Einsätze die man nie vergisst

13. Januar 2017 um 19:51 Uhr

Einsätze die man nie vergisstAuch wenn man schon längere Zeit als Polizist/in im Einsatz ist und schon so einige Unfälle oder auch andere schlimme Vorfälle erlebt hat, gibt es Einsätze, die man zum einen nie vergisst und die zum anderen auch nie zu einer „Routine“ werden/werden können, sondern bei denen man zweifelt. Zweifelt an der Menschlichkeit mancher Menschen, zweifelt an der eigenen Präsenz als Schützer und Helfer.

Bilder und Einsatze, die dich einfach nicht mehr loslassen, die dich verfolgen.

Besonders, wenn es um Einsätze geht, bei denen Kleinkinder oder Kinder überhaupt betroffen sind, zählen hier zu den schwierigen Themenfeldern, auch wenn man selbst keine Kinder hat.

Gedanken eines Polizisten: Warum werden wir von manchen Menschen so gehasst? (von Frank)

8. Januar 2017 um 20:27 Uhr

Gedanken eines Polizisten: Warum werden wir von manchen Menschen so gehasst? (von Frank)

Im Jahr 2015 wurden 62000 Polizisten Opfer einer Straftat. Die Zahlen für 2016 werden nicht anders, wenn nicht sogar höher ausfallen.

Die meisten Übergriffe (80 %) auf Polizisten geschehen in alltäglichen Situationen, wie bei Verkehrskontrollen, Einsätzen zu Streitigkeiten, häusliche Gewalt. Oft wird dann die Wut, die vorher dem Gegenüber galt, auf die Polizei oder Rettungskräfte gerichtet.

Beamte werden angegriffen (mit Waffen oder ohne), angespuckt, beleidigt… Das eigene Fehlverhalten wird nicht gesehen, es wird auf den Beamten abgewälzt und er ist der Schuldige für die Situation. Es interessiert nicht mehr, dass wir helfen wollen.

Ich selbst bin jetzt im sechsten Jahr bei der Polizei. In diesen sechs Jahren war ich siebenmal im Krankenhaus. Siebenmal wurde ich so angegriffen, dass ich insgesamt 30 Wochen nicht dienstfähig war.

Warum werden die Polizisten/innen immer zum Sündenbock der Nation? – Gedanken einer Bürgerin

4. Januar 2017 um 20:29 Uhr

Warum werden die Polizisten/innen immer zum Sündenbock der Nation?

Sie vertreten das Gesetz und sorgen für unsere Sicherheit. Aber egal was sie machen, ihr Handeln ist irgendwie immer falsch.

Kontrollieren sie den Verkehr und sorgen für Sicherheit auf den Straßen, ist es Abzocke und sie werden gehasst. Sperren sie Straßen wegen eines Unfalls, werden sie beschimpft. Lösen und schlichten sie Streitigkeiten, werden sie beleidigt.

Bewachen sie Demos, Fußballspiele, oder fahren sie zu Routineeinsätzen, werden sie bespuckt, geschlagen, getreten und verletzt, manchmal sogar getötet. Müssen sie von der Schusswaffe Gebrauch machen, werden sie gehetzt und auf Facebook diffamiert. Irgendwie werden sie bei allem Handeln verflucht.

Verlosungsbeitrag: Mit Blaulicht nach Hause gefahren (von Thorsten)

11. November 2016 um 21:44 Uhr

Verlosungsbeitrag: Mit Blaulicht nach Hause gefahren

Es begab sich im Juni 1999, zur Zeit des Doppelgipfels in Köln, ich noch nicht ganz einen Monat 18 Jahre jung, als ich nachts gegen 0100 (weiß die Uhrzeit nicht mehr ganz genau) vom Aqualand (Spassbad in Köln) in Chorweiler auf dem Heimweg nach Ehrenfeld war.

Da geriet ich in eine Routinekontrolle an der Haltestelle Chorweiler, und die Kollegen zweifelten erstmal die Echtheit meines Ausweises an (sehe erheblich jünger aus als ich bin 😉 )….
Nach Überprüfung durch die Zentrale war die letzte Bahn Richtung Ehrenfeld wech und Chorweiler war schon damals nicht unbedingt ein nettes Viertel.

Polizisten und die Dienst- oder Amtsverschwiegenheit

4. November 2016 um 20:45 Uhr

Polizisten und die Dienst- oder AmtsverschwiegenheitDa ich einige Polizisten in meinem Freundeskreis habe und auch lange die Partnerin eines Polizisten gewesen bin, sind mir einige Tabu-Themen nicht ganz fremd. Hinzu kommt, dass ich sehr gerne Bücher lese, die sich mit diesen Themen befassen.
Da ich gerade ein solches Buch am lesen bin entstanden diese Zeilen.

In jedem Berufszweig verpflichtet man sich über interne Abwicklungen usw. der Verschwiegenheit. Doch geht es in vielen Berufen um interne Abwicklungen oder sonstiges. Diese haben weniger mit Erlebnissen und Bildern aus dem Dienstalltag zu tun oder mit Problemen die Menschen betreffen.

End of watch: Ein unvergessener Abschied, für immer!

1. August 2016 um 22:01 Uhr

End of watch: Ein unvergessener Abschied, für immer!Eine vertraute Stimme die plötzlich schweigt, und nichts ist mehr so wie es einmal war. Die letzten Worte, bevor der Mensch das Haus verlassen hat und seine Uniform anzog, waren: „Pass gut auf dich auf.“ Die Antwort lautete wie immer: „Ja, mache ich!“ Ein Verabschiedungsritual, das zum täglichen Ablauf wurde. Doch es findet nicht mehr statt.

Die Erinnerungen daran sind aber noch präsent, auch nach all den Jahren. Die Stimme, die stumm wurde, klingt noch immer in meinen Ohren. Der Augenblick, an dem die Kollegen vor der Türe standen, ist unvergessen. Den Rest, die Worte und Erklärungen, immer noch schmerzlich. Die Frage nach dem Warum bleibt für immer.

Digitalfunk: Wenn es nicht funktioniert und dadurch Polizisten zu Schaden kommen

4. Juli 2016 um 22:43 Uhr

Wenn der Digitalfunk nicht funktioniert“In Niedersachsen funkts, oder auch nicht. Letzteres ist das Problem, wenn man im Einsatz dringend Hilfe benötigt und der Funk versagt.” Diese Einleitung schrieben wir im Oktober 2014, als bei einem Einsatz ein Polizist durch eine Messerattacke verletzt wurde und seine Kollegin verzweifelt Hilfe rufen wollte. Letztendlich musste sie mit dem Handy den Notruf wählen.

Genau diese Einleitung passt nun auch zu einem Vorfall in Schleswig-Holstein. Dieser ereignete sich bereits am 18. Juni, wurde aber erst jetzt öffentlich.

Polizist wird bei Personenkontrolle umgefahren und stirbt

5. Juni 2016 um 15:40 Uhr

Polizist wird bei Personenkontrolle umgefahren und stirbtIn der vergangenen Nacht kam es im Bereich Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) zu einem tragischen Verkehrsunfall, infolge dessen ein Polizeibeamter verstarb.

Gegen 23:30 Uhr führten Polizisten des Polizeihauptreviers Wismar auf der L 12 zwischen Barnekow und Woltersdorf eine Personenkontrolle durch. Hierzu hatten sie ihren Streifenwagen am rechten Fahrbahnrand abgestellt.

Wenn sich das Verhalten einiger Menschen verändert, verändert es dann das Leben von vielen anderen?!

16. Mai 2016 um 14:03 Uhr

Wenn sich das Verhalten einiger Menschen verändert...Dies kann als Aussage und Frage verstanden werden. Eine Frage allerdings, die sich zurzeit öfter stellt. Es geschehen so viele Dinge, tagtäglich, deren Ursprung vom Verhalten der Menschen abhängig ist. Hier spielt gerade im Zusammenhang mit der Polizei Unzufriedenheit, aber auch Gewalt ein große Rolle.

Aber nicht nur hier, auch im Privaten wird zu oft unbedacht verbale oder tätliche Gewalt angewendet. Die Geschehnisse und Schlagzeilen der letzten Tage und Wochen waren alles andere als gute Nachrichten und man hat das Gefühl, sie reißen gar nicht ab.

Einsatz endet in Katastrophe: Junger Mann springt vor Augen der Mutter und eingesetzten Polizisten vom Balkon im 2. Stock

30. März 2016 um 16:36 Uhr

Junger Mann stürzt sich vom BalkonEs ist ein Einsatzverlauf, den man keinem wünscht. Es sollte eigentlich eine Routinemaßnahme werden, nichts deutete auf das hin, was dann folgen sollte:

Ein Streifenteam war in Würzburg (Bayern) eingesetzt. Sie sollten einen jungen Mann, 21 Jahre jung, eine mehrmonatige Jugendhaftstrafe eröffnen. Als sie gegen die Mittagszeit dort eintrafen, wurden sie in die Wohnung gelassen, wo der junge Mann mit seinen Eltern wohnte.

Die Polizisten unterhielten sich noch kurz mit dem 21jährigen und dessen Mutter, als dieser plötzlich auf den Balkon ging und sich dort aus dem 2. Stock hinab stürzte. Die Beamten hatten keine Chance einzugreifen.

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