Die positive Geschichte von Caro (Polizistin): Rührend, wie sich die Verkehrsteilnehmer um mich sorgten

5. Oktober 2018 um 21:11 Uhr

Die positive Geschichte von Caro (Polizistin): Rührend, wie sich die Verkehrsteilnehmer um mich sorgten

“Vor einiger Zeit hatten wir einen brennenden Pkw auf der Landstraße. Mein Kollege und ich trafen vor der Feuerwehr ein und sperrten unverzüglich die Straße. Zum Glück konnte man den Verkehr umleiten, weshalb ich letztendlich sehr weit von meinem Kollegen, unserem Fahrzeug und schlussendlich meiner Warnweste entfernt war.

Natürlich hatte ich auch in der Eile zu Beginn des Einsatzes (es war ungewiss, ob Person betroffen waren) meine Warnweste im Wagen vergessen. Zu Beginn war das nicht schlimm, allerdings wurde es immer dunkler, was zur Folge hatte, dass man mich in der dunklen Uniform kaum bis gar nicht oder auch erst recht spät sah.

Gedanken von Gabi, Anwohnerin am Hambacher Forst: Ich hätte gerne tausend weitere Polizisten gehabt, die Euch weggejagt hätten, damit wir wieder in Ruhe leben können

3. Oktober 2018 um 18:37 Uhr

Gedanken von Gabi, Anwohnerin am Hambacher Forst: Ich hätte gerne tausend weitere Polizisten gehabt, die Euch weggejagt hätten, damit wir wieder in Ruhe leben könnenWährend unserer regelmäßigen Berichterstattung aus dem Hambacher Forst gibt es nicht wenige, die behaupten, Angriffe mit Fäkalien oder Molotowcocktails auf die Kollegen hätte es nie gegeben. Darüber würde nirgends berichtet.

Doch auch wenn diese Menschen lieber ihren Scheuklappen folgen, haben wir regelmäßig erzählt, was wir von den Kollegen dort berichtet bekamen. Und nun lassen wir eine Anwohnerin zu Wort kommen, die fassungslos Augenzeugin dieser Angriffe wurde:

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Liebes Polizist=Mensch Team,

danke, dass Sie mich zu Wort kommen lassen.

Zuerst einmal möchte ich auf meine Person eingehen. Ich bin eine Ehefrau und Mutter, die schon Jahre hier in der Nähe des Hambacher Forstes lebt und eigentlich einmal dieses Leben hier sehr geschätzt hat.

Die positive Geschichte von Julia: Der lange Weg des Wortes “Danke”

29. September 2018 um 21:24 Uhr

Die positive Geschichte von Julia: Der lange Weg des Wortes "Danke"Kürzlich hatten wir euch gebeten, uns eure positive Geschichten von/mit/über die Polizei/Polizisten zuzusenden. Wir möchten neben den oft schlechten Nachrichten, die es meist in die Presse schaffen, auch die schönen Geschichten erzählen, über die sonst kaum jemand berichtet.

Wir haben ein paar wunderbare Geschichten zugesandt bekommen, die wir nun nach und nach veröffentlichen werden. Hier ist nun die positive Geschichte von Julia:

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“Seit einigen Jahren arbeite ich bereits auf einer Mädchenintensivgruppe in der Nähe einer Großstadt und wie es halt so ist, wenn man in diesem Kontext arbeitet und nicht in einem Sportgymnasium für Hochbegabte, kommt es zu Streit, Körperverletzungen, Ausrastern und sehr häufigen Abgängigkeiten.

Gedanken eines Polizisten zum Einsatz im Hambacher Forst: Zwischen Gerichtsurteil und Lebensraum

28. September 2018 um 20:00 Uhr
Gedanken eines Polizisten zum Einsatz im Hambacher Forst: Zwischen Gerichtsurteil und Lebensraum

Das Bildmaterial wurde uns von Ron Weimann zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

“Nachdem der Konflikt um den Hambacher Forst seit Jahren unbemerkt verlief, zumindest überregional, prägt er seit vielen Tagen die täglichen Nachrichten. Während ich als Kollege diesen äußerst umstrittenen Einsatz ein paar hundert Kilometer entfernt in Nachrichten und sozialen Netzwerken verfolge, macht es mich jeden Tag wütender.

Es macht mich wütend, zu sehen, wie Kollegen und Kolleginnen dort im Wald vor einen Karren gespannt werden, den sie nicht ziehen sollten. Die Polizei sieht sich vielfach mit dem Vorwurf konfrontiert, zum Handlanger einer Firma zu werden. Klar, das nervt.

Gedanken eines Polizisten zum Thema Wertschätzung

27. September 2018 um 20:34 Uhr

Gedanken eines Polizisten zum Thema Wertschätzung

“Liebe Mitmenschen,

zu allererst eine kleine Frage:
Glaubt ihr, dass eure Wertschätzung gegenüber den Polizisten die ist, die ihnen zukommen sollte?

Als Polizist sehe ich meine Kollegen und mich tagtäglich als Prellbock der Gesellschaft. Ein großer Teil der Bevölkerung scheint seine Rechte und Pflichten besser zu kennen als die Polizei selbst und das wird gegenüber den Beamten auch offen kommuniziert.
Wird jemand dann in seine Schranken verwiesen und im vorliegenden Rechtsverständnis korrigiert, führt dies oftmals zu sehr viel Unmut.

Schilderung eines Polizisten: Mein unschönes Erlebnis im Club

25. September 2018 um 19:03 Uhr

Schilderung eines Polizisten: Mein unschönes Erlebnis im Club

Was sagt ihr dazu?

“Hallo ihr,

ich habe da etwas erlebt, was unschön, mir bisher unbekannt und beunruhigend war.

Ich bin mit Leib und Seele Polizist. Immer gewillt, wo ich arbeite und wo ich bin alles dafür zu tun, die Welt wenigstens ein wenig besser zu machen. Das scheint mir nun zum Verhängnis zu werden.

Da gehst du an deinem Geburtstag in der Nacht nochmal weg, weil Freunde auf dich warten. Es geht in einen Club. Dort spricht dich jemand an. Er sagt du hast ihn mal angezeigt. Fängt an rumzubrüllen, ist stark alkoholisiert. Packt dich und will dir was antun.

Gedanken von Torsten (Feuerwehr): Mensch bleiben – Warum mir bestimmte Einsätze immer mehr an die Nieren gehen

14. September 2018 um 20:07 Uhr

Gedanken von Torsten (Feuerwehr): Mensch bleiben - Warum mir bestimmte Einsätze immer mehr an die Nieren gehenFeuerwehr, Rettung und Polizei, wir sind eine Blaulichtfamilie, die öfter gemeinsam im Einsatz ist. Deswegen können wir das, was uns Torsten zu denken gibt, nachvollziehen und wir lassen ihn hier mit seinen Gedanken zu Wort kommen:

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Drama: Mutter tötet Kind in Essen

So oder ähnlich lautete die Meldung, als eine Mutter ihr 6 Monate altes Kind aus dem Fenster warf und dann selbst hinterher sprang.

Dieses und andere Meldungen gehen mir immer mehr an die Nieren.

Ich hatte etwas gezögert um dies zu posten. Weshalb?

Polizisten in Bielefeld müssen wegen privat finanzierten Einsatztrainings mit dienstlichen Konsequenzen rechnen

13. September 2018 um 21:26 Uhr

Unsere Ex-Kollege Nick Hein (früher Bundespolizei) hat sich zu obigem Thema zu Wort gemeldet. Auch wenn er mit seiner Auslobung nur gewinnen kann (sprich keinen Einsatz hat) und er eine etwas unverblümte Ausdrucksweise zeigt (sein Vorteil: er kann dafür dienstlich nicht zur Rechenschaft gezogen werden), hat er in der Sache doch irgendwie Recht, oder nicht?

Wenn Mum zur Vereidigung einen Kuchen macht

9. September 2018 um 14:44 Uhr

Wenn Mum zur Vereidigung einen Kuchen macht

“Ich bin Polizeimeisteranwärterin an der Polizeiakademie in Berlin. Seitdem ich 7 Jahre alt war, rede ich davon Polizistin zu werden bzw. war ich seitdem fest entschlossen, dass ich es werde.

Ich habe mich dann im Sommer 2016 beworben und schreibe nun im Januar nächstes Jahr meine Abschlussprüfung. Die Zeit vergeht wie im Flug.

Ich hatte Höhen und Tiefen in der Ausbildung und war mir auch zwischendrin nicht immer sicher, ob es das Richtige ist und ob ich mich mit dem Job identifizieren kann… Bis ich irgendwann wieder wach geworden bin und realisiert habe, dass es doch genau das ist was ich machen möchte und von was ich immer geträumt habe, seitdem ich ein kleines Mädchen war.

Gedanken eines Polizisten: Wie geht man mit dem Hass um, den Polizisten oft zu spüren bekommen?

9. September 2018 um 11:59 Uhr

Gedanken eines Polizisten: Wie geht man mit dem Hass um, den Polizisten oft zu spüren bekommen?

“In einer Unterhaltung bin ich heute gefragt worden, wie man mit dem Hass, der uns des öfteren entgegen schlägt, umgeht und ob man damit überhaupt umgehen kann.

Meine Antwort darauf war, dass wir dies lernen müssen. Dass es am Anfang wirklich schwer ist und dass man des öfteren darüber nachdenkt alles hinzuschmeißen… So erging es jedenfalls mir.

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