Interview: Die Kollegen trauen sich nicht mehr einzuschreiten

8. Juli 2020 um 19:45

Ständige Vorwürfe wegen angeblicher “Polizeigewalt”, Videoaufnahmen im Netz, die nur das zeigen, was sie zeigen sollen, Rassismusdebatte, fehlender Respekt, Ruf nach Polizeibeauftragten. Was stellt das mit Polizisten an?

Diese Probleme gibt es nicht nur in Deutschland. Auch in Österreich ist man dieser Problematik ausgesetzt, mit Folgen für den täglichen Dienst, wie Polizist und Personalvertreter bei der AUF (Aktionsgemeinschaft Unabhängiger und Freiheitlicher), Uwe Mayer, berichtet.

So sagt er hinsichtlich des latenten Rassismusvorwurfs:

“Wegen des Vorfalls in Amerika werden nun alle Polizisten als Rassisten verunglimpft. Aber ich kann nur sagen: Für uns hat Verbrechen keine Farbe. Es zählt für uns der Paragraph, nicht die Hautfarbe und auch keine Partei.”

Solidarität mit der Polizei

2. Juli 2020 um 15:35

Solidarität mit der Polizei

Heute Morgen haben zwei Männer vor der Wache am Alexanderplatz in Berlin dieses Banner enthüllt. Wir finden, dass es in Zeiten von LADG und Diskussionen über “Polizeigewalt” und Rassismus ein gutes und wichtiges Zeichen nicht nur für die Kollegen in Berlin ist.

Das Foto wurde uns von Lennart übersandt.

Gedanken einer Polizistin: Die aktuelle Situation macht mich wütend und traurig zugleich

19. Juni 2020 um 20:06

Gedanken einer Polizistin: Die aktuelle Situation macht mich wütend und traurig zugleich

“Ich bin 23 Jahre alt und arbeite als Polizeikommissarin im Einsatz- und Streifendienst. Seitdem ich denken kann wollte ich zur Polizei. Als kleines Mädchen besaß ich ein Polizeifahrrad und an meinen 7. Geburtstag lud ich meine Freundinnen zu einer Besichtigung des Kommissariates ein, in welchem ich nun seit knapp 2 Jahren nach Beendigung meines Studiums arbeite.

Es war und ist mein absoluter Traumjob!

Die aktuelle Situation macht diesen Beruf aber verdammt schwer. Es fing Mitte März an mit dem COVID-19 Virus. So eine Situation gab es bislang noch nicht. Sowohl privat, als auch dienstlich stellte einen dieser Virus vor eine Herausforderung.

Kommentar: “Es ist falsch, die Debatte über Rassismus auf dem Rücken der deutschen Polizei auszutragen”

7. Juni 2020 um 19:48

Aktuell finden an den Wochenenden auch hierzulande Anti-“Polizeigewalt”- und Black-Lives-Matter-Demos statt. Natürlich kann man sich mit der nicht selten in den USA unterdrückten schwarzen Bevölkerung solidarisieren. Dagegen spricht nichts. Aber oft, zu oft schwingt auch der Vorwurf mit, die deutsche Polizei (oder eine andere im deutschsprachigen Raum) sei rassistisch, unter dem Verweis auf einen angeblich systematischen Rassismus innerhalb der Polizei.

Doch ist das so?

Dazu ist im Tagesspiegel ein Gastkommentar erschienen. Der Kommentator, Ahmad Mansour, ist deutsch-israelischer Psychologe und Autor, ist zudem Dozent für interkulturelles Training an der Polizeiakademie Berlin und wurde mit dem Menschenrechtspreis ausgezeichnet. Er kennt sich also mit der Polizei im Inneren aus und weiß um ihr Seelenleben.

Gerichtsurteil: Polizisten dürfen Fotografie ihrer Person bei alltäglichen Polizeieinsätzen verhindern

3. Juni 2020 um 19:29

Gerichtsurteil: Polizisten dürfen Fotografie ihrer Person bei alltäglichen Polizeieinsätzen verhindernGerade in letzter Zeit sieht man in den sozialen Medien viele Bilder und Videos, bei denen Polizisten sehr nah abgelichtet werden. Vornehmlich, um angeblichen “Polizeigewalt” oder rechtswidrige Maßnahmen zu dokumentieren. Dass das bei alltäglichen Polizeieinsätzen nicht immer erlaubt ist und von Polizisten auch unterbunden werden darf, ist nicht neu, wurde aber durch ein Gericht in einem konkreten Fall nun bestätigt. Und das auch dann, wenn es sich um einen Pressefotografen handelt.

 

Der Fall

Bei dem hier entschiedenen Fall handelt es sich um einen Polizeieinsatz aus dem August 2018 in der Nähe von Aachen (Nordrhein-Westfalen). Ein mit Holz beladener Einkaufswagen war in Brand gesteckt worden und es bestand durch Funkenflug und herrschende Trockenheit die Gefahr, dass sich das Feuer ausweiten könnte.

Zwei Festnahmen in Duisburg Marxloh: Zwei Großeinsätze der Polizei, weil bis zu 200 Personen die Maßnahme verhindern wollen

20. Mai 2020 um 20:53

Zwei Festnahmen in Duisburg Marxloh: Zwei Großeinsätze der Polizei, weil bis zu 200 Personen die Maßnahme verhindern wollenWer uns schon etwas länger folgt, der weiß, dass Duisburg Marxloh (Nordrhein-Westfalen) ein sozialer Brennpunkt und für uns Polizisten oft ein hartes Pflaster ist. Immer wieder kommt es zu Großeinsätzen der Polizei, weil sich ein Mob zusammen rottet um die Polizisten anzugreifen. So war es nun auch bei zwei unterschiedlichen Festnahmen innerhalb weniger Tage.

 

Zum ersten Großeinsatz kam es am vergangenen Sonntag, als eine Streife einen per Haftbefehl gesuchten 18-Jährigen erkannte, der wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung gesucht wurde. Der Gesuchte versuchte in ein Haus zu flüchten, konnte von den Polizisten aber ergriffen werden.

Streit um Maskenpflicht im Laden eskaliert: Zwei Polizisten schwer verletzt

12. Mai 2020 um 20:17
Streit um Maskenpflicht im Laden eskaliert: Zwei Polizisten schwer verletzt

Bild: Screenshot Onlinevideo von Malena Siciliana via Facebook

In letzter Zeit tauchen immer mehr Onlinevideos auf, die vorgeben ein Beweis für Polizeigewalt zu sein. Meist bekommt man nur das zu sehen, was man sehen soll, nämlich den Beweis für Polizisten, die unrechtmäßig übergriffig werden. Und die Netzgemeinde “zerfleischt” die gezeigten Beamten regelrecht. Doch ist das wirklich so?

Im folgenden Fall geht es um einen Vorfall am vergangenen Samstag in einem Supermarkt in Troisdorf (Nordrhein-Westfalen). Wie es im Polizeibericht heißt, wurde eine Streife zu dem Supermarkt gerufen, weil sich zwei Männer (35 und 38 Jahre) alt weigerten der Mundschutzpflicht nachzukommen.

Gedanken eines Polizisten: Hetzkampagne in den sozialen Medien gegen den Staat und seine Polizeibeamten

3. Mai 2020 um 20:05

Gedanken eines Polizisten: Hetzkampagne in den sozialen Medien gegen den Staat und seine Polizeibeamten

Hallo, liebe Social-Media-Freunde!

In den letzten Tagen und Wochen findet in den sozialen Medien eine regelrechte Hetzkampagne gegen den Staat und seine Polizeibeamten statt, die mich als Vollblut-Polizist sehr betroffen macht und die ich mit großer Sorge beobachte. Ich möchte die derzeitige Situation zum Anlass nehmen, um ein paar Worte zu den vielen Videos und Berichten auf diesen Plattformen zu verlieren.

Der Polizeiberuf ist ein Beruf, der derart stark polarisiert, wie kaum ein anderer. Aktuell gibt es zwei Arten von Videos, die von Menschen in den sozialen Medien veröffentlicht werden. Zum Einen sind das Videos, die die Polizei bei der Festnahme von Straftätern völlig hilflos und absolut unprofessionell aussehen lässt und der andere Teil der Videos zeigt eine Polizei, die angeblich unschuldige Menschen schikaniert, ungerecht behandelt und maßlos rechtswidrig Gewalt anwendet.

Fiktive Polizeigeschichte: Wie im Zoo!

2. November 2019 um 20:16

Fiktive Polizeigeschichte: Wie im Zoo!Ein frisch ausgebildeter Kollege und ich laufen auf einem Berliner Volksfest Streife. Dort sollen wir für Recht und Ordnung, vor allem aber auch für ein höheres Sicherheitsgefühl der Gäste sorgen.

Wir schlendern einmal an den Fressbuden, Karussellen und Verkaufsständen vorbei und kommen dann wieder an einem der Haupteingänge an.

Dann stellen wir uns an die Seite und beobachten die herein und heraus laufenden Menschenmassen.

“Weißt du, was mich total nervt?”. fragt mein Kollege.

“Ne”, sag ich. “Was denn?”

“Dass einen alle Menschen beobachten, wenn man Uniformiert ist.”

Der Fall Hauptbahnhof Hannover: Bundespolizist teilweise schuldig gesprochen und aus dem Dienst entfernt

28. Oktober 2019 um 20:06

Der Fall Hauptbahnhof Hannover: Bundespolizist teilweise schuldig gesprochen und aus dem Dienst entferntDer Fall hatte 2015 bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Es wurde viel spekuliert, ohne Einzelheiten zu wissen. Wir hatten uns damals in einem Statement dazu geäußert und aufgerufen, die Ermittlungen erst einmal abzuwarten. Nun scheint der Fall juristisch beendet worden zu sein.

Die Vorwürfe wogen schwer. Ein Bundespolizist soll in einer Zelle am Hauptbahnhof Hannover einen 19-jährigen Flüchtling aus Afghanistan misshandelt haben. Es wurde von Schlägen und Demütigungen berichtet. Angeblich soll er dem Gefangenen auch vergammeltes Schweinefleisch eingeflößt haben.

Dann soll der Beamte ein Foto mit seinem Handy gemacht haben, auf dem der Flüchtling mit schmerzverzerrtem Gesicht zu sehen war. Dieses Bild soll der Polizist dann in eine Whatsapp-Gruppe geteilt und sich herablassen bzw. ausländerfeindlich darüber geäußert haben.

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