Blitzer anno 1960er

23. April 2016 um 01:57

Gestern und heute findet der Blitzermarathon statt, an dem sich einige Bundesländer beteiligen, anderen unter Hinweis auf den Personalmangel nicht.

So wie auf dem Bild sahen Anfang der 1960er die Blitzer aus, mit denen damals wohl eher kein sogenannter Marathon möglich gewesen wäre.

Blitzer 1960er

Sparmaßnahmen und Missstände bei der Polizei

26. März 2016 um 21:50

Sparmaßnahmen gehen weiterEigentlich sollte man meinen, dass gerade jetzt, zu Zeiten des Terrors, würde die Polizei besser ausgestattet werden, doch Fehlanzeige. Die Sparmaßnahmen gehen unvermindert weiter:

So wie im Kreis Wesel (Nordrhein-Westfalen). Dort sollen die Beamten von den aktuell vorhandenen 120 Streifenwagen 30 abgeben. Doch damit ist dann nur noch der normale Streifendienst möglich. Ein einfaches mal losfahren um zu ermitteln, zu beraten oder zu betreuen ist dann nicht mehr gewährleistet. Das Land will mit dieser Maßnahme Kosten einsparen.

Warburg: Einsatz in Flüchtlingsunterkunft

25. März 2016 um 22:10

Warburg

Öffentliches Theater in mehreren Akten

Am 9. März kam es in der Gemeinde Warburg (Nordrhein-Westfalen) zu einem Einsatz der Polizei in einer kommunalen Flüchtlingsunterkunft, der nicht nur medial große Aufmerksamkeit erhielt.

Wie sich mittlerweile herausstellt, geht es in dieser Geschichte um Lügen, künstliche Empörung, Drohungen, Forderungen und (mal wieder!) um ein zusammen geschnittenes Video, das lediglich das zeigen sollte, was beabsichtigt war.

Ein öffentliches Theater in mehreren Akten:

TV-Tipp: Rechtsfreie Räume – Die überforderte Republik (n-tv)

3. März 2016 um 21:19

Die Reportage begleitet die Polizei Essen an Brennpunkten. Rivalisierenden Familienclans, Rockerbanden, soziale Brennpunkte. Wie geht es der Polizei mit dieser Aufgabenbelastung angesichts Personalmangel und steigender Gewalt?

Wiederholungen:
Fr. 04.03. 16:05-17:00 Uhr
So.13.03. 22:05-23:00 Uhr
Do.17.03. 05:15-06:00 Uhr

http://www.tvprogramm24.com/2016-03-01/n-tv/22_10.html

Wachpolizei: Halb-Polizei, Cops light, Billigstreife?

19. Februar 2016 um 16:12

WachpolizeiDer Personalmangel bei der Polizei ist regelmäßig Thema auf dieser Seite und wird es wohl auch weiterhin bleiben. Gestern berichteten wir darüber, dass auch 2016 der Personalkörper weiter schrumpfen wird. Manche Bundesländer gehen, anstatt mehr Polizisten einzustellen, einen anderen Weg.

Um schnell und billiger an neues Personal zu kommen, bilden manche Bundesländer Wachpolizisten aus. Schnell muss es gehen, denn angesichts der aktuellen Einsatzlage schafft die Polizei es kaum noch den regulären Betrieb aufrecht zu halten.

In Sachsen zum Beispiel kommen zum üblichen Fußball-, Demo- und Ermittlungsgeschäft nun die Pegida-Demonstrationen und die Flüchtlingskrise hinzu. Zu letzterem gehören zudem noch Auseinandersetzung in und vor den Unterkünften der Asylbewerber dazu. Die Überforderung war in Freital und Heidenau überdeutlich.

Die Mär von mehr Personal bei der Polizei – Nur Bayern stellt mehr ein und prüft neuen Ausbildungsstandort in Kaserne der Bundeswehr

19. Februar 2016 um 15:52

Staatsminister prüft Ausbildung in Kaserne

Bild: PNP

Kürzlich hatten wir eine Karte veröffentlicht, auf der das Polizeipersonal pro 100.000 Einwohner in Deutschland dargestellt wurde. Hier wurde deutlich, dass insbesondere in den westlichen Bundesländern, mit Ausnahme von Bayern, akuter Personalmangel herrscht. Dies bedeutet jedoch nicht, dass im Osten Deutschlands eitel Sonnenschein besteht.

Wie eine Umfrage bei den 16 Landesministerien, die für die Innere Sicherheit zuständig sind und damit für die Polizei, ergab, wird auch 2016 weiter gespart. Bereits in den vergangenen Jahren ist der Personalkörper in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg stark geschrumpft. Aber auch in Rheinland-Pfalz und im Saarland nahm die Personaldecke ab.

„Völlig losgelöst von der Erde“ (Major Tom) – Bundesinnenminister verweigert sich der Realität

24. Januar 2016 um 23:00
Thomas de Maizière

Bild: AP via faz.net

Bundesinnenminister Thomas de Maizière machte in letzter Zeit keine gute Figur, was das Thema innere Sicherheit betrifft. Zuerst verunsichert er mit dem Satz „Teile meiner Antwort könnte die Bevölkerung verunsichern“ zu den Hannoveraner Anschlagsplänen gerade die Menschen, die er nicht verunsichern wollte. Dann greift der nach den Vorfällen an Silvester in Köln die dortige Polizei an, obwohl er eigentlich hätte wissen müssen, dass diese Vorfälle nicht zu erahnen waren und dementsprechend nicht mit mehr Personal gerechnet werden konnte.

Nun zeigt er bei zwei weiteren Themenfeldern, dass sich die Kollegen auf ihn als obersten Dienstherrn nicht verlassen dürfen. Das eine betrifft eben dieses Thema Köln, das andere die Grenzkontrollen im Süden Deutschlands.

Offizielle Umfrage bei der Polizei Niedersachsen: Jeder Dritte würde den Beruf nicht mehr erneut wählen

11. November 2015 um 18:38

Niedersachsen UmfrageIn Niedersachsen wurde laut Innenminister Pistorius die umfangreichste Mitarbeiterbefragung der Polizei innerhalb Deutschlands durchgeführt, die nun vorläufig ausgewertet und veröffentlicht wurde.

Von den knapp 22.000 Beamten nahmen etwa 12.000 an der Onlineumfrage zu den Arbeitsbedingungen teil. Pistorius kommentierte das vorläufige Ergebnis wie folgt: „Wir wollten einen ungeschminkten Blick in die Polizei werfen.“

Bundespolizei geht mit „Speed dating“ auf Bewerbersuche und senkt Einstellungsvoraussetzungen

10. November 2015 um 00:18

Bundespolizei SpeeddatingWie wir bereits berichteten, leidet die Bundespolizei unter akutem Personalmangel. Ein Umstand, der nicht neu ist, durch die Flüchtlingsarbeit aber zunehmend zu prekären Zuständen führt.

Bundesinnenministers Thomas de Maizière als oberster Dienstherr der Bundespolizei hat kürzlich 3.000 neue Stellen versprochen, von denen bereits nächstes Jahr 2.000 besetzt werden sollen. Das bringt zwar in der aktuellen Situation überhaupt nichts, da die Bewerber erst die dreijährige Ausbildung durchlaufen und auch bestehen müssen, aber immerhin ist es mal ein Anfang.

Allerdings hat die Bundespolizei ein Bewerberproblem. Auf eine Stelle gibt es drei Bewerber, sprich, auf die 2.000 neuen Stellen haben sich 6.000 Bewerber gemeldet. Und nicht jeder Bewerber kann genommen werden oder besteht überhaupt den Einstellungstest.

Leserbrief: Mein persönliches 25jähriges – innerlich wie äußerlich zerknittert

1. August 2015 um 22:36

Leserbrief 25jähriges Wir haben hier einen sehr persönlichen Einblick von einem Kollegen bekommen. Eine eher traurige Geschichte, die sehr nachdenklich stimmt. Zum Schutz des Kollegen veröffentlichen wir den folgenden Leserbrief anonym:

Mein Schichtumlauf beginnt mit einem Spätdienst. Wochen vorher hatte ich eine Einladung erhalten. Mein Direktionsleiter lädt zur Urkundenübergabe ein, zum 25jährigen. Dazu soll ich eine Stunde früher da sein.

Wir sitzen im lockeren Rahmen im Büro des Dienststellenleiters zusammen. Neben mir bekommen noch zwei Kolleginnen ihre Urkunde ausgehändigt. Sie haben ihre Kinder mitgebracht, es sind Ferien. Direktion- und Dienststellenleiter wechseln sich in ihrer Rede ab. Es geht um Personalmangel, Geldmangel, Flüchtlingsproblematik. Während der Dienststellenleiter resümiert, was es im Einstellungsjahr für wichtige Ereignisse gab (Gorbi, Wiedervereinigung, Take That wurde gegründet!), schweifen meine Gedanken ab. Ich schaue auf das Einladungsschreiben, welches vor ihm liegt und erst hier fällt mir etwas auf:

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