Nadine Berneis: “Ich wurde ohne Grund körperlich angegriffen”

3. Juni 2019 um 19:37 Uhr

Nadine Berneis: "Ich wurde ohne Grund körperlich angegriffen"

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Yared

Am vergangenen Samstag fand in Berlin der Solidaritätskorso statt, den wir ebenfalls unterstützten. Unsere Kollegin Nadine Berneis aus Baden-Württemberg, zudem amtierende Miss Germany, war in Berlin vor Ort und hat über ihren Instagramkanal ein wichtiges Statement abgegeben, welches wir gerne hier veröffentlichen:

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“Wisst ihr was ein Mensch denkt oder fühlt?

Nein, das könnt ihr nicht wissen. Ich als Polizeibeamtin hatte oft Situationen in denen ich ohne Grund körperlich angegriffen wurde. Es wird oft vergessen, dass hinter der Uniform ein Mensch steht, der Gefühle hat, der ein Mensch ist wie du und ich oder der eine Geschichte hat.

Gedanken von Dominik: Charly war meine Schwester. Eine von vielen, wie auch ich einer von vielen bin, auf einer dünnen blauen Linie.

19. Februar 2019 um 18:03 Uhr
Gedanken von Dominik: Charly war meine Schwester. Eine von vielen, wie auch ich einer von vielen bin, auf einer dünnen blauen Linie.

Bild: privat

“Ich hatte mir etwas vorgenommen… Nein. Ich wollte nicht trauern.

Ich wollte einfach nicht. Mir fehlte die Kraft. Das vergangene Jahr lag mir noch tief in den Knochen, war einfach nicht schön gewesen, zu schwer. Ich war nicht gut auf die Polizei zu sprechen. Vieles hatte ich vermisst. Die Freude an der Arbeit, die einstige Leidenschaft, die Begeisterung für die alltäglichen Eindrücke und Begegnungen, den vermeintlich familiären Geist jener “dünnen blauen Linie”, auf welcher wir alle stehen – Der unsichtbaren Verbindung zwischen allen Polizisten.

Ich wollte nicht über die Polizei sprechen, nicht an sie denken. Ich wollte die Schlagzeilen nicht sehen… wollte sie nicht akzeptieren… einfach übersehen… verdrängen… überleben.

Über einen Tag hinweg gelang es mir. So zu tun als wäre nichts. Dahinleben, weiter wie bisher, zumindest so tun.

Bis ich heute… ein Bild von ihr gesehen habe…

Offener Brief einer Anwohnerin an den BUND

6. Oktober 2018 um 20:42 Uhr

Offener Brief einer Anwohnerin an den BUND

Hambacher Forst: Ihre Arbeit macht unser Leben zur Hölle

Vorhin hatten wir darüber berichtet, dass es heute im Hambacher Forst zu einer Großveranstaltung kam, obwohl es gestern im Sinne es Umweltschutzes ein positives Gerichtsurteil gab. Erst vor wenigen Tagen berichtete uns eine Anwohnerin über die prekäre Situation vor Ort.

Heute, zur Großveranstaltung, erreichen uns zwei Wortmeldungen von weiteren Anwohnerinnen. Sabrina richtet sich in ihrem offenen Brief an den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und beschreibt, wie sie als Anwohner darunter leiden, dass der BUND diese Großveranstaltung organisiert hat.

In einer weiteren Wortmeldung richtet sich Jeannine an die dort eingesetzten Polizisten und bedankt sich für ihren Einsatz:

Offener Brief an Roger Lewentz, Innenminister von Rheinland-Pfalz

28. Juli 2018 um 20:44 Uhr

Offener Brief an Roger Lewentz, Innenminister von Rheinland-Pfalz

GAP: “Ich bin nicht gewillt das so hinzunehmen!”
Die Frau eines Polizisten berichtet

Uns erreichte diese Woche der folgende offene Brief der Ehefrau eines Polizisten aus Rheinland-Pfalz. Bevor wir euch die Zeilen präsentieren, möchten wir den Nicht-Polizisten und den Kollegen außerhalb von Rheinland-Pfalz kurz das Problem schildern, damit die Zeilen auch richtig verstanden werden.

Im Zuge der rechtlichen Umsetzung der EU-Arbeitszeitrichtlinie wurde ein ganzes Maßnahmenpaket beschlossen, welches den Dienstsport, die Gesundheitsfürsorge und die Arbeitszeit bzw. die Schichtmodelle beinhaltet. Das Maßnahmenpaket trägt den Namen Gesünderes Arbeiten in der Polizei, kurz GAP.

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