Fünf Jahre später: Cybermobbing und die SpätfolgenEs ist mittlerweile schon fünf Jahre her, als wir über das Thema Cybermobbing berichteten und einen Leserbrief zu Thema veröffentlichen. Die damalige Autorin hat uns noch einmal angeschrieben und berichtet nun im folgenden, welche Spätfolgen Cybermobbing haben kann:

“Es heißt immer, dass die Zeit alle Wunden heilt. Doch ist das wirklich so?

Wie viel Zeit muss denn dann noch vergehen, frage ich mich regelmäßig. Vor inzwischen knapp 5 Jahren wurde ich von Mitschülern hauptsächlich über Whatsapp fertig gemacht. Meinen Leserbrief dazu gibt es hier.

Die Mobbingattacken hatten damals zwar aufgehört, doch ich hatte das Gefühl, dass man vieles weiter erzählt hat über mich. Dinge, die nicht stimmen. Es kamen in den beiden darauffolgenden Jahren immer wieder blöde Kommentare, nicht nur von denen, die mich gemobbt hatten, sondern auch von deren neuen Mitschülern.

Google+