Für mehr Respekt untereinander und für mehr Miteinander

18. November 2015 um 01:52 Uhr

Leserbrief T.Leserbrief eines Polizisten. Auf Wunsch bleibt er anonym. Er ist Polizeibeamter und der Administration der Seite bekannt. Seine Äußerungen müssen nicht der Meinung der Seitenbetreiber entsprechen.

Mein Text ist lang aber Gedanken brauchen manchmal ein paar Zeilen mehr.

Ich bin Polizeibeamter und meine folgenden Zeilen spiegeln meine Gedanken zu aktuellen Ereignissen aber auch allgemein zu unserer Gesellschaftsentwicklung dar.
Ich habe diese Gedanken vor den Anschlägen von Paris gefasst aber die Anschläge haben nichts an meinen Gedanken geändert.

Ich mache mir Sorgen.

Sebastian zu den Pariser Anschlägen

14. November 2015 um 22:13 Uhr

Angesichts der Geschehnisse in Paris hat uns Kollege Sebastian folgende Zeilen zukommen lassen:

The Green Mile

Ich bin selber Polizist in Hamburg und zu den gestrigen Anschlägen in Paris und denen in Beirut fiel mir ein Zitat von John Coffey aus “The Green Mile” ein:

“Ich bin müde, Boss… Am meisten müde bin ich, Menschen zu sehen, die hässlich zueinander sind.
Der Schmerz auf der Welt und das viele Leid, das macht mich sehr müde.
Es gibt zu viel davon.
Es ist als wären in meinem Kopf lauter Glasscherben.”

Egal ob Beirut oder Paris,
Jude, Christ, Moslem oder Hindu.
Wir haben nur diese eine Welt, dieses eine Leben. Viel zu kostbar, um sich über das Nonplusultra der einen Ideologie zu streiten, dafür zu morden, zu vergewaltigen, zu brandschatzen, zu foltern und zu zerstören.

Liebe Grüße
Sebastian

Der Ruf nach Polizei

14. November 2015 um 19:53 Uhr

Leserbrief von Karl

12. November 2015 um 22:25 Uhr

Leserbrief Karl

Gerade bei den uniformierten Diensten gehört die Verwaltung des Mangels und die Improvisation zum täglichen Wahnsinn.

Wenn ich die drei Diskussionspunkte: Sparzwang bei der Polizei, Flüchlingswelle, Versagen der Politik und die Auswirkungen betrachte muss ich sagen – ganz schön schweres Thema.

Vor allem deshalb, weil ja alles was man zum Thema Flüchtlingswelle sagen kann sofort in irgend eine politische Ecke gerückt werden könnte. Ich fange von daher mit dem Sparzwang bei der Polizei an.

Es gibt eigentlich keinen Sparzwang bei der Polizei oder im öffentlichen Dienst, aber man kann damit beim Wählervolk punkten und das ist der Punkt. Es ist genug Geld im Bundeshaushalt, es wird nur falsch verteilt! Was jetzt kommt ist ausdrücklich NICHT an die Mitarbeiter im öffentlichen Dienst, egal welcher Dienst auch immer, gerichtet, denn die können dafür nichts.

Leserbrief: Warm im Bauch mit bitterem Nachgeschmack

31. Oktober 2015 um 22:03 Uhr

Warm-im-Bauch

Ich möchte von einer ähnlichen Situation wie in dem Leserbrief „Ein Einsatz wie jeder andere?“ erzählen.
Eine ähnliche Situation, ja, doch mit völlig anderem Ausgang. Ich will dazu bemerken, dass ich zum Zeitpunkt des Einsatzes gerade mein Streifendienstpraktikum absolvierte, also erst im zweiten Jahr meines Studiums, ergo auch noch nicht so lange dabei war.

Uns erreichte gegen Abend kurz vor Schichtende ein nahezu gleicher Einsatz: Die Nachbarn machen sich Sorgen, da sie die ältere Frau, die dort nun alleine in dem Haus wohnt, länger nicht mehr gesehen haben. Schon auf der Hinfahrt macht man sich Gedanken, ein flaues, nagendes Gefühl im Magen.

Wie oft kommt man am Einsatzort an und findet nur noch einen toten Menschen? Man hat genug von diesen Einsätzen gelesen, gehört, sie mit Kollegen oder im Unterricht besprochen. Wie verhält man sich, wenn man vor dem Leichnam eines Menschen steht? Vor allem, wenn es der erste ist?

Leserbrief von Frank

6. Oktober 2015 um 21:20 Uhr

Auch ich bin Polizist (in Leipzig) und das schon seit 20 Jahren. Das was der Kollege da schrieb kann ich nicht ganz nachvollziehen (Leserbrief: Gedanken eines Polizeibeamten zur Asylproblematik).

Leipzig_AuslaenderdelikteAsylbewerber sind noch gar nicht als Asylanten anerkannt, weil erst geklärt werden muß, ob überhaupt berechtigte Asylgründe vorliegen. Daher benötigen sie weder einen Sprachkurs, noch dezentrale Unterbringung oder Integration.

Ich vertrete die Meinung, daß alle bis zum Abschluß des Asylverfahrens zentral in Heimen untergebracht werden müssen. Das erleichtert eine zügige Abschiebung ungemein. Eine Residenzpflicht für die Dauer des Verfahrens ist ebenso notwendig.

Leserbrief: Liebe Ehefrauen, Freundinnen und Kinder von Polizisten

5. Oktober 2015 um 22:33 Uhr

Liebe_Frauenvon Susanne

Ich würde gerne “Danke” sagen…

Gestern nach der Arbeit musste ich feststellen, dass ich meinen Haustürschlüssel vergessen hatte. Also fuhr ich zu meinem Lebensgefährten um seinen Schlüssel zu holen.
Dabei parkte ich gegenüber einer Polizeiwache. Kurz zuvor fuhr ein Streifenwagen zum Einsatz.

Leserbrief: Polizei – Gehasst, Verdammt, Benötigt! Warum es manchmal so schwer ist…

1. Oktober 2015 um 19:54 Uhr

Leserbrief_gehasst_verdammt_benoetigt

In jungen Jahren den Beruf für sich entdeckt, Abitur, Bewerbungen, 3 Jahre Studium und schneller als man schauen kann entwickelt sich rasch ein seelisches Ungleichgewicht als Folge von Konfrontationen mit menschenunwürdigen Verhältnissen, grausamen Bildern, roher Gewalt, kaum vorstellbaren Umständen!

Schwere Unfälle, bestialische Gewalttaten, Angriffe mit Waffen oder durch Menschen mit hochinfiziösen Krankheiten, tagtäglicher Abnehmer für jeglichen Kummer von Menschen – sämtliche Situationen in denen Unbeteiligte/Unschuldige sinnlos aus dem Leben gerissen werden bzw. denen ein Teil ihres Lebens genommen wird. Vorfälle in denen Kinder seelischer und/oder körperlicher Misshandlung ausgesetzt sind.

Dinge, die getan werden müssen. Dinge, die jeden Polizisten irgendwann in seinem Berufsleben über seine körperlich oder seelisch verschmerzliche Grenze bringen.

Hilferuf einer Flüchtlingshelferin

30. September 2015 um 22:24 Uhr

Hilferuf_Helferin

“Polizisten, Ehrenamtliche und freiwillige Helfer haben die letzten Wochen alles gegeben und die Kraft geht aus.”

Oft lesen wir von den unhaltbaren Zuständen bei der Betreuung der Flüchtlinge. Alle, die mit dieser Thematik beschäftigt sind, gehen an ihre Grenzen und darüber hinaus. Doch selten bekommt man einen solch authentischen Einblick von jemand, der sich selbst und freiwillig engagiert hat und aus Rücksicht auf die eigene Gesundheit letztendlich die Hilfe einstellen musste.

Eine freiwillige Flüchtlingshelferin (die Autorin ist uns bekannt) hat uns zwei Schilderungen zugesandt, die beschreiben, was sie erlebt hat und wie es ihr dabei ging. Zwischen beiden Schilderungen liegen nur wenige Tage und dennoch bemerkt man sehr deutlich die emotionale Weiterentwicklung und umso eindringlicher wird die Bitte an die Verantwortlichen, endlich etwas zu tun:

Leserbrief: „…unseren täglich Dienst gib uns heute…“

25. September 2015 um 21:31 Uhr

WildVU

Es war mal wieder so ein Tag, an dem man besser mit dem Ar*** (ihr wisst schon, was) im Bett geblieben wäre!

Arzttermin nicht geschafft, Stress in der Spätschicht, nachmittags rief der Ehemann an, sein Auto wäre schon wieder in der Werkstatt, komische Einsätze, etc.

Wieder Kollegen krank, wieder wurde der Dienstplan umgeworfen.
Hinzu kam, daß „Cheffe“ sich wieder über jeden Mist aufregte – hat er wieder von „oben“ böse Sprüche bezüglich unserer schwindenden sog. „TÄT-Zahlen“ bekommen?

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