Gedanken einer Polizistin: Ein Einsatz, der mich noch Tage später beschäftigt

1. Mai 2019 um 19:08 Uhr

Gedanken einer Polizistin: Ein Einsatz, der mich noch Tage später beschäftigt

“Wir kennen ihn alle… den Einsatz wenn Mutter oder Vater, Tochter oder Sohn, Freund oder Freundin oder auch ‘nur’ ein Kollege einen Menschen meldet, den er nicht mehr erreichen kann und von dem er annimmt, dass ihm etwas zugestoßen sein könnte. Oft ist der Grund hierfür das Alter, eine Erkrankung oder sonstige hilfebedürftige Lage, aber auch oft genug die Befürchtung, dass der liebe Mensch, den man vermisst, sich etwas angetan haben könnte.

In den meisten Fällen recherchierst du ein bisschen, fragst ab, ob die Person mit dem Rettungswagen transportiert wurde, es bereits einen Polizeieinsatz gab, rufst an. Und in vielen Fällen hast du bereits hier ein Ergebnis was mit dem Menschen, der nicht erreicht werden kann, passiert ist.

Reportage: Die Wunden der Ermittler

29. April 2019 um 18:45 Uhr

Polizisten und Staatsanwälte schauen täglich in die Abgründe der Gesellschaft. Schwere Unfälle, Suizide, Vergewaltigungen, Kindesmisshandlungen, Morde und tätliche Übergriffe. Sich um diese Fälle, um die Opfer und Täter zu kümmern, ist Aufgabe der Ermittler von Polizei und Justiz.

Es gehört also zum Berufsbild dazu, belastende Situation zu meistern. Doch wie gehen die Ermittler persönlich mit den Eindrücken, mit Verletzungen um? Was stellen die Fälle, die sie erleben, mit ihrer Seele an? Und wie sehr interessiert es den Dienstherrn, die Gesellschaft, ob ihre Ermittler gesund sind?

Getreu dem Motto “Ihr seid die 110. Nach euch kommt niemand mehr” ist die Erwartungshaltung der Gesellschaft an die Ermittler groß. Sie erwartet zurecht, dass diese neutral und unvoreingenommen ihre Fälle bearbeiten, Verbrechen aufklären, Opfern Empathie entgegen bringen.

Gedanken von Sarah: Warum bin ich Polizistin?

14. April 2019 um 18:50 Uhr

Gedanken von Sarah: Warum bin ich Polizistin?

“Manchmal frage ich mich warum ich Polizistin geworden bin und ob ich es wirklich noch will, die Uniform zu tragen.
Man hat es größtenteils nur noch mit Menschen zu tun, die einen angreifen, dumm anpöbeln oder meinen sie wüssten alles besser.

Ist es wirklich sinnvoll dafür sein Leben zu riskieren?

Man erlebt viele schlimme Momente, von häuslicher Gewalt, schweren Verkehrsunfällen oder sogar Suiziden. Man muss sich um betrunkene Personen kümmern, sich beleidigen lassen oder auch, wenn es sein muss, das Pfefferspray oder den Schlagstock einsetzen.

Schnelle Reaktion: Polizisten retten Menschenleben

16. Januar 2019 um 15:49 Uhr

Schnelle Reaktion: Polizisten retten MenschenlebenGleich zweimal in der Nacht zum vergangenen Freitag konnten Polizisten Menschenleben retten. Wie es der Zufall wollte waren alle Beteiligten zur richtigen Zeit am richtigen Ort – man könnte meinen, ein Schutzengel hatte die Hände im Spiel.

Der Polizei Mülheim/Ruhr (Nordrhein-Westfalen) hatte die Meldung erhalten, dass ein Mann seinen Suizid angekündigt hatte. Polizisten befanden sich bereits auf der Suche nach dem Mann, als die Polizei die Meldung eines Taxifahrers erreichte, der eine Person gesehen hatte, die sich womöglich etwas antun wollte.

“Polizisten sind Mörder”: Anfeindungen gegen Polizei nach tödlichem Schusswaffengebrauch

20. Dezember 2018 um 18:27 Uhr

"Polizisten sind Mörder": Anfeindungen gegen Polizei nach tödlichem SchusswaffengebrauchAm vergangenen Sonntag war es in Bochum (Nordrhein-Westfalen) zu einem tödlich verlaufenen Schusswaffengebrauch gekommen, weil ein Mann den Polizisten mit einem waffenähnlichen Gegenstand gegenüber stand und die Weisungen der Beamten nicht Folge leistete. Hiernach folgten Anfeindungen gegen die Polizei.

Die Polizei hatte vor diesem tragischen Einsatz am Sonntag bereits mehrfach Einsätze am dortigen Einsatzort, weil mehrfach Ruhestörungen, Randale und ein angekündigter Suizid gemeldet worden waren, die der später tödlich getroffene selbst ausgelöst hatte.

Mit den Kollegen auf Streife: Aus dem Tagebuch einer Polizistin – Teil 1

14. Dezember 2018 um 21:16 Uhr

Mit den Kollegen auf Streife: Aus dem Tagebuch einer Polizistin - Teil 1Wir haben hier die Zuschrift einer Kollegin erhalten, die euch auf Streife mit nimmt. Eine Schicht lang gibt sie Einblick in die Polizeiarbeit und die Gedanken- und Gefühlswelt eines Polizisten. Der erste Teil ist hier zu lesen, der zweite Teil folgt morgen.

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Aus dem Tagebuch einer Polizistin

…und ich komme emotional und körperlich geschwächt von der Arbeit nach Hause und wünschte mir wie so oft, dass jemand in meinem Bett liegt, der auf mich wartet, an den ich mich kuscheln kann, um alles fallen zu lassen.

Der mich versteht und weiß, dass es auch solche Tage in meinem Beruf gibt, an denen man sich nichts mehr wünscht, als einfach in den Arm genommen zu werden mit dem Wissen, mein Partner ist stolz auf mich. Einen Ruhepol in einem oft so lauten Leben.

Es ist Freitag, mein Kollege und ich fahren den Dienst zwischen Spät und Nacht. Momentan ist das Einsatzaufkommen der Spätdienste ziemlich hoch. So auch heute. Diverse Kleinigkeiten aber auch größere Lagen im regionalen Bereich stehen auf dem Tableau.

Überbringen einer Todesnachricht: Polizisten mit Fäusten angegriffen

29. November 2018 um 20:06 Uhr

Überbringen einer Todesnachricht: Polizisten mit Fäusten angegriffen“Für Polizeibeamte zählen Todesbenachrichtigungen zu den emotional belastenden Aufgaben des Berufs. Jeder Mensch trauert anders und einen geliebten Menschen zu verlieren, versetzt jede Familie in einen Ausnahmezustand”, so beginnt der Bericht der Polizei Köln (Nordrhein-Westfalen) zu einem Vorfall vorgestern.

Uns begegnen bei solch schlimmen Nachrichten sämtliche Reaktionen, von apathisch bis schreiender Nervenzusammenbruch. Wir werden in Aus- und Fortbildung auf solche Situationen vorbereitet und auch uns steht Unterstützung zu, falls diese Einsätze emotional zu belastend sein sollten. Doch was die Kollegen in Köln erleben mussten, ist nicht nur die Ausnahme, es ist auch verstörend.

Schwerer Einsatz: Seniorin stürzt sich bei Zwangsräumung in den Tod

22. September 2018 um 16:20 Uhr

Schwerer Einsatz: Seniorin stürzt sich bei Zwangsräumung in den TodLeider kommt es immer wieder vor, dass wir bei Zwangsräumungen Amtshilfe leisten müssen. Bis es allerdings soweit kommt, muss schon sehr viel passieren. Für uns sind das nie schöne Einsätze, doch der folgende Fall verlief besonders schlimm.

Eine Vollzugsbeamtin, zwei Vertreter der Wohnungsgesellschaft, Mitarbeiter des Ordnungsamtes und zwei zur Unterstützung hinzugezogene Polizisten waren am vergangenen Mittwochmorgen gegen 09:45 Uhr an der Wohnung einer 70-Jährigen in Porta Westfalica (Nordrhein-Westfalen) erschienen. Es handelte sich um eine angekündigte und geplante Zwangsräumung.

Diensthundeführer werden während Fußpatrouille zu Lebensrettern

21. August 2018 um 10:42 Uhr

Diensthundeführer werden während Fußpatrouille zu Lebensrettern

Bild: Landespolizeidirektion Oberösterreich

Wie wichtig es ist, einfach nur Streife zu fahren oder zu gehen, Präsenz zu zeigen und damit Kriminalität oder Gefahren zu verhindern, lässt sich meist nicht in Zahlen bemessen. Im Gegensatz zu stattgefundenen Straftaten existiert hierzu keine Statistik, das wäre auch kaum möglich.

Und weil die Aufgaben der Polizei in den vergangenen Jahren zu- und das Personal abgenommen haben, ist es mittlerweile schwer geworden, diese wichtige Aufgabe noch zu erfüllen – auch wenn wir Polizisten es uns noch so sehr wünschen. Doch der folgende Fall zeigt, dass eine solche Fußstreife Leben retten kann.

Am vergangenen Wochenende waren die beiden Diensthundeführer Wolfgang und Andreas mit ihren Diensthunden Smokie und Lina in Linz (Oberösterreich) im Bereich Am Tankhafen auf Fußpatrouille. Hierbei fiel ihnen ein verdächtiges Fahrzeug auf.

Geständnis eines Polizisten: Wenn der Freund und Helfer selbst Freunde und Helfer braucht

6. August 2018 um 21:27 Uhr

Geständnis eines Polizisten: Wenn der Freund und Helfer selbst Freunde und Helfer braucht

“Dank eines Kollegen kann ich zweiten Geburtstag feiern”

“Es gibt Momente im Leben eines Polizisten, bei denen nicht wir Freunde und Helfer sind, sondern selbst diese benötigen – und zwar dringend.

Es ist auf den Tag genau 5 Jahre her, als ich mit meiner Waffe da saß und nicht mehr ein noch aus wusste… Ja ich wollte mir das Leben nehmen.

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