Unser tiefes Mitgefühl: Maxime Linder ist tot

30. November 2016 um 02:27 Uhr

Unser tiefes Mitgefühl: Maxime Linder ist totDie Polizeianwärterin Maxime Linder war am vergangenen Mittwoch nicht zum Dienst erschienen, seit Donnerstag wurde nach ihr gesucht.

Heute nun herrscht traurige Gewissheit. Eine Hundertschaft Bereitschaftspolizei durchsuchte noch einmal den Sachsenwald bei Hamburg und fand bei Aumühle die Leiche der jungen Polizistin.

Neben ihr lag ihre Dienstwaffe, deren Verbleib bislang ebenfalls unklar war. Es wird von Suizid ausgegangen.

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Liebe Maxime,

leider hast du unsere Botschaften nicht mehr gelesen, vielleicht hast du sie auch gelesen, aber konntest sie nicht mehr in dein Herz lassen.

Irgendwas war in deinem jungen Leben geschehen, das dich aus der Bahn geworfen hat und dich alle Hoffnung hat aufgeben lassen. Aus deiner persönlichen Sicht gab nichts, was dich dazu bewegen konnte weiter zu kämpfen, niemanden, dem du dich anvertrauen und mit dessen Hilfe du weiter machen konntest.

Das ist unendlich traurig und so bleiben wir zurück und müssen deine Entscheidung akzeptieren. Du warst und bist Teil der dunkelblauen Polizeifamilie. Für uns bleibst du unvergessen, genau so wie du warst.

Deinen Eltern, Verwandten, Freunden und Kollegen gilt unser tief empfundenes Mitgefühl. Wir wünschen ihnen viel Kraft, diesen plötzlichen Verlust, das Fehlen deines viel zu jungen Lebens zu verkraften.

Deine Polizeifamilie ⚫💙⚫

Bundesweite Gedenkminute für PHM Daniel Ernst – 29.10.2016 #salutdaniel

30. Oktober 2016 um 20:07 Uhr

Am 29. Oktober 2016 fand die bundesweite Gedenkminute für PHM Daniel Ernst statt, der am 20. Oktober bei einem Polizeieinsatz in Georgensgmünd lebensbedrohlich angeschossen wurde und später im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag.

Der Gedanke zu einer Gedenk- oder Schweigeminute entstand bei bayerischen Kollegen und sie formulierten ihren Wunsch in einer Gruppe für Polizisten. So nahm die Sache ihren Lauf und die Bereitschaft aller Polizisten, nicht nur in Bayern, war so groß, dass man eine bundesweite Gedenkminute in Angriff nahm.

Diese fand am 29. Oktober 2016, um 15 Uhr, statt, genau zu dem Zeitpunkt, als sich in Nürnberg viele Polizisten aus ganz Deutschland zu einem Gedenkgottesdienst zusammen fanden.

Die Eindrücke der bundesweiten Gedenkminute, bei der auch ein Zeichen gesetzt wurde – gegen Gewalt und für mehr Respekt und Menschlichkeit -, werden in diesem Gedenkvideo verarbeitet.

Danke an alle, die durch die Einsendung von Fotos, Videos und herzlichen Worten daran mitgewirkt haben!

Wirklich traurig das alles, aber irgendwo ist es auch ermutigend, wenn man sieht, wie viele Menschen innerhalb und außerhalb der Polizeifamilie dabei waren… #salutdaniel ⚫💙⚫

Infos zur Thin Blue Line und den Armbändern.

Da wir danach gefragt wurden, bieten wir allen Interessierten das Video zum Download an, allerdings aus technischen Gründen nicht in HD.

Meine Gedanken zum #salutdaniel Tag (von Susanne)

29. Oktober 2016 um 19:14 Uhr

TBL Susanne #salutdaniel

Heute war es soweit. Der #salutdaniel Tag…

Ich bin Mutter von 3 wunderbaren Kindern und Ehefrau eines Bundespolizisten.

Der Tod von Daniel hat in den letzten Tagen öfter Gespräche aufgeworfen. Ganz besonders unsere jüngste Tochter hinterfragte genau was passiert ist und äußerte auch ihre Ängste, dass dies ihrem Papa auch passieren könnte.

Im Gedenken an Daniel E. – 29.10.2016, 15 Uhr #salutdaniel

29. Oktober 2016 um 14:30 Uhr

Heute findet in der Nürnberger Lorenzkirche der Gedenkgottesdienst für PHM Daniel E. statt, der am 20. Oktober 2016 als Angehöriger der Spezialkräfte Nordbayern in Georgensgmünd bei einem Polizeieinsatz angeschossen und lebensbedrohlich verletzt wurde. Er erlag am folgenden Tag seinen schweren Verletzungen.

Kollege Daniel wurde nur 32 Jahre alt.

Die letzte Dienstreise #salutdaniel

29. Oktober 2016 um 03:20 Uhr

Die letzte Dienstreise #salutdanielEs ist so schwer zu verstehen,
warum gerade du musstest gehen.

Du gingst früh morgens aus dem Haus,
tratst in die unberechenbare Welt hinaus.

Wolltest helfen und was tun,
damit sich aller sicherer fühlen,
doch dafür musstest du bezahlen,
mit deinem Leben, in diesen jungen Jahren.

Ein Bürger hat es auf dich abgesehen,
er kannte dich nicht,
doch die Uniform, sie reichte aus,
er drückte ab – und alles nahm seinen Lauf.

Du kämpftest um dein Leben,
doch eine andere Macht übernahm es
und du musstest es aufgeben.

Bewegende Geste der Solidarität

23. Oktober 2016 um 13:26 Uhr

Bewegende Geste der SolidaritätSeit wir über den Tod des SEK-Kollegen aus Bayern berichtet haben, erreichen uns viele Nachrichten der Anteilnahme, des Mitgefühls, aber auch des Danks für unseren täglichen (gefährlichen) Dienst. Die lieben Worte, die von den Absendern gewählt werden, tun gut und geben Kraft. Vielen Dank dafür!

Eine bewegende Geste der Solidarität, nicht über die Tastatur von PC oder Handy, sondern ganz real, wählte eine Bürgerin oder ein Bürger in München. Die Urheberin/der Urheber sind nicht bekannt, was den emotionalen Wert der Geste aber in keiner Weise schmälert.

Die Kollegen in München fanden nämlich am Morgen nach dem Todestag des SEK-Polizisten an ihren Streifenwagen eine Botschaft vor. Eine rote Rose, begleitet von ein paar persönlichen Zeilen des Mitgefühls, gedruckt auf Papier, welches die Thin Blue Line ziert.

Die Botschaft lautet:

Trauer und Angst liegen nah beieinander

23. Oktober 2016 um 13:01 Uhr

Trauer und Angst liegen nah beieinanderWir bekamen dieses Bild von einem Kollegen zugesandt. Ein Bürger hatte an der Dienststelle Blumen und eine Kerze abgelegt, um dem getöteten bayerischen SEK-Polizisten zu gedenken. Trauer und Rückhalt, für uns sehr wichtig in diesen Zeiten!

Aber auch Angst bestimmt so manches Gemüt. Wir haben uns in den vergangenen Tagen mit vielen Polizisten, bundesweit und auch aus dem Ausland, unterhalten. Schock, Wut und Trauer bestimmen die Emotionen.

Während eines solchen Gesprächs erzählte uns ein Kollege, dass seine älteste Tochter, die 13 Jahre alt ist, Angst um ihren Vater hat. Sie sagte zu ihm: “Papa, geh bitte nicht mehr auf Streife. Ich habe Angst, dass dir auch so etwas passieren könnte!”

Der Kollege hat sich im Anschluss mit seiner Tochter unterhalten und versucht ihr die Angst zu nehmen. Auch wenn er damit mehr oder weniger erfolgreich war, so bleibt sie dennoch präsent. Wer könnte es ihr verdenken…

Ehrensalut: Eine Abschiedskultur für getötete Polizisten

20. Oktober 2016 um 19:00 Uhr

Wir kennen solche Bilder vornehmlich aus dem amerikanischen Raum, lange Fahrzeugkolonnen an denen das Blaulicht eingeschaltet ist, hunderte, tausende von Kollegen (und anderen Blaulichtern), die sich eingefunden haben, um ihrem im Dienst verstorbenen Kollegen die letzte Ehre zu erweisen.

Gibt es das nur in Amerika? Nein, auch in Europa gibt es bei verschiedenen Polizeien eine Art Abschiedskultur, bei denen sich die Kollegen freiwillig, organisiert von den jeweiligen Chefs, zusammen finden und gemeinsam um ihren getöteten Kollegen trauern.

Aber es ist nicht nur eine Trauerarbeit für die Kollegen, es zeigt auch der Familie und den Hinterbliebenen, dass sie nicht alleine sind und die gesamte Polizeifamilie zusammen steht in dieser schweren Zeit.

Dieses Video stammt aus den Niederlanden und zeigt den letzten Abschied der Polizisten von einem Motorradfahrer-Kollegen. Vielleicht bekommen wir so etwas irgendwann auch im übrigen deutschsprachigen Raum etabliert.

Denn eines steht fest: Verdient haben es die Kollegen, die im Dienste der Allgemeinheit das kostbarste gaben, was sie zu geben hatten, ihr Leben!

Wir trauern: SEK-Beamter erliegt seinen Verletzungen

20. Oktober 2016 um 14:48 Uhr

SEK-Beamter erliegt seinen VerletzungenGestern berichteten wir über einen Vorfall in Georgensgmünd (Bayern), bei dem ein Reichsbürger das Feuer auf die eingesetzten Polizisten eröffnete und vier von ihnen zum Teil schwer verletzte. Einer von ihnen erlitt lebensgefährliche Verletzungen und wurde notoperiert. Sein Zustand galt hiernach als stabil, aber lebensbedrohlich.

Wie das Polizeipräsidium Mittelfranken nun mitteilte, ist der SEK-Beamte seinen schweren Verletzungen in den frühen Morgenstunden erlegen.

Der Polizisten war Angehöriger der Spezialeinsatzkräfte Nordbayern und wurde nur 32 Jahre alt.

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/6013/3460809

Ein viel zu junges Leben wurde im Dienste der Allgemeinheit ausgelöscht.

Wir trauern mit den Angehörigen, aber wir sind in Gedanken auch bei den Kolleginnen und Kollegen! Ihnen allen wird schmerzlich vor Augen geführt, wie gefährlich der Dienstalltag sein kann und wie plötzlich das Leben enden kann.

Wir wünschen den Hinterbliebenen, wie auch den Kollegen, viel Kraft und eine gute Trauerbewältigung! Insbesondere den eingesetzten Kollegen und Rettungskräften wünschen wir alle notwendige Unterstützung bei der Verarbeitung dieses todbringenden Einsatzes.

Ruhe in Frieden #brotherinblue! Du bleibst unvergessener Teil der Polizeifamilie!

in memoriam: Zwei Polizisten wurden vor 25 Jahren in Hinterhalt gelockt und getötet

12. Oktober 2016 um 22:22 Uhr

in memoriam: Zwei Polizisten wurden vor 25 Jahren in Hinterhalt gelockt und getötetAm 12. Oktober 1991 wurden in der Nähe von Boffzen im Solling (Niedersachsen) zwei Polizisten in einen Hinterhalt gelockt und von drei Brüdern erschossen. Ein schrecklicher Tag für die beiden Beamten, aber auch für die Familien und die Kollegen.

Der fingierte Notruf ging bei der Wache in Höxter (Nordrhein-Westfalen) ein und wurde an die zuständige Wache in Holzminden weiter geleitet. Der Anrufer, der mit verstellter Stimme sprach, meldete einen Wildunfall, was nichts ungewöhnliches im waldreichen Gebiet im Solling war.

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