Streit um Maskenpflicht im Laden eskaliert: Zwei Polizisten schwer verletzt

12. Mai 2020 um 20:17
Streit um Maskenpflicht im Laden eskaliert: Zwei Polizisten schwer verletzt

Bild: Screenshot Onlinevideo von Malena Siciliana via Facebook

In letzter Zeit tauchen immer mehr Onlinevideos auf, die vorgeben ein Beweis für Polizeigewalt zu sein. Meist bekommt man nur das zu sehen, was man sehen soll, nämlich den Beweis für Polizisten, die unrechtmäßig übergriffig werden. Und die Netzgemeinde “zerfleischt” die gezeigten Beamten regelrecht. Doch ist das wirklich so?

Im folgenden Fall geht es um einen Vorfall am vergangenen Samstag in einem Supermarkt in Troisdorf (Nordrhein-Westfalen). Wie es im Polizeibericht heißt, wurde eine Streife zu dem Supermarkt gerufen, weil sich zwei Männer (35 und 38 Jahre) alt weigerten der Mundschutzpflicht nachzukommen.

Gedanken eines Polizisten: Hetzkampagne in den sozialen Medien gegen den Staat und seine Polizeibeamten

3. Mai 2020 um 20:05

Gedanken eines Polizisten: Hetzkampagne in den sozialen Medien gegen den Staat und seine Polizeibeamten

Hallo, liebe Social-Media-Freunde!

In den letzten Tagen und Wochen findet in den sozialen Medien eine regelrechte Hetzkampagne gegen den Staat und seine Polizeibeamten statt, die mich als Vollblut-Polizist sehr betroffen macht und die ich mit großer Sorge beobachte. Ich möchte die derzeitige Situation zum Anlass nehmen, um ein paar Worte zu den vielen Videos und Berichten auf diesen Plattformen zu verlieren.

Der Polizeiberuf ist ein Beruf, der derart stark polarisiert, wie kaum ein anderer. Aktuell gibt es zwei Arten von Videos, die von Menschen in den sozialen Medien veröffentlicht werden. Zum Einen sind das Videos, die die Polizei bei der Festnahme von Straftätern völlig hilflos und absolut unprofessionell aussehen lässt und der andere Teil der Videos zeigt eine Polizei, die angeblich unschuldige Menschen schikaniert, ungerecht behandelt und maßlos rechtswidrig Gewalt anwendet.

Der Fall Hauptbahnhof Hannover: Bundespolizist teilweise schuldig gesprochen und aus dem Dienst entfernt

28. Oktober 2019 um 20:06

Der Fall Hauptbahnhof Hannover: Bundespolizist teilweise schuldig gesprochen und aus dem Dienst entferntDer Fall hatte 2015 bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Es wurde viel spekuliert, ohne Einzelheiten zu wissen. Wir hatten uns damals in einem Statement dazu geäußert und aufgerufen, die Ermittlungen erst einmal abzuwarten. Nun scheint der Fall juristisch beendet worden zu sein.

Die Vorwürfe wogen schwer. Ein Bundespolizist soll in einer Zelle am Hauptbahnhof Hannover einen 19-jährigen Flüchtling aus Afghanistan misshandelt haben. Es wurde von Schlägen und Demütigungen berichtet. Angeblich soll er dem Gefangenen auch vergammeltes Schweinefleisch eingeflößt haben.

Dann soll der Beamte ein Foto mit seinem Handy gemacht haben, auf dem der Flüchtling mit schmerzverzerrtem Gesicht zu sehen war. Dieses Bild soll der Polizist dann in eine Whatsapp-Gruppe geteilt und sich herablassen bzw. ausländerfeindlich darüber geäußert haben.

Gedanken eines Polizisten: Stellt euch folgende Situation vor

20. September 2019 um 19:19

Gedanken eines Polizisten: Stellt euch folgende Situation vor

“Der hier geschilderte Sachverhalt ist frei erfunden.

Freitag, 22:00 Uhr:

Meldung einer Auseinandersetzung mit Maßkrügen auf einem Volksfest in Deutschland. Eine Gruppe von mindestens 10 Beamten macht sich beschleunigt auf den Weg ins Zelt. Kein einfacher Gang, da der Großteil der Besucher dem Alkohol gut zugesprochen hat und Sprüche im Sekundentakt kommen.

Vor Ort eine Person blutend am Boden liegend, der Aggressor wurde durch die private Sicherheit am Eingang festgesetzt. Eine Gruppe der Beamten nimmt den Beschuldigten vorläufig fest. Und schon geht es los.

Gedanken eines Polizisten: Von Unbeteiligten im Einsatz angegriffen worden – Das Grundvertrauen in uns wird ausgehöhlt

13. September 2019 um 18:52

Gedanken eines Polizisten: Von Unbeteiligten im Einsatz angegriffen worden - Das Grundvertrauen in uns wird ausgehöhltHeute vor einer Woche veröffentlichten wir die Gedanken von Kollegin Mia Meine Arbeit, nicht deine! Lass mich meinen Job machen. Diese Zeilen sind von dem ein oder anderen falsch verstanden worden, denn es ging Mia nicht darum, dass polizeiliches Handeln nicht transparent und nachvollziehbar sein sollte.

Worum es ihr ging, das beschreibt ein Kollegen mit seinen folgenden Zeilen, der sich genau auf das Kernthema von Mias Gedanken bezieht:

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“Noch nie war ein Artikel treffender und vom Timing her so gut, wie der Beitrag von Mia.

Es ist gerade einige Nachtdienste her, in denen wir (mal wieder) in die gleiche Situation kamen. Nur dass unser Versuch, eine beginnende Schlägerei zu schlichten und die Kontrahenten zu trennen, nachdem sie auf Ansprache nicht reagierten, nicht nur damit endete, dass wir am Ende gegen beide Personen vorgehen mussten, weil sie sich gegen uns solidarisierten, sondern sich auch noch Unbeteiligte einmischten, um den beiden, die sich eigentlich untereinander prügeln wollten, nun gegen die Einsatzkräfte zu helfen.

Statement: Worte können töten – Von einer permanenten ungeahndeten Grenzverletzung

3. August 2019 um 18:46

Statement: Worte können töten - Von einer permanenten ungeahndeten GrenzverletzungBezugnehmend auf einen Vorfall in Frankfurt (Hessen), bei der eine Personenkontrolle eskaliert war, Polizisten angegriffen und verletzt wurden und in soziale Medien geteilte Videoschnipsel angebliche “Polizeigewalt” belegen sollten, hatten wir gestern die Gedanken eines Kollegen veröffentlicht.

Sein elfjähriger Sohn hatte auf sein Handy unter Hinweis auf diesen Vorfall eine Nachricht erhalten, mit dem Kommentar “ACAB” (All Cops Are Bastards), obwohl sein Vater bei diesem Vorfall überhaupt nicht eingesetzt war. Sippenhaft, die der Sohn nicht verstehen konnte und die ihn erschütterte.

Hierzu hatte unser Teammitglied TM einen Kommentar verfasst, dem wir uns als Team nur anschließen können und den wir an dieser Stelle als Statement mit euch allen teilen möchten:

Viel Meinung, wenig Ahnung: Polizei Wien wilden Anschuldigungen ausgesetzt

5. Juni 2019 um 21:00

Viel Meinung, wenig Ahnung: Polizei Wien wilden Anschuldigungen ausgesetztEs ist ein wahrer Shitstorm, der da über die Kollegen in Wien (Österreich) herein gebrochen ist. Die wilden Anschuldigungen, die zum Teil geäußert werden, zeugen von unheimlich viel Meinung, ohne wirklich Ahnung zu haben.

Wir werden an dieser Stelle weder das, was da geschehen ist, zurecht rücken, noch werden wir Vermutungen anstellen, wie und warum das geschehen ist. Wir können allerdings auch nicht fassen, welche Vorwürfe erhoben und nicht Vermutungen angestellt, sondern als Tatsachen dargestellt werden.

Gedanken einer Polizistin: Reportage “Scheißjob Bulle” – Ich bin schockiert

1. Juni 2019 um 19:06

Gedanken einer Polizistin: Reportage "Scheißjob Bulle" - Ich bin schockiertWir hatten euch in der vergangenen Woche auf die Rabiat-Sendung “Scheißjob Bulle?” hingewiesen. Uns erreichen da verschiedene Meinungen zu dieser Ausstrahlung und eine davon möchten wir euch nicht vorenthalten. Sie kommt von unserer Kollegin drüben von Tagebuch einer Polizistin.

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“Ich habe diese “Reportage” gesehen, im ARD. Ich habe mir den Text dazu durchgelesen und eine offene, neutrale und vielleicht sogar realistische Berichterstattung über aktuelle Polizeithemen, Probleme und Chancen und den Menschen hinter der Uniform erwartet.

Was ich dann in der dreiviertel Stunde sah, hinterließ ein sprachloses junges Mädchen, das mit vollem Herzblut ihre Leidenschaft im Job der Polizistin findet. Pessimisten würden jetzt sagen “wart mal ab wie das in ein paar Jahren ist”. Ja und genau deshalb schreib ich es. Jetzt.

Das Internet ist kein rechtsfreier Raum: Mehrere hohe Strafbefehle wegen Hatespeech gegen Polizei

31. Mai 2019 um 11:55

Das Internet ist kein rechtsfreier Raum: Mehrere hohe Strafbefehle wegen Hatespeech gegen PolizeiDas Internet ist keine rechtsfreier Raum und darf auch nicht als solches angesehen werden. Auch dann nicht, wenn man sich selbst durch eine polizeiliche Maßnahme ungerecht behandelt fühlt. Durch eine unbedachte Aussage kann man sich um Kopf und Kragen tippen oder sich selbst strafbar machen.

Doch der folgende Fall zeigt, dass man durch eine unüberlegte Äußerung andere dazu verleiten kann, sich – sagen wir mal diplomatisch – unvorteilhaft zu äußern, was dann eindeutig strafrechtlich relevant werden kann und nicht mehr von freier Meinungsäußerung gedeckt ist. Die Rede ist von Hatespeech, wenn man sich im Internet also herablassend oder entwürdigend über andere äußert oder Hassbotschaften verteilt.

Gedanken von Christiane: Darum schreibe ich jetzt darüber wer ich bin

8. März 2019 um 18:23

Gedanken von Christiane: Darum schreibe ich jetzt darüber wer ich bin

“Es war der 29. Juni 2013. An diesem Tag wurde in Mitte ein Mann erschossen. Er war nackt in einen Springbrunnen geklettert und hat sich mit einem Messer selbst verletzt. Er rammte es in seinen Bauch. Schnitt sich die Arme und dann den Hals auf. Die Kollegen haben den Brunnen umstellt und einer ist rein gestiegen, um den Mann daran zu hindern sich weiter selbst zu verletzen.

Der Mann ließ sein Messer aber nicht fallen. Nein, er kam auf den Kollegen zu und hielt das Messer erhoben. Als er noch etwa 3 Meter entfernt war, hat der Kollege auf ihn geschossen. Obwohl Rettungskräfte und Notarzt vor Ort waren hat der Mann es nicht überlebt. Die Kugel hat seine Lunge durchschlagen.

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