In memoriam: Ein Jahr ohne Maja – Ich möchte danke sagen (von Philipp)

20. Januar 2017 um 22:13 Uhr

In memoriam: Ein Jahr ohne Maja - Ich möchte danke sagen (von Philipp)Im Januar 2016 ließen wir einen Kollegen zu Wort kommen, der im Dienst befindlich zu einem schweren Verkehrsunfall gerufen wurde. Vor Ort stellte sich dann heraus, dass es sich beim Unfallopfer um seine eigene Frau Maja handelte.

Nach einigen Tagen voller Bangen und Hoffnungen, der Gesundheitszustand hatte sich zwischenzeitlich verbessert, kam die plötzliche Wende und Maja verstarb viel zu jung an den Folgen der schweren Verletzungen im Krankenhaus (wir berichteten).

Nun, ein Jahr später, und mit mehr Tiefen wie Höhen im weiteren Leben von Kollege Philipp, hat sich doch einiges getan und wir möchten ihm die Gelegenheit geben, auch nun wieder zu Wort kommen zu dürfen:

Polizist wurde in der Silvesternacht von Pkw angefahren und verstarb nun im Krankenhaus

10. Januar 2017 um 23:35 Uhr

Polizist wurde in der Silvesternacht von Pkw angefahren und verstarb nun im Krankenhaus

Bild: Team Hoofdwegen via Instagram

Auch in den Niederlanden waren Polizisten in der Silvesternacht eingesetzt, um für Ordnung zu sorgen. Einer der Polizisten, der 36-jährige Mario vom Team der Heemstraat der Politie Den Haag​, wurde in Den Haag gegen 01:50 Uhr von einem Auto erfasst und lebensgefährlich verletzt. Er erlitt ein Schädelhirntrauma und weitere Verletzungen, so dass er intensivmedizinisch betreut werden musste.

Die 27-jährige Fahrzeugfahrerin wurde festgenommen und verhört. Offenbar handelte es sich um einen Unfall und es lag keine Absicht in ihrem Handeln.

Die eingesetzten Polizisten übernahmen direkt nach dem Unfall die Wiederbelebungsmaßnahmen bei ihrem schwer verletzten Kollegen. Während der Rettungsmaßnahmen wurden die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei mit Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen.

In memoriam: Ahmed Merabet

7. Januar 2017 um 19:53 Uhr

In memoriam: Ahmed Merabet

Bildquelle: Le Parisien

Heute vor zwei Jahren fand auf die Pariser Redaktion von “Charlie Hebdo” das Attentat statt. Polizist Ahmed Merabet stellte sich den Terroristen entgegen, wurde zunächst von ihnen angeschossen und dann kaltblütig hingerichtet.

Kollege Dominik hat uns im Gedenken an Kollege Ahmed, dessen Tod damals auch unter dem Hashtag #jesuisahmed in den sozialen Netzwerken betrauert wurde, ein paar Zeilen zukommen lassen:

Heute vor zwei Jahren wurde Ahmed Merabet brutal hingerichtet. Ein 42-Jähriger muslimisch gläubiger Polizist.

Alleine stellte er sich den beiden Terroristen des Charlie Hebdo Attentats entgegen.

Nachdem er angeschossen wurde und schwer verletzt am Boden lag wurde er schließlich mittels eines Kopfschuss von einem der selbsternannten Gotteskriegern brutal niedergestreckt. Alles gefilmt von einem Anwohner aus dessen Dachwohnung.

Bilder, die um die Welt gingen. Bilder die Hass und Angst schüren sollten. Angst die verzweifelt versuchen sollte unsere internationale Solidaritätsgemeinschaft zu vergiften.

In memoriam: Ein Jahr ohne POK Christoph Rehm

24. Dezember 2016 um 12:43 Uhr

In memorian: Ein Jahr ohne POK Christoph RehmHeute vor genau einem Jahr, am Heiligen Abend 2015, ist POK Christoph Rehm bei einem Polizeieinsatz getötet worden. Am Bahnhof im hessischen Herborn waren er und sein Kollegen eingesetzt, weil jemand sich vom Zugbegleiter nicht kontrollieren lassen wollte.

Als die beiden Polizisten den Wagon betraten, wurden sie unmittelbar von dem 27-jährigen Gewalttäter mit einem Messer angegriffen. Auch wenn sich beide Beamte versuchten zu wehren, hatten sie keine Chance.

Vores dybeste medfølelse (Unser tiefes Mitgefühl): Dänischer Polizeidiensthundeführer vor Polizeistation niedergeschossen

9. Dezember 2016 um 21:58 Uhr

Dänischer Polizeidiensthundeführer vor Polizeistation niedergeschossenMit traurigen Blicken schauen wir zu unseren Nachbarn nach Dänemark. Dort ist am vergangenen Dienstag ein Polizeidiensthundeführer vor der Polizeistation in Albertslund (einem Problemvorort der Hauptstadt Kopenhagen) von einem Mann niedergeschossen worden, der schon seit vielen Jahren einen Hass gegen Polizisten gehegt haben soll.

Wie es heißt, war der 43-jährige Polizist Jesper Juls auf dem Weg zum Dienst, als er von einem 26-jährigen Mann durch einen Kopfschuss niedergestreckt wurde. Die Verletzungen waren zunächst nicht als lebensbedrohlich eingeschätzt worden.

Leserbrief von Jörg zu Maxime Linder

8. Dezember 2016 um 20:59 Uhr

Leserbrief von Jörg zu Maxime LinderVor ein paar Tagen hinterließ Jörg hier auf unserem Blog sehr bewegende Worte. Er beschreibt seine Gedanken und Gefühle zum Tod der 22-jährigen Kollegin Maxime Linder aus Hamburg:

Jetzt ist schon wieder eine Woche vergangen, dass uns alle die schreckliche Nachricht erreichte, dass Maxime nicht mehr am Leben ist.

Auch ich bin, wie Frank, ein ganz einfacher Bürger, kein Polizist. Ich fahre einen Bus und manchmal einen LKW. Es vergeht einfach keine Minute, in der ich nicht an Maxime denken muss.

Auch ich habe Maxime zu Lebenszeiten nicht kennenlernen dürfen. Gerne hätte ich sie gekannt, hätte gerne ihr nettes Lächeln, welches auf ihren Fotos zu sehen ist, live gesehen, gerne hätte ich mit ihr gelacht, gerne hätte ich sie in den Arm genommen und getröstet, gerne hätte ich auch mit ihr geweint.

Nein, es sollte nicht sein.

Junger Polizist außer Dienst wird von Stadtbahn in Köln erfasst und stirbt

2. Dezember 2016 um 14:27 Uhr

Junger Polizist außer Dienst wird von Stadtbahn in Köln erfasst und stirbtGestern Morgen in den frühen Morgenstunden, gegen 05:20 Uhr, kam es zu einem tragischen Verkehrsunfall, bei dem ein junger Polizist, der als Fußgänger unterwegs war, verstarb.

Demnach war die Stadtbahn gerade von der Haltestelle Zülpicher Platz in Richtung Rudolfplatz los gefahren, als sie den Beamten unmittelbar nach der Tunneleinfahrt erfasste und tödlich verletzte. Die Identität des Verstorbenen war zunächst unklar.

In memoriam: Ein Jahr ohne meinen Vater (von Sascha)

30. November 2016 um 21:46 Uhr

In memoriam: Ein Jahr ohne meinen Vater (von Sascha)Heute vor genau einem Jahr waren Polizeihauptkommissar (PHK) Peter Wagner und zwei seiner Kollegen auf dem Nachhauseweg vom Dienst am Frankfurter Flughafen. Die drei Bundespolizisten kamen an einem Verkehrsunfall auf der A4 vorbei, hielten an und wollten die Unfallstelle absichern und Hilfe leisten.

Ein Autofahrer erkannte die Gefahrenstelle zu spät, fuhr alle drei Polizisten um und krachte dann in die Unfallstelle. Zwei der Beamten wurden schwer verletzt in Krankenhäuser verbracht. Ihnen geht es heute körperlich soweit wieder gut.

Einer der Bundespolizisten, PHK Peter Wagner, verstarb noch an der Unfallstelle. Er starb zwar nicht in seinem regulären Dienst, aber tat das, was er auch dienstlich getan hätte: schützen und helfen…aus Überzeugung. Wir berichteten.

Warum?

30. November 2016 um 18:50 Uhr

Warum?Es ist so schwer zu verstehen,
warum musstest du diesen Weg gehen.
Hoffnungs- und Aussichtslos,
gingst du in den Wald,
wo du schmerzlich deine Ruhe fandst.

Doch für uns ist es so schwer zu verstehen,
warum du musstest diesen Weg gehen.
Gerne hätten wir dich wieder gesehen und geholfen,
doch zu spät und unbeholfen,
müssen wir uns eingestehen,
das wir dich nie wieder sehen.

Unser tiefes Mitgefühl: Maxime Linder ist tot

30. November 2016 um 02:27 Uhr

Unser tiefes Mitgefühl: Maxime Linder ist totDie Polizeianwärterin Maxime Linder war am vergangenen Mittwoch nicht zum Dienst erschienen, seit Donnerstag wurde nach ihr gesucht.

Heute nun herrscht traurige Gewissheit. Eine Hundertschaft Bereitschaftspolizei durchsuchte noch einmal den Sachsenwald bei Hamburg und fand bei Aumühle die Leiche der jungen Polizistin.

Neben ihr lag ihre Dienstwaffe, deren Verbleib bislang ebenfalls unklar war. Es wird von Suizid ausgegangen.

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Liebe Maxime,

leider hast du unsere Botschaften nicht mehr gelesen, vielleicht hast du sie auch gelesen, aber konntest sie nicht mehr in dein Herz lassen.

Irgendwas war in deinem jungen Leben geschehen, das dich aus der Bahn geworfen hat und dich alle Hoffnung hat aufgeben lassen. Aus deiner persönlichen Sicht gab nichts, was dich dazu bewegen konnte weiter zu kämpfen, niemanden, dem du dich anvertrauen und mit dessen Hilfe du weiter machen konntest.

Das ist unendlich traurig und so bleiben wir zurück und müssen deine Entscheidung akzeptieren. Du warst und bist Teil der dunkelblauen Polizeifamilie. Für uns bleibst du unvergessen, genau so wie du warst.

Deinen Eltern, Verwandten, Freunden und Kollegen gilt unser tief empfundenes Mitgefühl. Wir wünschen ihnen viel Kraft, diesen plötzlichen Verlust, das Fehlen deines viel zu jungen Lebens zu verkraften.

Deine Polizeifamilie ⚫💙⚫

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