Er sollte eigentlich die Dienststelle putzen: Reinigungskraft landet in der Zelle

22. April 2018 um 09:34 Uhr

Er sollte eigentlich die Dienststelle putzen: Reinigungskraft landet in der ZelleKurios fanden auch die involvierten Kollegen diesen Fall, in mehrfacher Hinsicht. Doch das Leben schreibt meist die interessantesten Geschichten.

Ein 22-Jähriger sollte nach Sanierungsarbeiten die Wache in Lohr am Main (Bayern) vom Bauschmutz befreien. Routinemäßig überprüften die Polizisten erst einmal seine Personalien, bevor er mit seiner Arbeit im sicherheitssensiblen Bereich beginnen durfte.

In der Ansicht, dass hierbei nichts unliebsames auftauchen würde, mussten sich beide Seiten die Augen reiben. Denn für die Reinigungskraft bestand ein Haftbefehl. Der Mann hatte nach einem Ladendiebstahl die Geldstrafe in Höhe von 150 Euro nicht bezahlt, so dass von der Staatsanwaltschaft ein Haftbefehl beantragt und vom Amtsgericht erlassen wurde.

Als kein anderes Mittel wirkte: Polizeihund “Elgur” biss zu

20. April 2018 um 11:54 Uhr

Als kein anderes Mittel wirkte: Polizeihund "Elgur" biss zu

Bild: Polizei Duisburg

Getreu dem Polizeihundemotto “Ich schütze die Meinen” kam es am Mittwoch Abend zum Einsatz eines Diensthundes, der, als alle anderen Mittel versagten, beherzt zubiss und damit die Lage bereinigte.

Eigentlich kam es zu einem Routineeinsatz wegen einer Streitigkeit, dessen Ursache bislang im Dunkeln lag. Ein Mann stritt mit einem Fahrzeughalter und als der Störenfried auch noch gegen dessen Wagen trat, wurde die Polizei in Duisburg (Nordrhein-Westfalen) gegen 21 Uhr alarmiert.

Schusswaffengebrauch mit tödlichen Folgen: Autofahrer fährt auf Polizisten zu

12. April 2018 um 20:41 Uhr

Schusswaffengebrauch mit tödlichen Folgen: Autofahrer fährt auf Polizisten zu

Bild: Polizei Luxemburg

Es sollte eigentlich eine Routinekontrolle werden, als die Polizisten in Luxemburg einen Mercedes anhalten wollten. Der Fahrer fuhr jedoch gezielt auf einen Polizist zu, der daraufhin seine Dienstwaffe zog und auf den Fahrer schoss. Der Vorfall endete tödlich für den Autofahrer.

Gestern Nachmittag gegen 16 Uhr fiel einer Streife der Polizei in Luxemburg Stadt ein Mercedes auf, der eine auffällige Fahrweise hatte. Die Polizisten entschlossen sich dazu, das Auto anzuhalten und den Fahrer einer Verkehrskontrolle zu unterziehen. Dem wollte sich der Mercedesfahrer jedoch entziehen und setzte zur Flucht an.

Einer der Beamten stand auf der Straße und gab dem Autofahrer eindeutige Anhaltezeichen. Dies sah der Fahrer jedoch als Aufforderung an, nochmals Gas zu geben und zielgerichtet auf den Polizisten zuzufahren.

Ausgerastet: 21-Jähriger verletzt vier Polizisten

6. April 2018 um 17:56 Uhr

Ausgerastet: 21-Jähriger verletzt vier PolizistenEs war wieder einer dieser Routineeinsätze, die unabsehbar völlig eskaliert sind. Bei einer gemeldeten Streitigkeit wurden insgesamt vier Polizisten verletzt, von denen zwei den Dienst nicht mehr fortsetzen konnten.

Gestern am späten Abend, gegen 22:55 Uhr, wurde der Polizei Oberhausen (Nordrhein-Westfalen) eine Streitigkeit gemeldet. Ein 21-Jähriger war mit seinen Großeltern in Streit geraden, letztere ersuchten die Polizei um Hilfe. Als die eingetroffene Streife den jungen Mann im Hausflur antraf, reagierte dieser sofort aggressiv und attackierte einen 37-jährigen Polizisten.

Tätlicher Angriff im Dienst: Wenn das Trauma schlimmer ist als die körperlichen Verletzungen

5. April 2018 um 21:31 Uhr

“Du stehst als Polizist für das Recht und die Gerechtigkeit, leistest deinen Dienst für ein möglichst konfliktfreies Miteinander in unserer Gesellschaft – und erfährst plötzlich selbst Gewalt. Damit musst du erst mal klar kommen”, sagt der 35-jährige Polizist Florian Tilsner vom 1. Revier in Darmstadt (Hessen). Er weiß, wovon er redet.

Er ist aus voller Überzeugung Polizist geworden, dabei hat er einen völlig anderen Weg als seine Eltern eingeschlagen. Der Dienst an der Allgemeinheit ist ihm allerdings in die Wiege gelegt worden. Sein Vater ist Flugrettungspilot, seine Mutter Krankenschwester.

Florian weiß aus Erfahrung, dass die Gewalt im Dienst zugenommen hat. Pöbeleien, Beleidigungen, tätliche Angriffe gehören mittlerweile zum Polizeiberuf dazu. Doch ein Ereignis wird er vermutlich nie vergessen können. Es war zunächst ein Routineeinsatz (wie so oft), Streitigkeiten in einer Kneipe. Vielleicht braucht es beruhigende Worte, die Streihähne müssen getrennt werden, Deeskalation ist die Strategie.

Mit den Kollegen auf Streife: Der einsame Tod

9. März 2018 um 19:04 Uhr

Mit den Kollegen auf Streife: Der einsame TodRegelmäßig berichten uns Kollegen über Erlebnisse und Einsätze, die entweder lustig, kurios oder auch traurig sind und sie in unterschiedlicher Art und Weise beschäftigt.

Heute berichtet uns Kollege Don aus Köln über einen eher traurigen Einsatz, über menschliches Schicksal und die Gedanken, die man sich macht, wenn man als Polizist versucht heraus zu finden, wie es dazu kam:

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Der einsame Tod….

Wer “zart besaitet” oder empfindlich ist, liest bitte nicht weiter, denn dies ist eine traurige Geschichte….

Mein Lautsprecher im Helm krächzt: “Don, kannst Du mal in die Straße Nr…. fahren und nach einem Herrn …. schauen, ob es ihm gut geht? Seine Ex-Frau hat hier angerufen, sie hat seit 3 Wochen nichts mehr von ihm gehört. Sie haben eigentlich regelmäßig Kontakt wegen der gemeinsamen Tochter. Aber selbst zum Geburtstag seiner Tochter letzte Woche hat er sich nicht bei ihr gemeldet, was absolut ungewöhnlich sei. Schau mal nach, ob dort alles in Ordnung ist.”

In memoriam: Vor 30 Jahren von Amokläufer auf Wache erschossen

4. März 2018 um 21:21 Uhr

In memoriam: Vor 30 Jahren von Amokläufer auf Wache erschossenHeute vor 30 Jahren, am 4. März 1988, wurden im bayerischen Dorfen drei Polizisten auf ihrer Wache von einem Amokläufer erschossen. Dabei waren die Waffen, um die es ging, am selben Tag morgens von den beteiligten Polizisten sichergestellt worden. Der Täter litt scheinbar an einer psychischen Krankheit und womöglich wäre das Attentat vermeidbar gewesen.

Der Morgen des 4. März begann für die Polizisten der Dorfener Wache wie jeder andere. Ein Routineeinsatz wartete auf sie. Der 37-jährige Jugoslaw Slobodan S., der bereits seit 15 Jahren in Deutschland lebte, hatte einen Waffenschein beantragt. Da es aber Zweifel an der Eignung gab, wurde der Antrag durch den Landkreis abgelehnt. S. war aber schon im Besitz von Waffen, diese sollten durch die Polizisten beschlagnahmt werden.

Beamtin des Landeskriminalamtes Berlin setzt sich für Opfer von Hasskriminalität ein

15. Januar 2018 um 15:05 Uhr

Anne Griesbach-Baerns hilft Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen, die Opfer von Hasskriminalität wurden, sich zu wehren. Sie agiert als Ansprechperson der Polizei Berlin.

Routinemäßig bekam die LKA-Beamtin eine Anzeige von einem 28-jährigen Iraker auf ihren Schreibtisch.

Der junge Mann wurde kurz vor Weihnachten von einer Gruppe arabisch aussehender Männer zusammengeschlagen. Der 28-Jährige war mit seinem 23-Jährigen Begleiter auf der Sonnenallee angesprochen worden, weil er Ohrringe trug. Er wusste schon im Vorfeld, dass die Gruppe seine Ohrringe als Provokation ansahen würde, als die Obstkiste an seinen Kopf flog, wusste er es ganz genau. Der 28-Jährige erlitt Kopfverletzungen, sein 23-Jähriger Begleiter Arm- und Beinverletzungen.

Erst Verbringungsgewahrsam, dann Unfalltod: Ermittlungen gegen Polizisten wegen fahrlässiger Tötung

7. Dezember 2017 um 17:50 Uhr

Erst Verbringungsgewahrsam, dann Unfalltod: Ermittlungen gegen Polizisten wegen fahrlässiger TötungEigentlich waren die Polizisten wegen eines Routineeinsatzes ausgerückt, doch dieser entwickelte sich zu einem tragischen Unfall, infolge dessen ein Mann starb. Nun wird nicht nur gegen die Unfallfahrerin ermittelt, sondern auch gegen zwei Polizisten.

Es war der 19. November dieses Jahres, als zwei Beamte der Polizei Oldenburg (Niedersachsen) zu einem Streit in Rastede ausrückten. Ein Mann iranischer Abstammung wollte eine Kneipe betreten. Als ihm das verwehrt wurde beschwerte er sich lautstark darüber. Scheinbar so lautstark, dass die Polizei alarmiert wurden.

Die eingesetzte Streife vermochte den jungen Mann nicht zu beruhigen und einem Platzverweis wurde nicht Folge geleistet, so dass man kurzerhand beschloss den 23-Jährigen nach Hause zu fahren. Die Polizisten ließen den Mann in den Streifenwagen einsteigen und fuhren los. Unterwegs, so heißt es, soll die Streife mit einem anderen Einsatz beauftragt worden sein.

Haftbefehl: Vorstellungsgespräch verlief nicht wie erwartet

18. September 2017 um 12:35 Uhr

Haftbefehl: Vorstellungsgespräch verlief nicht wie erwartetKuriose Einsätze gibt es ja immer wieder, aber dass ein Vorstellungsgespräch bei der Polizei mit einem Haftbefehl endet ist schon kurios.

Anders als gedacht verlief das Einstellungsgespräch eines jungen Mannes auf der Polizeiinspektion in Schwabach (Bayern). Am Dienstag wollte sich ein Bewerber über die notwendigen Anforderungen und Voraussetzungen für den Polizeidienst in Bayern kundig machen.

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