Forschung zu Körperverletzung im Amt: Fragwürdige Methode mit fraglichem Ziel

9. November 2018 um 19:28 Uhr

Forschung zu Körperverletzung im Amt: Fragwürdige Methode mit fraglichem ZielUnsere regelmäßigen Leser wissen, dass wir die Forschung zu Polizeithemen begrüßen und auch gerne unterstützen. Schon mehrfach haben wir Onlineumfragen von Kollegen geteilt, die für ihre Bachelor- oder Masterarbeit eine breite Datengrundlage benötigten. Doch bei der folgenden Umfrage müssen wir die Sache kritisch betrachten.

Die Ruhr-Universität Bochum hat eine Studie gestartet, bei dem es um das Thema Körperverletzung im Amt durch Polizisten geht. Das KviAPol abgekürzte Projekt wird von Tobias Singelnstein, Professor für Kriminologie, wissenschaftlich geleitet. Am selben Lehrstuhl forscht übrigens auch Thomas Feltes, der durch seine gern kritischen Bemerkungen zur Polizeiarbeit aus dem Fernsehen bekannt ist.

Petition zur Rückkehr Hessens in die Tarifgemeinschaft des Bundes und der Länder

23. August 2018 um 09:41 Uhr

Die Föderalismusreform 2006 hat bei der Polizei einiges durcheinander gewirbelt. Die Polizeien stehen in Konkurrenz zueinander. Das macht sich unter anderem durch unterschiedliche Gehälter mit Abwanderungsbewegungen bemerkbar (z.B. von Berlin zur Bundespolizei), aber auch bei der Ausstattung. So wird derjenige bevorzugt, der den größeren Auftrag erteilt. Das Thema hatten wir kürzlich.

Doch Hessen ist einen Schritt weiter gegangen und das bereits zwei Jahre zuvor. Da trat Hessen nämlich als einziges Bundesland aus der Tarifgemeinschaft des Bundes und der Länder aus. Die Folge ist nun, dass die hessischen Kollegen beim Gehalt bundesweit auf dem zweitletzten Platz rangieren.

Abteilung Klinische Psychologie der Universität des Saarlandes: Umfrage zur Studie über Stress und Belastung potentiell gefährdeter Berufsgruppen

22. August 2018 um 07:31 Uhr

Abteilung Klinische Psychologie der Universität des Saarlandes: Umfrage zur Studie über Stress und Belastung potentiell gefährdeter BerufsgruppenUnsere regelmäßigen Leser wissen, dass wir Forschung und Lehre gerne unterstützen. Besonders wenn es um Polizeithemen geht, wo die Forschung teils noch in den Kinderschuhen steckt, möchten wir gerne unseren Teil dazu beitragen, dass sich das ändert.

Bei der folgenden Umfrage geht es jedoch nicht nur um Polizisten alleine. Auch Mediziner, Rettungsdienstler, Feuerwehrleute, Justizvollzugsmitarbeiter, Katastrophenschützer und weitere Berufsgruppen, die direkt mit Menschen (auch in Ausnahmesituationen) in Kontakt kommen, sind “nur” Menschen, die Erlebtes irgendwie verarbeiten müssen.

Was bedeutet für euch #Polizeifamilie?

6. Mai 2018 um 15:56 Uhr

Was bedeutet für euch #Polizeifamilie?
Kürzlich stellte ein Kollege auf Twitter, der 1. Vorsitzender eines Lobbyvereins ist, das Wort Polizeifamilie in Frage. Er konnte (und wollte) ganz offensichtlich mit diesem Begriff nichts anfangen und negierte die Werte, die dahinter stehen, mit einem völlig überflüssigen Vergleich mit der “Hebammenfamilie” oder der “Müllwerkerfamilie”.

Diese Einlassung stieß bei uns auf Unverständnis, was wir entsprechend kommentierten. Was dann folgte war ein wahrer Shitstorm. Von “ACAB” (all cops are bastards), über “ACAT” (all cops are targets), der negativen Auslegung von Korpsgeist (wobei die meisten nicht einmal fähig waren das Wort richtig zu schreiben), bei dem “keine Krähe der anderen ein Auge aushackt”, verbunden mit dem Begriff Polizeigewalt, bis hin zum Vergleich des Begriffs Polizeifamilie mit der “la familia” der sizilianischen Mafia, war alles dabei. Welch Geistes Kind diese Kommentatoren waren, dürfte sich vom Sprachgebrauch ableiten lassen.

Umfrage: Wie wird die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) wahrgenommen?

9. April 2018 um 15:37 Uhr

Die polizeiliche Kriminalstatistik ist ein wichtiges Zahlenwerk, in dem täglich Daten eingegeben werden und so strafrechtliche Entwicklungen erkennbar sind. Eine Auswertung wird jährlich vom Bundeskriminalamt veröffentlicht und lässt in den jeweiligen Dienstgebieten und Revieren erkennen, wie sich die Kriminalität entwickelt hat.

So wurde für 2017 z.B. bekannt gegeben, dass die Kriminalität mit Beteiligung Minderjähriger als Tatverdächtige im Landkreis Osterholz (Niedersachsen) zwar insgesamt rückläufig ist, im vergangenen Jahr aber leicht zugenommen hat. Oder das im Bereich der Polizei Remagen (Rheinland-Pfalz) die Fälle von häuslicher Gewalt um 15,3 Prozent zu 2016 zugenommen haben.

Polizistinnen und Polizisten gesucht: G20-Einsatz soll wissenschaftlich aufgearbeitet werden

3. März 2018 um 16:18 Uhr

Während und auch nach dem G20-Gipfel in Hamburg haben wir regelmäßig über die Ausschreitungen und die Gewalt berichtet, die wir alle nur kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen konnten. Viele Kollegen wurden verletzt, die ersten Gerichtsurteile wurden gesprochen. Unsere gesamte Berichterstattung und die Leserbriefe zum Thema könnte ihr hier nachlesen.

Doch das alles lässt uns immer noch ratlos zurück. Von Stephanie Schmidt, Kulturanthropologin, Doktorandin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Betreuerin des Teilprojektes Polizei, wurden wir gebeten, auf das folgende Projekt aufmerksam zu machen, welches versucht, den Gewaltausbruch beim G20-Gipfel wissenschaftlich aufzuarbeiten. Da auch uns daran gelegen ist, dass hier neutral Forschung betrieben wird, um aus dem Geschehen möglichst Lehren ziehen zu können, unterstützen wir dieses Projekt sehr gerne.

Eure Meinung ist gefragt: Ist das sexistisch?

28. Februar 2018 um 16:00 Uhr

Eure Meinung ist gefragt: Ist das sexistisch?

Polizei Oberfranken erhält für Beitrag in den sozialen Medien Rüge – Innenministerium prüft

Am 23. Februar berichteten die Kollegen von der Polizei Oberfranken über eine Lkw-Kontrolle. Das Gesamtgewicht wurde getestet und laut den Vorschriften ist für die Laster bei 40 Tonnen Schluss. Sind sie schwerer, ist das ein Überladungsverstoß. 17 Laster nahmen das Gewicht laut Mitteilung nicht ganz so ernst und wurden beanstandet.

Die Kollegen im Social Media-Team (SMT) posteten Bilder auf Twitter und Facebook und rundeten den Beitrag mit einem Bild ab, auf dem ein Dirndl-Dekolleté zu sehen war, verbunden mit der Bildunterschrift: “Holz vor der Hütt’n kann man nicht genug haben – bei Lastern ist bei 40 Tonnen Schluss”.

Polizei/Innere Sicherheit: Was wünscht Ihr Euch zu Weihnachten?

17. Dezember 2017 um 12:53 Uhr

Polizei/Innere Sicherheit: Was wünscht Ihr Euch zu Weihnachten?Bald ist Weihnachten und das ist die Zeit der Wünsche (nicht unbedingt der Geschenke). Manche Wünsche werden erfüllt, andere wiederum nicht.

Wir möchten von Euch wissen, was Ihr Euch für die Polizei oder die Innere Sicherheit wünscht, egal wie realistisch die Erfüllung des Wunsches ist.

Nutzt dazu bitte die Kommentarfunktion.
Wir sind auf Eure Wünsche gespannt.

Umfrage: Ehrenmedaille für Polizisten für besondere Verdienste?

22. Oktober 2017 um 17:21 Uhr

Umfrage: Ehrenmedaille für Polizisten für besondere Verdienste?Die Mitarbeitermotivation ist bei der Polizei so eine Sache. Es wird viel von den Polizisten erwartet, aber wenn jemand sich durch besondere Verdienste, sei es bei der Verbrechensbekämpfung, der Prävention oder der Lebensrettung, hervortut, gibt es je nach Bundesland/Bund eigene oder gar keine Vorstellungen, wie man diesem Mitarbeiter zeigen möchte, dass er tolles geleistet hat.

Da die Polizei kein Wirtschaftsunternehmen ist, ist eine Prämienzahlung so eine Sache. Hierfür muss es einen Wirtschaftstitel geben und wenn die Mittel aufgebraucht sind, kann niemand mehr belobigt werden. Zudem verdient der Staat an jeder monetären Zahlung mit. Bleibt also nur noch eine Urkunde, Sonderurlaub und womöglich eine Medaille. Wie gesagt, sind die Lösungen hierzu höchst unterschiedlich. In den einen Bundesländern gibt es keine Urkunde (außer für ein Dienstjubiläum), in anderen gibt es eine Urkunde und einen Tag Sonderurlaub.

Umfrage: Messenger-Dienste im Polizeivollzugsdienst

7. Oktober 2017 um 09:15 Uhr

Aktuell werden bereits in Bayern und Rheinland-Pfalz Messengerdienste getestet. Hierzu werden dienstliche Smartphones an die Polizisten ausgegeben, auf denen ein eigens entwickelter Messengerdienst als App installiert ist, der die Nachrichten über die polizeieigenen Server ausliefert. Eine externe Lösung scheiterte hier an Datenschutzbedenken.

Damit soll das, was eigentlich der Digitalfunk irgendwann einmal hätte leisten sollen, ausgeglichen werden. Auch in Brandenburg macht man sich offenbar Gedanken darüber, ob ein solcher Messenger sinnvoll für die alltägliche Polizeiarbeit sein könnte.

Jedenfalls hat Kollege Christoph von der Fachhochschule der Polizei Brandenburg eine solche Umfrage online gestellt: “Konkret geht es um die Fragestellung, ob Ihrer Meinung nach durch die Nutzung eines Messenger-Dienstes eine Zeitersparnis und eine verbesserte Kommunikation bei der Polizeiarbeit möglich ist oder nicht.”

Die Umfrage richtet sich an alle Polizisten und Angestellten, die im Zusammenhang mit dem Polizeivollzugsdienst stehen. Christoph wertet die Umfrage dann aus und wird sie in seiner Bachelorarbeit vorstellen.

Wir haben natürlich auch mitgemacht 👍🏻

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