Verfassungswidrige Beförderungspraxis: Quoten untergraben Bestenauslese

17. Dezember 2019 um 19:17

Verfassungswidrige Beförderungspraxis: Quoten untergraben BestenausleseWenn es bei der Polizei um Beförderungen oder um die Stellenbesetzung geht, greift die beamtenrechtlich und grundgesetzlich festgeschriebene Bestenauslese. Um den Beamten beurteilen zu können, muss er nach Eignung, Leistung und Befähigung eingeordnet und im Verhältnis zu Mitbewerbern gesetzt werden. Doch diese vorgegebene Praxis findet nicht überall Anwendung und macht sie zudem rechtswidrig.

In Berlin ist die illegale Vorgabe von Quoten nun aufgeflogen. Obwohl Polizeivizepräsident Marco Langner noch im Mai dieses Jahres im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses nichts von solchen Quoten gewusst haben will, musste die Senatsinnenverwaltung auf Anfrage eines FDP-Innenpolitikers nun doch einräumen, dass es sie gab.

Der Polizeibericht im Original: Fünfjähriger bewirbt sich bei der Polizei

16. Juli 2019 um 19:41

Der Polizeibericht im Original: Fünfjähriger bewirbt sich bei der Polizei

Bild: Polizeiinspektion Celle

Die Polizeien brauchen dringend junge Polizisten, das ist nicht neu, und immer wieder kommen potentielle Bewerber auf die Dienststellen zu den Einstellungsberatern oder informieren sich im Internet (alle Karriereseiten aus D/A/CH/L).

Doch manch einer denkt, und das ist außergewöhnlich, je früher er sich meldet, desto besser. Von so einem Fall erzählt unser Polizeibericht aus Celle (Niedersachsen) im Original:

Die diensthabenden Polizisten staunten nicht schlecht, als der fünf Jahre alte Paul aus Eicklingen plötzlich mitten in der Celler Polizeiwache stand und nachdrücklich verkündete, er wolle später Polizist werden und sich hier und heute schon mal bewerben.

Auf ein Wort: Rechtsextremismusvorwurf – Was ist dran?

14. Juli 2019 um 21:45

Auf ein Wort: Rechtsextremismusvorwurf - Was ist dran?Wir wurden von mehreren Kollegen gebeten, uns zu dem aktuell in den Medien und in den sozialen Netzwerken geäußerten Vorwurf zu äußern, dass es innerhalb der Polizei rechtsextreme Tendenzen, gar Netzwerke gäbe. Nun, wir können nicht für alle Polizisten sprechen, aber als Polizisten einen Blick darauf geben, wie wir diese Situation gerade erleben.

Mit Sicherheit wird es den ein oder anderen geben, der uns eine adäquate Einschätzung über dieses recht komplexe Thema absprechen möchte. Frei nach dem Motto: Der Korpsgeist verhindert hier einen freien Blick. Wer so denkt, kann an dieser Stelle aufhören zu lesen. Wer uns allerdings zugesteht, differenzieren zu können, der möge bitte weiterlesen.

Auf ein Wort: Ankerzentren und Abschiebungen – Polizei als Spielball der Politik

4. Juni 2019 um 20:37

Auf ein Wort: Ankerzentren und Abschiebungen - Polizei als Spielball der PolitikBevor wir zum eigentlichen Thema unseres Statements kommen, möchten wir einen Gedanken voraus schicken, den sich der geneigte Leser bitte stets vor Augen halten möge. Das Recht, bei einem anderen Staat Asyl zu beantragen und bei Vorliegen der Voraussetzungen auch aufgenommen zu werden, ist ein Menschenrecht, welches wir weder an dieser Stelle, noch woanders in Frage stellen werden.

Es ist nicht eine Frage des Ob, sondern des Wie. Und hier liegt – zumindest in Deutschland – einiges im Argen, wie wir nun sehen werden.

Zahl des Tages: 1,20 Euro Abnutzungsentschädigung – pro Tag

5. März 2019 um 19:09

Zahl des Tages: 1,20 Euro Abnutzungsentschädigung - pro TagDie Flüchtlingskrise hat seit 2015 viele Polizisten beschäftigt und allen voran waren es Bundespolizisten, die Millionen von Überstunden angehäuft haben. Doch die Politik hat reagiert und es kommen längst nicht mehr so viele Flüchtlinge hierher wie noch vor Jahren.

Doch die Sache hat auch eine andere Seite, die nun abermals viele Polizisten beschäftigen wird. Es geht um die Abschiebung. Und um es noch einmal erwähnt zu haben, es sind nicht Polizisten oder die Polizei, die eine Ausweisung verfügt. Es sind die Ausländerbehörden, die einen Asylantrag ablehnen und die Ausweisung verfügen.

Gedanken einer Polizistin: Was es (für mich) bedeutet die Uniform zu tragen

22. Februar 2019 um 18:24

Gedanken einer Polizistin: Was es (für mich) bedeutet die Uniform zu tragen

“Wie fühlt es sich an. Uniform. Mit Hoheitsabzeichen am Arm. Mir fehlen hier kurz die Worte. Ich möchte vorweg sagen: das ist alles MEINE Empfindung. Ich weiß nicht wie es anderen geht, ich rede hier nur über meine eigenen Gedanken und Gefühle.

Als ich das erste Mal Uniform trug: Fremd. Komisch.

Habe ich alles richtig an? Was darf mit was kombiniert werden? Was jetzt normal und offensichtlich für mich ist, war damals echt kompliziert und wir hatten echt Schwierigkeiten, alleine herauszufinden, wie welche Uniform getragen wird. Leider wird das nur im mittleren Dienst richtig beigebracht. Bei uns an der Uni gibt es nur die Geschäftsanweisung, die sagt wie die Uniform getragen wird, aber beibringen müssen wir uns die selbst.
Die nächsten Tage Uniform (wohlgemerkt immer noch auf dem Polizeigelände): Zugehörigkeit. Plötzlich grüßte einen jeder und irgendwie freundlicher als davor – schwer zu beschreiben ob ich mir das nur einbilde. Zugehörig, weil man endlich ein Teil der Polizeifamilie war – jetzt eben auch optisch.

Überarbeitung der PDV 300: Männer ohne Hoden, Trans- und Intersexuelle können zukünftig Polizisten werden

3. Januar 2019 um 12:30

Überarbeitung der PDV 300: Männer ohne Hoden, Trans- und Intersexuelle können zukünftig Polizisten werden

Die Organisation der Polizei ist umfassend geregelt und der Dienstvorschriften und -vereinbarungen werden es nicht weniger. Auch wer überhaupt Polizist werden kann ist klar geregelt, nämlich in der Polizeidienstvorschrift (PDV) 300. Diese soll nun überarbeitet werden und damit mehr Menschen die Möglichkeit geben, in den Polizeidienst einzutreten.

So war in der PDV300 bislang klar geregelt, dass zum Beispiel Männer, denen der “Verlust oder ein diesem gleichzusetzender Schwund beider Hoden” nachgewiesen werden konnte, es nicht möglich war Polizist zu werden. Diese Vorschriften stammen noch aus anderen Zeiten, Trans- oder Intersexuelle waren noch unbekannt oder galten schlimmstensfalls als Krankheit, bestensfalls als Laune der Natur.

Vorbild für andere Frauen: Kirsten Böning ist Niedersachsens erste Polizeihubschrauberpilotin

15. November 2018 um 12:07

Was gibt es schöneres, als den Traumberuf ergreifen zu können und dabei auch noch einen weiteren Traum in die Tat umsetzen zu können? Für die 31-jährige Kirsten Böning ist beides nun Realität geworden, dafür musste sie allerdings auch hart kämpfen.

Als Polizistentochter aufgewachsen war ihr der Polizeiberuf schon immer nahe. Doch mit zehn Jahren war für sie klar, wenn sie Hubschrauber durch die Luft hat fliegen sehen, dass sie irgendwann selbst im Cockpit sitzen möchte.

2011 war es dann mit der ersten Traumerfüllung soweit. Sie begann das Studium an der Polizeiakademie Niedersachsen und mit Bestehen der Prüfungen und Klausuren war sie Polizeikommissarin. Nach dem Studium versah Kirsten ihren Dienst bei der Bereitschaftspolizei, bis sie 2015 ihrem nächsten Traum einen entscheidenden Schritt näher kam.

Wahl zum Bild der Woche: Freude pur beim Karnevalistenumzug

13. November 2018 um 09:28

Unser Kollege Falk aus Oranienburg (Brandenburg) war am 11. November beim dortigen Karnevalistenumzug eingesetzt. Fotograf Robert Roeske gelang ein Schnappschuss von Falk, als er mit purer Freude im Gesicht aus dem Seitenfenster des Streifenwagens schaut.

Dieses Foto steht mit vier Mitbewerbern zum Foto der Woche bei der Märkischen Allgemeinen zur Abstimmung. Abgestimmt werden kann bis kommenden Freitag. Wir haben unsere Stimme bereits abgegeben 😉

Danke für das tolle Foto an Fotograf und Kollege Falk!

Der Liebe folgend den Berufswunsch erfüllt: Deutscher zieht nach Amerika und kann dort Polizist werden

23. September 2018 um 15:06

Viele Bewerber bei einer der deutschen Polizeien können aus verschiedenen Gründen nicht eingestellt werden. Das kann verschiedene Gründe haben, doch meist sind es gesundheitliche. So war es auch bei Jürgen Petzl, der sich wegen seiner Diabetes nicht hätte zu bewerben brauchen. Dennoch konnte er seinen Traumberuf ergreifen, wenn auch nicht hierzulande.

Angefangen hatte das Ganze vor rund 15 Jahren, als Jürgens jetzige Ehefrau Molly als Au-Pair von Amerika nach Deutschland kam. Sie wohnte im Nachbarort Heidenheim (Baden-Württemberg) und die beiden lernten sich kennen. Jürgen arbeitete damals bei der Sparkasse als “Mädchen für alles”.

Molly kehrte zunächst in die USA zurück und aus Sehnsucht wurde Liebe. Die beiden heirateten und wohnten zunächst gemeinsam in Deutschland. 2008 zogen beide nach Colorado Springs.

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