Gastbeitrag von Dieter Müller: Wertschätzung in der Polizeiarbeit

3. November 2018 um 18:32 Uhr

Gastbeitrag von Dieter Müller: Wertschätzung in der PolizeiarbeitWertschätzung ist keine Einbahnstraße. Auf der einen Seite erbringen Mitarbeiter Leistungen und auf der anderen Seite nehmen andere Menschen diese Leistungen mit einer mehr oder weniger großen Erwartungshaltung entgegen.

Die Polizei ist als Organisation und Teil der exekutiven Staatsgewalt ein Dienstleister, deren Auftraggeber einerseits die Bürger sind und andererseits andere Behörden, mit denen die Polizeibeamten aufgrund gesetzlicher Aufträge zusammenarbeiten müssen wie z. B. die Staatsanwaltschaft, die Bußgeldbehörden oder die Fahrerlaubnisbehörden.

Die Wertschätzung von der behördlichen Seite besteht darin, dass auf Augenhöhe vertrauensvoll und transparent miteinander gearbeitet wird, um die gesetzlich definierten Ziele zu erreichen.
Die Wertschätzung von Seiten der Bürger ist zwiespältig und selten von Freude geprägt, sondern zumeist von der Erwartung erfüllt, dass die „bestens bezahlten Beamten“ ohnehin nur ihre Aufträge erfüllen, zu denen sie verpflichtet sind.

Die positive Geschichte: Exekutive in freundschaftlicher Verbundenheit

24. Oktober 2018 um 21:48 Uhr

“Moin,

ich bin der Leiter des Familienbetreuungszentrums Kiel der Bundeswehr. Wir haben Anfang September ein Sommerabschlussfest mit Familien von Einsatzsoldaten durchgeführt.

An diesem Tage wurde neben einer Menge Spiel und Spass für die Kinder, Infos für die Familien und einem leckeren Grillbuffet auch der Besuch des Präventionsteams der Landespolizei Schleswig-Holstein sehr gut angenommen! Die Kollegen brachte neben einer Menge Motivation auch interessantes Equipment mit, welches mit grossen Interesse untersucht und anprobiert wurde.

Polizisten als drohende Gefahr dargestellt: CopMap ist Denunziantentum und Sicherheitsrisiko

22. Oktober 2018 um 19:09 Uhr

Polizisten als drohende Gefahr dargestellt: CopMap ist Denunziantentum und Sicherheitsrisiko

Bild: Screenshot der Internetseite CopMap

Manchmal ist es schwer vorstellbar, auf welche Ideen manche kommen. Da gehört schon ein wenig ideologische Verblendung dazu, jedenfalls dürfte man als Durchschnittsbürger wohl kaum auf Ideen wie die folgende kommen.

CopMap ist ein neuer “Service”, der nicht nur deutschlandweit, sondern weltweit funktionieren soll. Per Internetseite oder Handy-App kann man an das Projekt nicht nur Polizeikontrollen, Überwachungskameras und Dienststellenstandorte melden, sondern einfache Streifenfahrten (wenn man also zufällig ein Polizeifahrzeug vorbeifahren sieht) und auch Personenkontrollen.

Seit 16 Jahren mit Spenderherz und voll dienstfähig!

2. September 2018 um 12:06 Uhr

Seit 16 Jahren mit Spenderherz und voll dienstfähig!

“Liebes Polizist=Mensch-Team,

ich bin 51 Jahre und seit 35 Jahren Polizist. 1984 in den mittleren Polizeidienst des Landes Rheinland-Pfalz eingestellt und viele Verwendungen innerhalb des Wechselschichtdienstes verrichtet.

Ich bin Vater dreier mittlerweile erwachsener Kinder, verheiratet und lebe in Koblenz. 1999 wurde ein bösartiger Tumor in meinem Herz festgestellt. Es folgten eine Herz-OP und 36 Chemo-Therapien.

Anfang 2000 hatte ich erst mal Ruhe.

Dank Föderalismus ist an der Landesgrenze Schluss: Musterpolizeigesetz wird unwahrscheinlich

29. Juli 2018 um 17:48 Uhr

Dank Föderalismus ist an der Landesgrenze Schluss: Musterpolizeigesetz wird unwahrscheinlichSeit der Föderalismusreform hat sich die Polizei teils stark auseinander entwickelt. Nicht nur die Ausstattung unterscheidet sich teils gravierend, auch die Besoldung hat driftet zwischen den Bundesländern und dem Bund auseinander, was sich zu einer Konkurrenzsituation entwickelt hat.

Aber auch gesetzlich stehen die Zeichen auf Protektionismus der einzelnen Länderparlamente. Erst Ende vergangenen Jahres hatte der Chef des Bundeskriminalamtes Holger Münch bundeseinheitliche Standards gefordert, die sowohl der Polizei, als auch der Bekämpfung der Kriminalität zugute kommen soll. Getan hat sich bislang nichts, ganz im Gegenteil.

Zum Augenreiben: Herrenloses Pferd läuft in Geschwindigkeitsmessung

15. Juli 2018 um 10:59 Uhr

Zum Augenreiben: Herrenloses Pferd läuft in GeschwindigkeitsmessungPrävention ist die vornehmste Aufgabe von uns Polizisten und eine Geschwindigkeitsmessung gehört eben auch dazu. Egal ob offen oder verdeckt, irgendwann wissen die Fahrzeugfahrer, dass dort gemessen wird. Dass eine solche Laserkontrolle aber auch noch dafür gut ist, in anderer Sache zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, belegt der folgende Fall.

Ein Polizist des Verkehrsdienstes der Polizei Münster (Nordrhein-Westfalen) hatte sich im Nottulner Landweg postiert und nahm die entgegen kommenden Fahrzeuge bzw. deren gefahrene Geschwindigkeit ins Visier – und zwar in das des Lasermessgeräts.

Steigende Suizidrate bei Frankreichs Sicherheitskräften: Ständige Terrorgefahr, Überstunden, schlechte Ausstattung, tätliche Übergriffe

8. Juli 2018 um 15:37 Uhr

Steigende Suizidrate bei Frankreichs Sicherheitskräften: Ständige Terrorgefahr, Überstunden, schlechte Ausstattung, tätliche ÜbergriffeWer die obige Aufzählung hinter dem Doppelpunkt liest und das davor nicht beachtet, der könnte meinen, es gehe um Deutschland oder den deutschsprachigen Raum. Ganz unähnlich sind die Situation der Kollegen hüben wie drüben nicht, wenn es auch ein paar gravierende Unterschiede gibt.

Frankreich wurde schon von verschiedenen Terroranschlägen heimgesucht, mit vielen Toten und Verletzten. Diese ständige Gefahr, dass ein erneuter Anschlag geschehen könnte und die Gefahr, in die sich die Polizisten dann begeben müssen, das unterscheidet Frankreich von Deutschland (noch).

Zusage eigenwillig interpretiert: Keine zusätzlichen Polizisten in Mecklenburg-Vorpommern

15. April 2018 um 11:33 Uhr

Zusage eigenwillig interpretiert: Keine zusätzlichen Polizisten in Mecklenburg-VorpommernEine Polizeireform wird nicht immer alles besser machen, darüber haben wir schon mehrfach berichtet. Wenn eine Reform aber nur dazu dient, die vorhandenen Polizisten anders zu verteilen, anstatt neue einzustellen, um die Reihen der Polizei zu stärken, dann kann man das eine Mogelpackung nennen.

So geschehen in Mecklenburg-Vorpommern. Dort hatte Innenminister Lorenz Caffier kürzlich erst die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) vorgestellt. Lobend erwähnt wurde hierbei, dass die Zahl der Straftaten insgesamt in 2017 um rund zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken war. Ist das der Grund, warum die Polizei dort nicht gestärkt werden soll?

Tätlicher Angriff im Dienst: Wenn das Trauma schlimmer ist als die körperlichen Verletzungen

5. April 2018 um 21:31 Uhr

“Du stehst als Polizist für das Recht und die Gerechtigkeit, leistest deinen Dienst für ein möglichst konfliktfreies Miteinander in unserer Gesellschaft – und erfährst plötzlich selbst Gewalt. Damit musst du erst mal klar kommen”, sagt der 35-jährige Polizist Florian Tilsner vom 1. Revier in Darmstadt (Hessen). Er weiß, wovon er redet.

Er ist aus voller Überzeugung Polizist geworden, dabei hat er einen völlig anderen Weg als seine Eltern eingeschlagen. Der Dienst an der Allgemeinheit ist ihm allerdings in die Wiege gelegt worden. Sein Vater ist Flugrettungspilot, seine Mutter Krankenschwester.

Florian weiß aus Erfahrung, dass die Gewalt im Dienst zugenommen hat. Pöbeleien, Beleidigungen, tätliche Angriffe gehören mittlerweile zum Polizeiberuf dazu. Doch ein Ereignis wird er vermutlich nie vergessen können. Es war zunächst ein Routineeinsatz (wie so oft), Streitigkeiten in einer Kneipe. Vielleicht braucht es beruhigende Worte, die Streihähne müssen getrennt werden, Deeskalation ist die Strategie.

Digitale Polizeiarbeit: Polizei Niederlande macht’s vor

15. Februar 2018 um 21:12 Uhr

Digitale Polizeiarbeit: Polizei Niederlande macht's vorUnter dem Begriff digitale Polizeiarbeit versteht man alle Aktivitäten, die die Polizei als Behörde oder Polizisten im öffentlichen Auftrag im Internet tun. Dies umfasst die Kommunikation und Interaktion mit Bürgern (Hilfestellung, Ratgebung und Vertrauensbildung (community policing) und Kriminalitätsbekämpfung (cybercrime) und -prävention.

Diese digitale Polizeiarbeit, die sich nicht nur, aber auch insbesondere auf die sozialen Medien bezieht, wird teils sehr unterschiedlich wahrgenommen. Und dies vor dem Hintergrund, dass Menschen im Internetzeitalter viele Aktivitäten nicht nur offline, sondern eben auch online tätigen. Es wäre also wichtig, wenn die Polizei das Internet als eine Möglichkeit anerkennt und entsprechend ihr Personal aufrüstet und schult, mit den Bürgern in Kontakt zu kommen oder eben Respression und Prävention zu betreiben, was ja auch offline ihr hauptsächlicher Auftrag ist.

Google+