Gedanken von Nico mit Diensthund Odin: Mein Mitgefühl dem Kollegen und danke für die Anerkennung

16. Januar 2018 at 19:33

Gedanken von Nico mit Diensthund Odin: Mein Mitgefühl dem Kollegen und danke für die AnerkennungDer Tod des SEK-Diensthundes in Fulda wurde sehr emotional aufgenommen von unserer Leserschaft. Ein hessischer Diensthundeführer meldet sich nun zu Wort und teilt uns seine Gedanken zum Vorfall mit:

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“Hallo liebes Team!

Ich habe mich an der Diskussion wegen des getöteten Diensthundes nicht großartig beteiligt, weil ich mir da nicht die Zunge verbrennen wollte. Ich neige nicht unbedingt dazu, meine Meinung vorsichtig auszudrücken, dann lieber Klappe halten…

Mich als Diensthundeführer bei der hessischen Polizei hat dieses Thema schon stark bewegt, zumal ich den DHF des SEK Kassel auch persönlich kenne (wenn auch nicht eng). Ich habe vor etwa 1,5 Jahren meinen ersten Diensthund an den Krebs verloren und das war nach 10 gemeinsamen Jahren schon verdammt schwer.

Ein Einsatz den ich nicht vergessen kann (von Jonas)

13. Januar 2018 at 22:18

Wenn Freud und Leid nah beieinander liegen

Wenn Freud und Leid nah beieinander liegen

Jonas aus Baden-Württemberg hat uns von einem Einsatz berichtet, der ihn bis heute beschäftigt – aus nachvollziehbaren Gründen. Denn wenn Freud und Leid in einem einzigen Einsatz so nah beieinander liegen, das ist schon heftig und rührend zugleich. Aber lest selbst:

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“Der Einsatz selbst liegt schon länger zurück, aber er beschäftigt mich immer noch.

Was war geschehen?

Wir wurden zu einem Unfall gerufen, zuerst einmal nichts besonderes, da dies täglich auf Deutschlands Straßen passiert. Aber dass dieser Einsatz uns noch Monate danach emotional beschäftigt, zeigt, dass es kein normaler Unfall war.

Gedanken eines Polizisten im Vers: Der Bulle von nebenan

12. Januar 2018 at 21:19

Gedanken eines Polizisten im Vers: Der Bulle von nebenanWir werden nicht zu Partys gerufen, um da mitzufeiern.
Wir hören keine Musik, nur dieselben Leiern:
„Die da oben, die pogen schon seit zwei Tagen.
Holn se die mal raus, ick kann‘s nich mehr ertragen.“

Also hoch da…. in die gute Laune
und es gibt nen Dämpfer aus der Rechtsposaune:
„Beim nächsten Mal wird die Party aufgelöst“,
auch wenn die Hälfte schon besoffen in der Ecke döst.

Wir fahren durch die Stadt, sind immer da wo es knallt,
um sie abzufedern, … die Gewalt,
mit unseren Körpern und vor allem mit dem Verstand.
Polizei = Uniform + Mensch. Hat das jemand erkannt?

Kollege Peter zu Tatooerlaubnis bei der Polizei Berlin: Lieber (tätowierter) Hauptstadtbulle als ein Ochse

10. Januar 2018 at 19:50

Kollege Peter zu Tatooerlaubnis bei der Polizei Berlin: Lieber (tätowierter) Hauptstadtbulle als ein OchseKürzlich hat die Polizei Berlin als erste Polizei in Deutschland verlautbaren lassen, dass man ab sofort auch im sichtbaren Bereich Tattoos unter der Uniform hervor schauen lassen darf. Einzige Einschränkung: Hand, Hals oder Gesicht müssen tattoofrei bleiben und die Motive dürfen nicht unangebracht sein.

Wir hatten bereits unsere Leser gefragt, wie sie das übliche Tattooverbot bewerten und der überwiegende Teil hat kein Problem damit, wenn Polizisten Tattoos zeigen. Aber nicht jeder kann sich mit diesem Bild anfreunden und so hat Kollege Peter aus Berlin, der schon das ein oder andere Mal seine unverblümte Meinung bei uns vertreten hat, klare Worte gefunden:

Luca zum Tod der beiden Polizistinnen: Eure Stärke und euer Zusammenhalt ist das Beste

9. Januar 2018 at 21:37

Luca zum Tod der beiden Polizistinnen: Eure Stärke und euer Zusammenhalt ist das Beste

“Hallo liebes Polizist=Mensch-Team,

ich bin ein normaler Jugendlicher. Führe ein normales Leben und gehe genauso wie jeder Jugendlicher am Wochenende Party machen.

Trotzdem finde ich euch großartig!

Ich habe gerade euer Video für die zwei verstorbenen Polizistinnen gesehen und mir liefen die Tränen aus den Augen. Ich kannte keine von beiden. Jedoch ist eure Stärke und euer Zusammenhalt das Beste, was ihr den Familien und Angehörigen geben könnt.

Kollege Tibor zur Beisetzung von Yvonne: Danke für das deutliche Zeichen der Zusammengehörigkeit

7. Januar 2018 at 20:25

“In this family no one fights alone”, das ist nicht nur ein Spruch, eine Floskel. Gerade in Zeiten der Trauer sollte man nicht alleine mit seinem Schmerz sein. Umso wichtiger ist es, dass man gemeinsam trauert, Abschied nimmt und den Verlust gemeinsam verkraftet.

Genau dies ist gestern in Gronau bei der Beisetzung von Kollegin Yvonne geschehen. Die gesamte Polizeifamilie, Polizisten und Angehörige, Mitarbeiter anderer Blaulichtorganisationen und noch viele Menschen mehr, erwiesen Yvonne die letzte Ehre.

Kollege Tibor ließ uns, beeindruckt von dem was er gesehen und gespürt hat, diese Zeilen zukommen:

“Noch nie habe ich mit so viel Wehmut mein Diensthemd gebügelt”

5. Januar 2018 at 15:18

"Noch nie habe ich mit so viel Wehmut mein Diensthemd gebügelt"

“Hallo,

ich wollte mich an dieser Stelle einfach mal für die angemessene und umfassende Berichterstattung zum Unfall auf der A61 bedanken!

Da ich persönlich betroffen bin, weiß ich das sehr zu schätzen. Es sind unsere Kollegen… von meiner Wache… aus meiner Tour. Am Unfallort haben wir alle versucht unser Möglichstes zu tun. Dennoch müssen wir morgen Yvonne zu Grabe tragen.

Gerade bügel ich das Hemd, das ich morgen tragen werde. Ich habe noch nie mit so viel Wehmut mein Diensthemd gebügelt. Dennoch liebe ich diesen Job…

Besonders in diesen Stunden spürt man ganz deutlich, dass wir eine Familie sind.

Julia”

Gedanken von Chris zum Tod von Kollegin Yvonne aus NRW: Kloß im Hals, mir fehlen die Worte

4. Januar 2018 at 20:12

Gedanken von Chris zum Tod von Kollegin Yvonne aus NRW: Kloß im Hals, mir fehlen die Worte

“Ich würde gerne etwas dazu sagen. Allein mir fehlen die Worte.

Immer wenn ich versuche etwas zu formulieren kocht die Wut in mir so hoch, dass ich nur noch unqualifizierte Bemerkungen schreiben kann. Dann wieder macht es mich so traurig, dass ich einen Kloß im Hals verspüre und der Kopf leer ist, weil er nicht fassen mag, dass so etwas passiert.

Medien- und Gesellschaftskritik von Frank: Worüber Medien (nicht) berichten

1. Januar 2018 at 17:51

Medien- und Gesellschaftskritik von Frank: Worüber Medien (nicht) berichten

” ‘Klirrende Kälte in Nordamerika’ meldet die Tagesschau in ihrer 20 Uhr Ausgabe.
Ich bin mir sicher, dass die Tagesschau ihre Themenvielfalt dem Informationsbedürfnis unserer Gesellschaft anpasst.
Klirrende Kälte, im Winter, in den USA. Ja.

Eine junge Polizeibeamtin ist in Ausübung ihres Dienstes ums Leben gekommen. Keine Meldung in der Tagesschau. Warum auch? Es ist schließlich kalt. Im Winter. In den USA.

Jahresendgruß einer Angehörigen

31. Dezember 2017 at 21:32

Jahresendgruß einer Angehörigen

“Hallo ihr Lieben,

heute Abend ist es soweit, wir verabschieden das alte Jahr 2017 und beginnen das neue Jahr 2018!

Allen Polizisten, die heute arbeiten müssen, eine ruhige Schicht, ohne viele Chaoten & Einsätze! Die Polizisten, die uns Sicherheit geben und uns in den Abendstunden beschützen.

Wie mein Freund, der heute Abend auch auf die Schicht muss und deshalb nicht bei uns, seiner Familie, sein kann. Danke für die Sicherheit & den Einsatz jeden Tag! Danke, dass ihr da seid!

Allen eine schöne & entspannte Nacht! Bis nächstes Jahr

LG Shannon”

Shannons Freund, der Polizist in einer ostdeutschen Großstadt ist, aber auch allen anderen Kollegen (uns eingeschlossen, auch wir im Team sind teilweise diese Nacht im Einsatz) wünschen wir eine ruhige Einsatzlage. Passt auf euch auf!

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