Leserbrief: Die beste Polizei ist die, die den Bürger hinter sich hat

20. Mai 2016 um 22:26 Uhr

Die beste Polizei ist die, die den Bürger hinter sich hatVor einigen Tagen teilten wir einen Leserbrief aus einer Zeitung, in dem der Autor der Polizei vorwarf, verweichlicht zu sein. Dieser Leserbrief hat schnell für eine kontroverse Diskussion in den Kommentaren gesorgt. Die einen kritisierten den Autor, die anderen gaben ihm Recht.

Uns erreichten nun diese Zeilen eines Kollegen aus Bayern, der seine Sicht auf diesen Leserbrief, auf den dort genannten Vorwurf und allgemein auf den Zustand der Polizei darstellen möchte:

Warum ist Polizeiseelsorge wichtig?

16. Mai 2016 um 13:49 Uhr

Mit dieser Frage beginnt das Interview, welches die Münchner Kirchennachrichten mit Markus Bild geführt hat. Bild ist Theologe und Polizist, denn nach seiner Ausbildung zum Diplom-Theologen hat er die mittlere Polizeilaufbahn bei der Polizei Bayern eingeschlagen. Der heute 53jährige Polizeihauptkommissar steht seinen Kollegen mit Rat und Tat zur Seite.

Aus dem Interview möchten wir einen Teil der Antwort auf obige Frage zitieren, weil sie sehr gut zu unserem Seitenthema passt:

“Erstens, weil wir Polizisten Menschen sind und eine Seele haben, die Sorge braucht. Ein Gottesdienst für Polizeibeamte stand unter dem Motto „Ein Schutzschild für die Seele“. Es geht also um einen Schutz für uns Polizisten, weil wir mit vielen belastenden Vorfällen konfrontiert sind. Zum zweiten finde ich es auch wichtig oder hilfreich, dass wir im Gegenüber den Menschen sehen und daran erinnert werden.”

Das ganze Interview könnt ihr hier nachlesen:

http://www.muenchner-kirchennachrichten.de/meldung/article/ein-schutzschild-fuer-die-seele-von-polizisten-3.html

Vielen Dank an Manni für den Link. 👍

Ein Lächeln ist die kürzeste Entfernung zwischen zwei Menschen

7. Mai 2016 um 19:13 Uhr

Filip beim G7-Einsatz in ElmauNicht immer sind die Einsätze der Polizei schwierig, tragisch oder Kräfte zehrend. Es gibt durchaus auch Momente, in denen man Spaß hat, lachen muss, oder einfach mal Mensch in der Uniform sein darf. Wir sind stets bemüht auch diese Seite unseres Dienstes und von uns Polizisten zu zeigen.

So ging es auch Filip aus Bayern beim G7-Gipfel in Elmau im vergangenen Jahr. Ein schöner Moment, der es wert war, festgehalten zu werden. Danke für dieses tolle Bild, Filip!

Grüße aus Berlin vom 1. Mai-Einsatz

2. Mai 2016 um 20:05 Uhr

Einsatzgrüße aus BerlinWährend es bei den Kollegen in Hamburg gerade zur Sache geht (unsere Partnerseite Solidarität mit den Beamten der Davidwache​ berichtete gerade darüber), war die Lage in Berlin unerwartet ruhig. Es gab zwar vereinzelte Angriffe auf Polizisten in Berlin, von verletzten Kollegen wird aber nicht berichtet. Das freut uns sehr!

Wie die Polizei Berlin erklärt, waren 2.500 Beamte im Einsatz. Und das nicht nur aus Berlin selbst, sondern auch aus anderen Bundesländern.

Flo aus Bayern hat uns diese Bildimpression vom heutigen Einsatz in Berlin da gelassen. Auch wenn die Kollegen die Lage überwiegend im Griff hatten, war das gewaltbereite Potential einiger Anwesender schnell erkennbar, so dass die Kollegen zum Eigenschutz überwiegend mit Helm unterwegs waren.

Wir hoffen weiterhin, dass sich die Lage beruhigt, wo es bislang nicht ruhig war, und dass wir hoffentlich nicht über verletzte Kollegen werden berichten müssen!

“Ich habe Angst, mit meiner Ausrüstung zum Einsatz zu fahren”

27. April 2016 um 22:14 Uhr

Ich habe AngstPolizeihauptkommissar aus Rheinland-Pfalz gegenüber Focus

Heute Nachmittag berichteten wir darüber, dass (nach Bayern) auch in Hessen eine neue Schutzausstattung angeschafft werden soll, die bei terroristischen Anschlägen Schutz bieten und das Überleben der Einsatzkräfte verbessern soll.

Aus den anderen Bundesländern oder dem Bund hat man noch von keinen gleichlautenden oder ähnlichen Plänen gehört oder gelesen. Ebenso sieht es in unseren Nachbarländern Luxemburg, Niederlande, Österreich und Schweiz aus. Entweder gibt es keine Überlegungen hierzu, oder es wurde nur noch nicht darüber berichtet.

Aber wie fühlen sich die Polizisten, wenn sie über einen etwaigen und nicht auszuschließenden Terroranschlag nachdenken und sie vielleicht genau dort eingesetzt sind; ganz ohne zusätzliche Schutzausstattung?

Polizei Hessen bekommt neue Schutzausstattung (zum Teil)

27. April 2016 um 22:07 Uhr

Hessen bekommt SchutzausstattungDie Terrorismusgefahr ist allgegenwärtig und die Polizei, die als erste an einem Tatort eintrifft, sollte darauf vorbereitet sein. Dies gilt sowohl für die taktische Vorgehensweise, wie auch für die Schutzausstattung.

Nachdem Bayern bereits im vergangenen Jahr eine neue Schutzausstattung eingeführt hat, die die Einsatzkräfte besser gegen Beschuss aus Langwaffen schützen soll, zieht Hessen nun nach.

Jugendliche tritt Polizistin gegen den Hals: Nicht mehr dienstfähig

27. April 2016 um 22:01 Uhr

Jugendliche tritt PolizistinIn Nürnberg (Bayern) wurde eine Polizistin von einer Jugendlichen gegen den Hals getreten, so dass die Beamtin nicht mehr dienstfähig war und stationär im Krankenhaus aufgenommen werden musste.

Zu dem Vorfall kam es am vergangenen Samstagabend, als die Polizisten gegen 21:15 Uhr das Mädchen wegen einer vorangegangenen Körperverletzung in Gewahrsam nahmen. Auf der Dienststelle fing die Jugendliche an zu randalieren, bespuckte und beleidigte die Einsatzkräfte. Offenbar stand sie unter Drogeneinfluss.

Ekelhaft, unmenschlich und unverantwortlich: Einsatzkräfte sollten zwischen Blut, Sperma und Erbrochenem nächtigen

25. April 2016 um 22:07 Uhr

In Hannover (Niedersachsen) sind aus Anlass des Besuchs des amerikanischen Präsidenten Barack Obama viele Polizisten aus fast allen Bundesländern und von der Bundespolizei im Einsatz. Die Verantwortlichen sprechen vom größten Einsatz der vergangenen Jahre, da der Präsident als gefährdete Person gilt. Die Anzahl der eingesetzte Kräfte wird freilich nicht vor Einsatzende bekannt gegeben, aber es dürften einige Tausend sein.

Dieser Großeinsatz fordert eine gute Planung und eine Menge logistisches Geschick. Dass da mal etwas unrund läuft und optimiert werden könnte bleibt einfach nicht aus. Aber grundsätzlich sollten die wichtigsten Dinge wie Verpflegung, Unterkunft, Information und Ablösung der Einsatzkräfte vernünftig durchgeplant sein und verlässlich laufen.

Deutschland gibt zu wenig Geld für die innere Sicherheit aus

24. April 2016 um 17:13 Uhr

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Bild: Eurostat

Deutschland hatte vor Jahren die Abkehr vom starken Staat eingeleitet. Egal ob es die Altersvorsorge, das Gesundheitswesen, die Bildung oder die innere Sicherheit angeht, es wurde überall der Rotstift angesetzt und eingespart.

Aktuelle Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat belegen, dass Deutschland als eines der finanzstärksten Länder der EU nicht nur bei der Anzahl der Polizisten im unteren Mittelfeld liegt, sondern auch, was die Ausgaben insgesamt für die innere Sicherheit betrifft.

Ausschreitungen bei Pegida-Aufmarsch und Gegendemos – 15 verletzte Polizisten, drei beschädigte Polizeifahrzeuge

23. April 2016 um 01:47 Uhr

Ausschreitungen bei Pegida-AufmarschEinsatzwagen bei Anfahrt in Unfall verwickelt

Gestern fand in Jena (Thüringen) ein Pegida-Aufmarsch statt. Schon das Datum des Aufmarschs sorgte für juristisches Tauziehen, denn die Stadt wollte ausgerechnet an Hitlers Geburtstag eine solche Veranstaltung verhindern und scheiterte damit vor dem Verwaltungsgericht Jena.

Zur als Fackelmarsch angemeldeten Veranstaltung fanden sich 200 Teilnehmer des rechten Lagers ein. Demgegenüber standen rund 3.000 Gegendemonstranten in acht angemeldeten Veranstaltungen. Auf beiden Seiten herrschte eine aggressive Stimmung und immer wieder kam es zu Rangeleien zwischen den verfeindeten Lagern bzw. zwischen diesen und der Polizei.

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