Zahl des Tages: 709 (verletzte Polizisten während des G20-Einsatzes)

20. Juli 2017 um 18:00 Uhr

Zahl des Tages: 709 (verletzte Polizisten während des G20-Einsatzes)Es sind schon so einige Zahlen über die verletzten Polizisten während des G20-Einsatzes in Hamburg kursiert. Mal waren es mehr wie 400, dann fast 600. Und um diese Zahlen zu relativieren behaupteten manche Medien, dass die Zahl gar nicht so hoch sei, da viele Beamte während des Einsatzes an Erschöpfung aufgeben mussten.

Nun liegen die endgültigen Zahlen vor und sie sind erschreckend, genau wie die Bilder, die den Einsatz bestimmten. Insgesamt haben 709 Polizisten während des Einsatzes gesundheitliche Schäden davon getragen. Von diesen 709 wurden 592 Beamte vorsätzlich verletzt, 117 mussten wegen Erschöpfung (nach teils über 30-Stunden-Schichten) abgelöst und medizinisch behandelt werden. Alle verletzten Polizisten seien auf dem Wege der Besserung.

Bremer Polizisten berichten vom G20-Einsatz in Hamburg

19. Juli 2017 um 09:19 Uhr

…und sprechen ein paar interessante Dinge an. Bleibt es nun bei ein paar warmen Worten der Verantwortlichen oder kommt da noch was?

+Exklusiv+ Polizei rüstet nach Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg auf

18. Juli 2017 um 18:50 Uhr

+Exklusiv+ Polizei rüstet nach Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg aufDas Bundesinnenministerium teilt soeben mit, dass man umgehend Konsequenzen aus dem G20-Einsatz in Hamburg ziehen werde, bei dem auch viele Beamte der Länderpolizeien und der Bundespolizei verletzt wurden.

„Man hat hier ganz deutlich gesehen, dass wir mit unseren verfügbaren Einsatzmitteln diesen gut organisierten Chaoten nicht gewachsen sind“, so Innenminister Thomas de Maizière auf einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz.

„Jetzt heißt es keine Zeit verlieren. Wir haben alle die Bilder gesehen, auf denen Polizeibeamte mit Steinen und Flaschen beworfen werden, die Angreifer allerdings nicht erreichen können, da diese schneller zu Fuß sind als unsere Einsatzkräfte, welche mit ihrer bis zu 20 kg schweren Schutz- und weiterer Ausrüstung nicht hinter her kommen.

Die Verwendung von Gummigeschossen verbietet sich von selbst. Diese können bei unglücklichen Treffern schließlich Schmerzen oder gar Verletzungen verursachen und wären deshalb den Sicherheitsbehörden der meisten europäischen Länder verboten. Die Reichweiten von Schlagstock und Reizstoffsprühgeräten (im Volksmund: Pfefferspray) hat sich überraschenderweise als nicht ausreichend erwiesen.

G20: Die Reaktion der Leute änderte sich im Verlauf des Einsatzes vollkommen (von Alex)

16. Juli 2017 um 10:50 Uhr

G20: Die Reaktion der Leute änderte sich im Verlauf des Einsatzes vollkommen (von Alex)Alex sandte uns am vergangenen Montag auf der Rückreise aus Hamburg die folgenden Wortmeldung zu:

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“Hallo Polizist-Mensch Team!

Danke für euren Support über FB in den letzten Tagen. Ich bin Teil einer geschlossenen Einheit der Bundespolizei und nach 12 Tagen endlich auf dem Heimweg von Hamburg zu meiner Familie.

Mein Einsatz in Hamburg begann mit mehreren Mittelfingern von scheinbar Bürgern der Mittelschicht, absichtlich blockierten Straßen von Fahrradfahrern bei SWR-Fahrten und kleinen Kindern, die von ihren Eltern aufgefordert worden sind “Haut ab” zu rufen.

G20-Einsatz aus zwei Blinkwinkeln (von Sven)

15. Juli 2017 um 20:55 Uhr

G20-Gipfel aus zwei Blinkwinkeln (von Sven)

“When Worlds Collide (Happy Purge Day)”

 

 

Akt 1:

14 Uhr – ich stehe gerade auf, ganz entspannt, denn es wird ein langer Tag. Die Matratze am Boden war bequemer als zu Hause. Knöpfchen und Krümel sind schon wach, sitzen in der Küche und rauchen mein letztes Gras. Ich setze mich dazu und nehm’ ‘nen Zug.

Auf dem Tisch liegt nichts außer viele Zettel. Darauf Texte, die ich bis 15 Uhr noch lernen muss. Oder nehme ich sie einfach mit? Vielleicht zum spicken, wenn ich mal nicht weiter weiß…

An die Angehörigen und Freunde der G20-Einsatzkräfte (von Freya)

15. Juli 2017 um 16:24 Uhr

An die Angehörigen und Freunde der G20-Einsatzkräfte (von Freya)

“An alle Familienangehörigen und Freunde, die die vielen Stunden und Tage mit ihren Gedanken bei den Einsatzkräften in Hamburg waren.

Ich kann gar nicht in Worte fassen, was ich empfinde, wenn ich die vielen Bilder der unzähligen Kollegen sehe, die seit Wochen, Tagen und Stunden rund um den G20 in Hamburg und vielen Dienststellen im ganzen Land im Dienst sind und waren. Polizisten, die sich nach über 48 Stunden im Einsatz in einem Vorraum auf dem Fussboden hinlegten und vor Erschöpfung sofort einschliefen.

Kolleginnen und Kollegen, die bewusstlos oder mit schweren Verletzungen in Sicherheit gebracht werden mussten. Menschen, die angegriffen wurden, nur weil sie helfen wollten oder als Uniformträger ein “Feindbild” darstellen.

Bildgruß aus dem G20-Einsatz

15. Juli 2017 um 12:15 Uhr

Bildgruß aus dem G20-Einsatz

“Moin, hier ein Bild vom G20 Einsatz aus Hamburg.
Egal welche Einheit, hier hat jeder sein Bestes gegeben!
Grüße von einem Schleswig-Holsteinischen Kollegen 👮🏾”

G20: Die letzten Stunden des Einsatzes (von Melina)

15. Juli 2017 um 08:55 Uhr

G20: Die letzten Stunden des Einsatzes (von Melina)In der Nacht von Sonntag auf Montag erhielten wir die folgenden Zeilen:

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“Liebes Polizist=Mensch-Team,

so langsam beginnen die letzten Stunden des G20-Einsatzes…

Nach vielen, extrem langen Schichten, wenig Schlaf und einer Menge Schäden und Verletzten, denken wir an unser zu Hause, wo man uns schon vermisst.

Angela hat uns diese Bilder aus dem G20-Einsatz zugesandt

14. Juli 2017 um 19:10 Uhr

“Danke für euren mutigen Einsatz 🏅meine Enkelin hat euch ein Bild gemalt als Dankeschön💐

❤️=Polizei und die wilden Kringel sollen du Chaoten sein.

Und drauf stand: Für die Polizei, Danke dass ihr auf uns aufgepasst habt. Von Mira”

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Auch ein Video hat sie uns geschickt, da uns aber die Einwilligung des Kollegen fehlte, können wir dies nicht veröffentlichen.

Gedanken zum G20-Einsatz: Traurig! Wütend! Erschöpft! Fassungslos!

13. Juli 2017 um 20:30 Uhr

Gedanken zum G20-Einsatz: Traurig! Wütend! Erschöpft! Fassungslos!

Bildmaterial: Robin R.

Kollegin Sarah lag nach ihrem letzten Nachtdienst im Bett um zu schlafen. Da sie angesichts der gesammelten Eindrücke nicht schlafen konnte, ließ sie uns folgende Zeilen zukommen:

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Traurig!
Wütend!
Erschöpft!
Fassungslos!

Es ist ein wirre Mischung von Gefühlen nach fünf Tagen Einsatz in Hamburg zum G20-Gipfel.

Als Bereitschaftspolizeizug aus Sachsen angereist hatte man schon ein unbehagliches Gefühl. Was erwartet uns? Wie schlimm wird es werden? Kommen wir wieder gesund nach Hause?

Alles war ungewiss. Bis auf eins: es wird Krawall geben. Dies war nicht auszuschließen bei dem Gedanken, dass man den G20-Gipfel in der Stadt Deutschlands veranstaltet, die qualitativ und quantitativ an Linksextremisten nicht zu übertreffen ist!

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