Komm nach Hause, Maxime. Deine Familien vermissen Dich!

26. November 2016 um 08:45 Uhr

Komm nach Hause, Maxime!

Liebe Maxime,

wir kennen uns nicht; bis gestern Abend wusste ich nicht, wie Du heißt, aussiehst, woher Du kommst und was Du so treibst. Wir sind uns noch nie begegnet und trotzdem: Als ich vorhin durch das stockdunkle Waldstück bei Aumühle stolperte, ohne Taschenlampe die Hand vor Augen nicht hätte sehen und ohne Handschuhe meine Finger bald nicht mehr hätte fühlen können, dachte ich an Dich – pausenlos.

Einen Menschen zu suchen, der von seinen Lieben vermisst wird, ist für uns stets sehr emotional. Die Gründe hierfür sind so vielfältig wie die Geschichten, die hinter jeder einzelnen verschwundenen Person stecken.
Wir gehen ehrgeizig und motiviert in alle diese Einsätze, weil wir wissen, dass wir entscheidend dazu beitragen können – lässt uns das Quäntchen Glück nicht im Stich – einen Menschen zurück nach Hause zu bringen. Gestern Nacht war es dennoch etwas besonderes:

DU bist Familie.

Ich meine nicht die Familie, der Du leiblich entstammst; zu der Du abends heim kommst, mit der Du die Ruhe und Geborgenheit genießt und die dieser Tage große Sorgen und Ängste fühlt.

Ich rede von der Familie, die Du Dir ausgesucht hast; mit der Du rausfährst und das Chaos beherrschst. Die Familie, mit der Du prägende Momente erlebst und gefährliche Situationen durchstehst, die nur wir verstehen und nur gemeinsam bewältigen können.

Die Familie aus Mensch und Tier, die letzte Nacht, den heutigen Tag und auch alle weiteren Tage und Nächte am Boden und aus der Luft unermüdlich auf der Suche nach Dir sein wird; egal wie unwegsam, dunkel, nass oder kalt es auch werden mag – weil wir aufeinander aufpassen.

Du bist, wie ich und tausend andere, ein Teil dieser riesigen dunkelblauen Familie. Das bedeutet nicht bloß, dass wir uns durch nichts davon abbringen lassen werden, Dich zu finden. Es bedeutet auch, dass wir Dir sind, was immer Du jetzt brauchst; eine starke Schulter, ein offenes Ohr, ein leitendes Licht, ein fester Halt, ein gemeinsames Schweigen oder ein warmes Lächeln.

Wir sind niemals allein.

Komm nach Hause, Maxime!
Deine Familien vermissen dich.

Ein Mitglied
Hamburg, 25.11.2016

Diese sehr persönlichen und rührenden Zeilen erreichten uns gestern Abend. Der Autor, ein Kollege, ist uns namentlich bekannt, möchte jedoch nicht namentlich erwähnt werden, da für ihn die Botschaft im Vordergrund steht: Maxime, fehlt ihrer eigenen und der Polizeifamilie…

“Niemand muss Menschen klassifizieren”

21. November 2016 um 21:15 Uhr

Klasse gekontert von den Kollegen der GdP Direktion 4 💪😃

"Niemand muss Menschen klassifizieren"

➡ Respekt statt Gewalt! ⬅

18. November 2016 um 19:56 Uhr

Angesichts der Vorfälle in letzter Zeit ist das doch nicht zu viel verlangt, oder? 👌

➡ Respekt statt Gewalt! ⬅

In eigener Sache: Ablaufdatum? Mindesthaltbarkeit? Abfülldatum?

7. November 2016 um 15:02 Uhr

In eigener Sache: Ablaufdatum? Mindesthaltbarkeit? Abfülldatum?Am Wochenende berichteten wir von einem Polizeieinsatz, bei dem die Einsatzkräfte abgelaufenes Wasser zu trinken bekamen. Hiernach entbrannte eine rege Diskussion darüber, was das aufgedruckte Datum zu bedeuten habe. Nachlesbar in unserem Beitrag auf Facebook.

Manch einer wähnte schon einen Skandal, die einen beim Dienstherrn, der für die Auslieferung der Getränke an die Einsatzkräfte zuständig ist, andere beim Team dieser Seite, die falsche Informationen veröffentlicht.

Nun, wir können beide Seiten beruhigen und auch etwas klarstellen. Es handelt sich hier um keinen Skandal, weder in der einen Richtung, noch in der anderen.

Heute NICHT in den Nachrichten

26. Oktober 2016 um 00:08 Uhr

Heute NICHT in den NachrichtenViele Dinge, die Polizisten während ihrer Einsätze machen, tauchen in den Nachrichten nicht auf. Für all die Kollegen, die es verdient hätten durch ihren persönlichen Einsatz öffentlich erwähnt zu werden, möchten wir dies hier und heute tun. DANKE euch!

Ein Trauma ist nicht beendet, wenn die Schicht zu Ende geht

23. Oktober 2016 um 13:22 Uhr

Ein Trauma ist nicht beendet, wenn die Schicht zu Ende gehtWir haben in den vergangenen Wochen und Monaten über viele schwierige Einsätze berichtet. Einsätze, die zumindest in Erinnerung der Einsatzkräfte bleiben, schlimmsten Falls werden sie die Erinnerungen und Emotionen daran aber nicht mehr los.

So stehen wir gerade auch mit einem Kollegen in Kontakt, der zum wiederholten Male im Dienst verletzt wurde. Zwar sind die Verletzungen nicht schwer und außer einer Narbe wird irgendwann vermutlich nicht viel übrig bleiben. Aber es gibt da noch eine andere Narbe: die auf der Seele.

Er berichtete uns von Alpträumen und Flashbacks, er hat Angst vor dem Einschlafen. Das kann zwar normal sein bei einem solchen Messerangriff, aber wenn es nach einigen Tagen bis Wochen nicht besser wird, sollte man professionelle Hilfe aufsuchen.

Deswegen gilt das folgende für diesen Kollegen, wie auch alle anderen, die mit einem Einsatz nicht fertig werden:

Unter PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) leiden vermutlich viele Einsatzkräfte. Lasst Euch bitte helfen!

Hat die Polizei Sachsen ein Problem?

16. Oktober 2016 um 18:08 Uhr

Hat die Polizei Sachsen ein Problem?Unsere eindeutige Meinung: Jein. Diese Meinung wird sicher nicht jedem passen und unser Statement wird den ein oder anderen vielleicht sogar überraschen. Aber viel zu aufgeheizt ist derzeit die Stimmung und zu persönlich eingefärbt die Kommentare, die man allzu oft zu lesen bekommt. Sachlichkeit sucht man da oft vergebens.

Dies wollen wir an dieser Stelle ändern.

Wir alle kennen die Meldungen der vergangenen Wochen und Monate. Da wurde der Polizei Sachsen unterstellt, zu weit rechts zu sein. Sie soll die Nähe zu rechtem Gesinnungsgut suchen. Die Diskussion wurde insbesondere auch nach dem Vorfall in Clausnitz angefeuert, als ein Polizist einen Flüchtlingsjungen aus dem Bus zerrte.

Das war so, das ist so und das wird auch so bleiben

9. Oktober 2016 um 20:46 Uhr

Ich werde da sein

Es wird Zeit, dass ein Umdenken stattfindet, in Politik, Justiz und Gesellschaft!

4. Oktober 2016 um 22:25 Uhr

Es wird Zeit, dass ein Umdenken stattfindet, in Politik, Justiz und Gesellschaft!

Nach tödlichem Dienstwaffengebrauch in Berliner Flüchtlingsunterkunft: Vorverurteilung durch Berichterstattung?

28. September 2016 um 15:33 Uhr

Nach tödlichem Dienstwaffengebrauch in Berliner Flüchtlingsunterkunft: Vorverurteilung durch Berichterstattung?

Für Großansicht bitte auf das Bild klicken.

Gestern Abend ist es gegen 20:30 Uhr zu einem Zwischenfall bei einem Polizeieinsatz gekommen, bei dem die eingesetzten Polizisten von ihrer Dienstwaffe Gebrauch machen mussten. Der von den Projektilen getroffene Angreifer verstarb später im Krankenhaus.

Der Grund für den ursprünglichen Einsatz lag in einer Mitteilung an die Polizei in Berlin, dass in einer Flüchtlingsunterkunft ein 27-jähriger Pakistani ein Mädchen missbraucht haben soll. Wie immer wurde die Glaubwürdigkeit dieser Aussage geprüft und da man sie für glaubwürdig hielt sollte der beanzeigte Täter festgenommen werden.

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